Opel kündigt kurz vor dem Stellantis Investor Day 2026 ein neues vollelektrisches SUV im C-Segment an. Das Modell soll ab 2028 in Serie gehen und die bestehende SUV-Palette der Marke – bestehend aus Grandland, Frontera und Mokka – um ein weiteres Fahrzeug erweitern. Gleichzeitig dient das Projekt als Blaupause für eine vertiefte industrielle Zusammenarbeit zwischen Stellantis und dem chinesischen Elektroauto-Hersteller Leapmotor.
Das Besondere an der Entwicklung ist das Tempo: In weniger als zwei Jahren soll das Fahrzeug serienreif sein. Opel-CEO Florian Huettl erklärt dazu, das neue SUV solle „bei Opel in Rüsselsheim designt und erschaffen und von unseren internationalen Teams in Deutschland und China entwickelt werden.“ Die Partnerschaft mit Leapmotor mache es möglich, diesen Zeitplan einzuhalten und dabei „hochmoderne und erschwingliche Elektrofahrzeuge“ für Kund:innen zu entwickeln.
Technisch soll der Newcomer auf zentralen Komponenten der neuesten elektrischen Architektur und der Batterietechnologie von Leapmotor aufbauen. Opel steuert hingegen eigene Stärken bei: Design, Bedien- und Nutzererlebnis, Fahrwerkskompetenz sowie Licht- und Sitztechnologie. Das Modell kombiniert damit chinesische Technologieschnelligkeit mit europäischer Ingenieursarbeit – zumindest ist das die erklärte Absicht.
Produktion in Saragossa neben dem Corsa
Gebaut werden soll das neue Elektro-SUV im spanischen Stellantis-Werk Saragossa, wo bereits seit 1982 der Opel Corsa vom Band läuft. Die Entscheidung für diesen Standort unterstreicht den Anspruch, das bestehende europäische Produktionsnetzwerk von Stellantis effizient zu nutzen, statt neue Kapazitäten aufzubauen.
Xavier Chéreau, Vorsitzender des Opel-Aufsichtsrates und Stellantis Chief Human Resources & Sustainability Officer, beschreibt das Vorhaben als nächstes Kapitel einer globalen Zusammenarbeit: „Innovationsgeist prägt das nächste Kapitel unserer globalen Zusammenarbeit mit Leapmotor – und Opel übernimmt mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle.“ Ziel sei es, deutsche Ingenieurskunst mit globaler technologischer Innovationsgeschwindigkeit zu vereinen.
Die strategische Bedeutung des Projekts reicht über das einzelne Modell hinaus. Opel soll durch die Kooperation seine Rolle als Treiber für Wertschöpfung und Elektrifizierung innerhalb des Stellantis-Konzerns festigen. Derzeit laufen Machbarkeitsstudien und Vorentwicklungsarbeiten im Rahmen bestehender Vereinbarungen. Verbindliche Verträge sowie die erforderlichen Genehmigungen stehen noch aus – die Gespräche über eine weitergehende industrielle Zusammenarbeit werden laut Stellantis fortgeführt.
Quelle: Opel – Pressemitteilung









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