Opel will bis 2030 mehr als eine Milliarde Euro in Deutschland investieren und dabei mindestens vier neue Modelle auf den Markt bringen. Das gab Opel-CEO Florian Huettl beim Stellantis Investor Day bekannt. Im Mittelpunkt der Ankündigungen steht die nächste Generation des Astra, die weiterhin am Stammsitz in Rüsselsheim produziert werden soll. Für den Mutterkonzern Stellantis, zu dem auch Marken wie Fiat, Peugeot und Jeep gehören, ist das C-Segment mit einem Anteil von rund 30 Prozent am europäischen Gesamtabsatz ein strategischer Kernbereich.
Neben dem Astra-Nachfolger plant Opel auch eine neue Generation des Corsa sowie ein bisher noch nicht im Portfolio vorhandenes SUV im C-Segment. Letzteres entsteht in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Partner Leapmotor und soll ab 2028 im spanischen Saragossa vom Band laufen. Entwickelt wird das Modell von internationalen Teams in Deutschland und China, entworfen wird es in Rüsselsheim. Stellantis hatte im vergangenen Monat einen umfassenden Strategieplan mit einem Volumen von 60 Milliarden Euro vorgestellt, der unter anderem erweiterte Produktionspartnerschaften mit chinesischen Unternehmen wie Leapmotor vorsieht.
Sowohl der künftige Astra als auch die nächste Corsa-Generation werden auf der neuen STLA One Plattform von Stellantis basieren, die speziell für elektrifizierte Fahrzeuge ausgelegt ist. Der aktuelle Corsa ist seit mehr als fünf Jahren das meistverkaufte Kleinwagen in Deutschland und führt diesen Erfolg laut Opel auch 2026 fort. Insgesamt wurden bisher mehr als 15 Millionen Einheiten des Modells verkauft, beim Astra und seinem Vorgänger Kadett sind es rund 25 Millionen.
Opel Rüsselsheim: Ein Standort mit langer Geschichte
Die Entscheidung, den nächsten Astra in Rüsselsheim zu fertigen, hat für Opel auch eine symbolische Dimension. Das C-Segment ist seit 1936, als der erste Kadett vom Band lief, eine tragende Säule des Portfolios. „Die Vergabe der nächsten Astra-Generation an unser Werk in Rüsselsheim bekräftigt das Engagement von Opel für Deutschland als Industriestandort“, so Huettl. Parallel zur Modellplanung entsteht in Rüsselsheim bereits der sogenannte Green-Campus, die neue gemeinsame Zentrale von Opel und Stellantis Germany. Das Gebäude wird mit Photovoltaik, Gründach und Geothermie ausgestattet und soll moderne Arbeitsumgebungen für kollaboratives Arbeiten bieten.
Stellantis-Europachef Emanuele Cappellano betonte die strategische Bedeutung des deutschen Marktes: „Die Investition in die Produktion der nächsten Astra-Generation in Rüsselsheim unterstreicht den Fokus von Stellantis auf Deutschland sowie die Bedeutung von Opel.“ Xavier Chéreau, Aufsichtsratsvorsitzender der Opel Automobile GmbH, hob beim Besuch in Rüsselsheim hervor, dass das Gütesiegel „Made in Germany“ für Kunden weltweit einen strategischen Vorteil darstelle. Die Investitionen in Modelle und Infrastruktur sollen nach Unternehmensangaben dazu beitragen, Opel im Konzernverbund zu stärken und die Elektrifizierung des Portfolios voranzutreiben.
Das neue C-SUV, das als dritte Säule im C-Segment neben Frontera und Grandland positioniert wird, gilt intern als Blaupause für eine effiziente globale Zusammenarbeit mit Leapmotor. Mit dem geplanten Produktionsstart 2028 soll Opel nach eigener Darstellung in kurzer Zeit einen bedeutenden Schritt bei Elektrifizierung und Skalierung machen. Wie das Unternehmen betont, werden dabei Design und Konzeption weiterhin in Deutschland verantwortet.
Quelle: Opel – Pressemitteilung / Reuters – Stellantis announces billion-euro investment in German brand Opel









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