In Pamplona, im Volkswagen-Werk Navarra, hat die Serienproduktion des neuen Einstiegs-Elektroautos Škoda Epiq begonnen. Es ist das erste Mal in der Geschichte der tschechischen Marke, dass ein Modell in Spanien gefertigt wird. Bislang war lediglich der Superb außerhalb der heimischen Werke in Produktion gegangen, allerdings in der Slowakei. Mit dem Epiq weitet Škoda seine europäische Fertigungspräsenz nun deutlich aus.
Der Schritt folgt einer klaren Logik innerhalb des Volkswagen-Konzerns. Der Epiq gehört zur sogenannten Electric Urban Car Family der Brand Group Core, zu der auch der Cupra Raval, der VW ID. Polo und der VW ID. Cross zählen. Alle vier Modelle werden in Spanien produziert, was die Synergien innerhalb der Gruppe bestmöglich ausnutzen soll. Škoda-Produktionsvorstand Andreas Dick formuliert es so: „Durch die effiziente Kapazitätsverteilung innerhalb des Volkswagen-Konzerns können wir den Hochlauf wichtiger Elektromodelle unterstützen und gleichzeitig eine hohe Produktionsqualität sowie wettbewerbsfähige Kosten sichern.“ Für die tschechischen Werke bedeutet das: Freigehaltene Kapazitäten für andere, stark nachgefragte Modelle.
Das Werk in Pamplona ist kein unbeschriebenes Blatt. Seit 1965 in Betrieb und seit 1984 Teil des Volkswagen-Konzerns, hat die Anlage bislang mehr als zehn Millionen Fahrzeuge produziert. Rund 5000 Beschäftigte fertigen dort täglich mehr als 1400 Autos. Bisher liefen ausschließlich Verbrennermodelle vom Band, etwa der Taigo und der T-Cross. Mit dem Epiq beginnt der Wandel, der VW ID. Cross soll folgen. Verbrennungs- und Elektrofahrzeuge werden dabei auf derselben Linie montiert, was dem Werk eine hohe Flexibilität bei Nachfrageverschiebungen ermöglicht.
Einstieg ins Elektrosegment mit neuem Unterbau
Der Epiq ist das günstigste Elektroauto in Škodas aktuellem Portfolio. Beim Weltpremieren-Auftritt in Zürich im Mai wurde ein Einstiegspreis von rund 26.000 Euro kommuniziert. Das Modell basiert als erstes Škoda-Fahrzeug auf der neuen MEB+-Plattform und setzt als erstes Modell die sogenannte Modern Solid-Designsprache vollständig um. CEO Klaus Zellmer kommentiert den Produktionsstart so: „Wir machen das Fahren mit Elektroantrieb erreichbarer denn je, mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis, für den Alltag gemacht und bereit, neue Kund:innen willkommen zu heißen.“
Technisch bietet der Epiq Antriebsvarianten zwischen 85 und 155 kW sowie verschiedene Akkugrößen. Die maximale Reichweite gibt Škoda mit rund 440 Kilometern an. Trotz kompakter Außenabmessungen soll der Innenraum durch die neue Plattformarchitektur großzügig ausfallen. Sicherheits- und Assistenzsysteme aus höheren Fahrzeugklassen sind ebenfalls verfügbar.

Zusammen mit dem ebenfalls für 2026 angekündigten Peaq soll der Epiq die Elektromodell-Palette der Marke in diesem Jahr verdoppeln. Enyaq und Elroq hätten zuletzt Rekordverkäufe in Europa erzielt, so Zellmer, was die Basis für diesen nächsten Schritt lege.
Quelle: Škoda – Pressemitteilung









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