Škoda steht kurz vor einem bedeutenden Schritt: Am 23. Juni feiert der Peaq seine Weltpremiere. Das neue Flaggschiff des tschechischen Automobilherstellers basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen Konzerns und soll mit bis zu sieben Sitzplätzen, einer Reichweite von über 600 Kilometern sowie einem adaptiven Fahrwerk das obere Ende der Modellpalette besetzen. Doch bevor das Elektro-SUV auf die Straße kommt, durchlief es ein umfangreiches Testprogramm auf drei Kontinenten.
Mehr als 1,5 Millionen Kilometer legten die Prototypen in Europa, Afrika und Nordamerika zurück, begleitet von Teams aus der Entwicklungs- und Qualitätsabteilung. Ergänzt wurden die Fahrversuche durch virtuelle Methoden: Mithilfe von Hochleistungsrechnern simulierten die Ingenieure eine Vielzahl von Szenarien, bevor die Fahrzeuge in realen Bedingungen auf die Probe gestellt wurden.
Škoda Peaq: Zwischen Wüstenhitze und Polarkreis
Die Bandbreite der Testumgebungen war erheblich. Im Norden, rund 200 Kilometer jenseits des Polarkreises, sank die Temperatur auf bis zu minus 40 Grad Celsius. Dort prüften die Ingenieure unter anderem, wie schnell die Scheiben enteist werden können, wie effizient die Innenraumheizung arbeitet und wie sich das Fahrzeug auf Schnee und Eis verhält. Ziel war es, Bodenhaftung, Stabilität und die Zuverlässigkeit der Sicherheitssysteme unter widrigen Bedingungen sicherzustellen.
Am anderen Ende des Klimaspektrums standen Wüstentests bei extremer Hitze. Über zwölf Monate wurden die Testfahrzeuge intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt, um die Langlebigkeit von Lack und Kunststoffkomponenten zu beurteilen. Bremsen, Fahrwerk und Kühlsysteme mussten hohen thermischen Anforderungen standhalten, und auch die Klimaanlage wurde daraufhin überprüft, ob sie den Innenraum bei extremer Außentemperatur zuverlässig kühlen kann. Auf Schotterstrecken testeten die Teams zudem die Abdichtung des Innenraums sowie die Widerstandsfähigkeit der Karosserie gegen Steinschlag.
Johannes Neft, Vorstandsmitglied für Technische Entwicklung bei Škoda Auto, beschreibt den Ansatz so: „Wir haben den Peaq sowohl in Labors, darunter Klimakammern und Windkanäle, als auch unter realen Bedingungen ausgiebig getestet. Ziel war es, sicherzustellen, dass alle Komponenten auch in Extremsituationen korrekt und zuverlässig funktionieren.“
Peaq nutzt neue MEB+-Plattform vollständig aus
Technisch schöpft der Peaq die MEB+-Plattform vollständig aus. Neben neuen, effizienten Elektromotoren verfügt das Fahrzeug über ein adaptives DCC-Fahrwerk sowie Batterien, die laut Hersteller eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern ermöglichen sollen. Zur Serienausstattung gehört zudem ein Soundsystem des Herstellers Sonos, das erstmals in einem Škoda-Modell verbaut wird.
Auch bei den sogenannten Simply Clever-Funktionen wartet der Peaq mit einer Neuerung auf: Scheibenwischer mit integrierten Waschdüsen kommen erstmals in einem Modell der Marke zum Einsatz. Das Sieben-Sitzer-SUV soll nach Angaben des Unternehmens durch niedrige Innengeräusche und ausgewogene Fahreigenschaften überzeugen. Wie der Markt auf das neue Flaggschiff reagiert, wird sich ab dem 23. Juni zeigen.
Quelle: Škoda – Pressemitteilung









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