Škoda Auto, die tschechische Tochtermarke des Volkswagen-Konzerns, rechnet nicht mit direkten Auswirkungen des Umstrukturierungsplans der Muttergesellschaft, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. „Diese Entwicklung hat keine unmittelbaren Auswirkungen auf unseren Betrieb“, erklärte Škoda in einer Stellungnahme, aus der Reuters zitiert. „Der Geschäftsbetrieb läuft wie gewohnt weiter. Škoda ist derzeit die zweitmeistverkaufte Automarke in Europa und die Produktionswerke von Škoda Auto laufen auf Hochtouren.“
Im ersten Halbjahr 2026 konnte sich die tschechische Marke als Platz 2 auf dem deutschen Automarkt positionieren. Das elektrische Modell Elroq hat derzeit einen wichtigen Anteil an den Verkaufszahlen. Škoda ist mit über 34.000 Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Tschechien und steht im Zentrum der tschechischen Automobilzulieferindustrie. Diese ist außerdem stark von Exporten an westeuropäische Automobilhersteller abhängig, sodass sich Veränderungen bei Volkswagen und Škoda auf die gesamte tschechische Wirtschaft auswirken.
Erst einen Tag vor der Mitteilung von Škoda hat Volkswagen bekannt gegeben, dass der Konzern seine Modellpalette drastisch verkleinern und die Kapazitäten kürzen wolle. Der Konzern vereint eine Vielzahl verschiedener Marken unter einem Dach und hat bereits seit Jahren mit Absatzproblemen zu tun. Durch konzerninterne Regelungen, wie das „Volkswagen-Gesetz“, sind die Entscheidungsprozesse bei Volkswagen von verschiedenen Akteuren beeinflusst, zu denen auch das Bundesland Niedersachsen gehört.
Quelle: Reuters – Skoda Auto says it is not directly impacted by VW overhaul plans








Wird geladen...