Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit

Formel E: Sophia Flörsch bringt neuen Opel GSE 27FE ans Limit
Copyright:

Stellantis

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Wenn ein neuer Formel-E-Prototyp erstmals auf die Strecke darf, geht es nicht nur um Zahlen, Daten und Design – sondern vor allem um das Gefühl hinter dem Lenkrad. Denn nur wenn der Mensch am Steuer ein gutes Gefühl hat, ist das Zusammenspiel mit der Maschine erfolgversprechend. Genau hier kommt Sophia Flörsch ins Spiel. Die 25-jährige Münchnerin hat den neuen Opel GSE 27FE als Erste im Grenzbereich erlebt – und damit den Ton für Opels Einstieg in die Formel-E-Ära gesetzt.

Auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet feierte der vollelektrische Rennwagen seine Weltpremiere. Flörsch übernahm dabei die ersten Runden im GEN4-Prototyp und sammelte einige Eindrücke, die nun direkt in die weitere Entwicklung einfließen. Die Rolle der Deutschen geht dabei weit über das reine Fahren hinaus: Als Test- und Entwicklungsfahrerin ist sie von Beginn an eng in das Projekt eingebunden – von Simulatorarbeit bis zu realen Testeinsätzen auf der Strecke.

Stellantis

Der neue GSE 27FE markiert für Opel den technologischen Aufbruch in die vierte Generation der ABB FIA Formula E World Championship. Mehr als 800 PS, permanenter Allradantrieb und eine Rekuperationsleistung von bis zu 700 kW zeigen, wohin die Reise im elektrischen Motorsport geht. Für Flörsch bedeutet das vor allem eines: ein völlig neues Fahrerlebnis. Die extreme Beschleunigung und das unmittelbare Drehmoment hinterlassen selbst bei ihr Eindruck. „Es ist einfach unglaublich, wie viel Leistung und Grip das Auto hat – das fühlt sich schon jetzt nach der Zukunft des Motorsports an“, beschreibt Flörsch ihre ersten Eindrücke vom neuen Prototypen.

Dass Opel ausgerechnet Flörsch für diese Schlüsselrolle ausgewählt hat, ist kein Zufall. Ihre analytische Herangehensweise und ihr präzises Feedback gelten intern als entscheidend, um aus dem Prototypen ein konkurrenzfähiges Fahrzeug zu formen. Entsprechend umfangreich fällt das Testprogramm aus: Ab Mai wechseln sich Prüfstandsläufe und Streckentests ab, insgesamt sind rund 15 Testtage auf verschiedenen europäischen Rennstrecken geplant.

Rennsport und Serie rücken enger zusammen

Der GSE 27FE ist dabei mehr als nur ein Rennwagen. Opel versteht ihn als „Technologiebeschleuniger“ für künftige Serienmodelle – insbesondere für die sportlich positionierten GSE-Varianten. Parallel zur Entwicklung auf der Rennstrecke zeigte die Marke in Le Castellet auch ihre elektrischen Performance-Modelle wie den Mokka GSE, den Corsa GSE-Prototyp und den Manta GSe – ein bewusstes Signal, dass Motorsport und Serie enger zusammenrücken sollen.

Auch optisch setzt der Prototyp ein Statement. Das Design folgt dem Leitmotiv maximaler Präsenz und Geschwindigkeit, bevor sich das Fahrzeug überhaupt bewegt. Die finale Rennlackierung will Opel im Herbst auf dem Pariser Autosalon präsentieren – rechtzeitig vor dem Debüt in der kommenden Saison.
Bis dahin bleibt Flörsch die zentrale Figur im Entwicklungsprozess. Sie ist diejenige, die den Prototypen nicht nur bewegt, sondern bewertet, hinterfragt und weiterdenkt. Oder anders gesagt: Sie bringt den neuen Opel dorthin, wo er hinmuss – ans Limit.

Quelle: Stellantis – Pressemitteilung vom 22. April 2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Opel News

Opel Grandland-Roadtrip: Eisenach bis Zugspitze ohne Nachladen

Opel Grandland-Roadtrip: Eisenach bis Zugspitze ohne Nachladen

EAN Redaktion  —  

Von Eisenach bis zur Zugspitze: Der Opel Grandland Electric Long Range legt 714 km mit einer Akkuladung zurück, mehr als die WLTP-Angabe von 694 km.

Opel Corsa GSE: 207 kW starker Hot Hatch ab 39.900 Euro

Opel Corsa GSE: 207 kW starker Hot Hatch ab 39.900 Euro

Sebastian Henßler  —  

Der Opel Corsa GSE leistet 207 kW und soll 39.900 Euro kosten. Wir sind das kompakte Hot-Hatch bereits gefahren und teilen diese Eindrücke im Detail.

Opel komplettiert Formel-E-Fahrerduo mit Mitch Evans

Opel komplettiert Formel-E-Fahrerduo mit Mitch Evans

Sebastian Henßler  —  

Der Neuseeländer Mitch Evans wechselt nach zehn Jahren bei Jaguar TCS Racing zu Opel und bildet dort gemeinsam mit Théo Pourchaire das neue Fahrerduo.

Opel: Neues Ladekonzept für elektrischen Rally Cup

Opel: Neues Ladekonzept für elektrischen Rally Cup

Sebastian Henßler  —  

Mobile Ladestationen auf E-Lkw, 250 kW Leistung und 16 Autos gleichzeitig: Opel zeigt beim GSE Rally Cup, wie Ladeinfrastruktur im Rallyesport aussehen kann.

Opel bietet Entwicklern in Rüsselsheim hohe Abfindungen

Opel bietet Entwicklern in Rüsselsheim hohe Abfindungen

Daniel Krenzer  —  

Standort auf Abwärtskurs: Bis zu knapp einer halben Million Euro winken Opel-Entwicklern, wenn sie das Unternehmen vorzeitig verlassen.

Opel investiert Milliarde in E-Mobilität und Rüsselsheim

Opel investiert Milliarde in E-Mobilität und Rüsselsheim

Sebastian Henßler  —  

Opel investiert bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro in Deutschland und kündigt vier neue Modelle an, darunter die nächsten Generationen von Astra und Corsa.

Opel unter Druck: Leapmotor als letzte Rettung?

Opel unter Druck: Leapmotor als letzte Rettung?

Sebastian Henßler  —  

In Rüsselsheim arbeiteten einst 7000 Ingenieur:innen, heute sind es 1650. Wie tief Opel gesunken ist und warum ein chinesisches Start-up die Wende bringen soll.