Škoda Peaq: Extremtests auf drei Kontinenten gemeistert

Škoda Peaq: Extremtests auf drei Kontinenten gemeistert
Copyright:

Škoda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Škoda steht kurz vor einem bedeutenden Schritt: Am 23. Juni feiert der Peaq seine Weltpremiere. Das neue Flaggschiff des tschechischen Automobilherstellers basiert auf der MEB+-Plattform des Volkswagen Konzerns und soll mit bis zu sieben Sitzplätzen, einer Reichweite von über 600 Kilometern sowie einem adaptiven Fahrwerk das obere Ende der Modellpalette besetzen. Doch bevor das Elektro-SUV auf die Straße kommt, durchlief es ein umfangreiches Testprogramm auf drei Kontinenten.

Mehr als 1,5 Millionen Kilometer legten die Prototypen in Europa, Afrika und Nordamerika zurück, begleitet von Teams aus der Entwicklungs- und Qualitätsabteilung. Ergänzt wurden die Fahrversuche durch virtuelle Methoden: Mithilfe von Hochleistungsrechnern simulierten die Ingenieure eine Vielzahl von Szenarien, bevor die Fahrzeuge in realen Bedingungen auf die Probe gestellt wurden.

Škoda Peaq: Zwischen Wüstenhitze und Polarkreis

Die Bandbreite der Testumgebungen war erheblich. Im Norden, rund 200 Kilometer jenseits des Polarkreises, sank die Temperatur auf bis zu minus 40 Grad Celsius. Dort prüften die Ingenieure unter anderem, wie schnell die Scheiben enteist werden können, wie effizient die Innenraumheizung arbeitet und wie sich das Fahrzeug auf Schnee und Eis verhält. Ziel war es, Bodenhaftung, Stabilität und die Zuverlässigkeit der Sicherheitssysteme unter widrigen Bedingungen sicherzustellen.

Am anderen Ende des Klimaspektrums standen Wüstentests bei extremer Hitze. Über zwölf Monate wurden die Testfahrzeuge intensiver Sonneneinstrahlung ausgesetzt, um die Langlebigkeit von Lack und Kunststoffkomponenten zu beurteilen. Bremsen, Fahrwerk und Kühlsysteme mussten hohen thermischen Anforderungen standhalten, und auch die Klimaanlage wurde daraufhin überprüft, ob sie den Innenraum bei extremer Außentemperatur zuverlässig kühlen kann. Auf Schotterstrecken testeten die Teams zudem die Abdichtung des Innenraums sowie die Widerstandsfähigkeit der Karosserie gegen Steinschlag.

Johannes Neft, Vorstandsmitglied für Technische Entwicklung bei Škoda Auto, beschreibt den Ansatz so: „Wir haben den Peaq sowohl in Labors, darunter Klimakammern und Windkanäle, als auch unter realen Bedingungen ausgiebig getestet. Ziel war es, sicherzustellen, dass alle Komponenten auch in Extremsituationen korrekt und zuverlässig funktionieren.“

Peaq nutzt neue MEB+-Plattform vollständig aus

Technisch schöpft der Peaq die MEB+-Plattform vollständig aus. Neben neuen, effizienten Elektromotoren verfügt das Fahrzeug über ein adaptives DCC-Fahrwerk sowie Batterien, die laut Hersteller eine Reichweite von mehr als 600 Kilometern ermöglichen sollen. Zur Serienausstattung gehört zudem ein Soundsystem des Herstellers Sonos, das erstmals in einem Škoda-Modell verbaut wird.

Auch bei den sogenannten Simply Clever-Funktionen wartet der Peaq mit einer Neuerung auf: Scheibenwischer mit integrierten Waschdüsen kommen erstmals in einem Modell der Marke zum Einsatz. Das Sieben-Sitzer-SUV soll nach Angaben des Unternehmens durch niedrige Innengeräusche und ausgewogene Fahreigenschaften überzeugen. Wie der Markt auf das neue Flaggschiff reagiert, wird sich ab dem 23. Juni zeigen.
Quelle: Škoda – Pressemitteilung

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Skoda Elektroautos

Premiere: Škoda startet Serienproduktion des Eqip in Spanien

Premiere: Škoda startet Serienproduktion des Eqip in Spanien

Sebastian Henßler  —  

Im Volkswagen-Werk Pamplona hat die Serienproduktion des Škoda Epiq begonnen. Das E-Auto kostet ab rund 26.000 Euro und basiert auf der neuen MEB+-Plattform.

Škoda Peaq: Design des neuen Elektro-SUV enthüllt

Škoda Peaq: Design des neuen Elektro-SUV enthüllt

Sebastian Henßler  —  

Škoda hat erste Skizzen seines elektrischen Siebensitzers Peaq veröffentlicht. Die Weltpremiere des SUV-Flaggschiffs findet am 23. Juni in Frankreich statt.

Škoda-CEO zu Range Extendern: „Nicht zwingend nötig“

Škoda-CEO zu Range Extendern: „Nicht zwingend nötig“

Sebastian Henßler  —  

Škoda-CEO Klaus Zellmer spricht über die Epiq-Produktion in Spanien, eine Rendite über Porsche-Niveau und die Frage, wann 800 Volt kommen.

Škoda Epiq: „Nicht der Günstigste“ – und das ist Absicht

Škoda Epiq: „Nicht der Günstigste“ – und das ist Absicht

Sebastian Henßler  —  

Škoda Epiq ab 25.900 Euro: Zellmer nennt es „Value for Money“ – kein Preiskampf, sondern das bessere Gesamtpaket gegen eine wachsende chinesische Konkurrenz.

Škoda Epiq First Edition: Fakten zum stärksten Epiq-Modell

Škoda Epiq First Edition: Fakten zum stärksten Epiq-Modell

Sebastian Henßler  —  

Die Škoda Epiq First Edition kombiniert das stärkste Antriebspaket mit exklusiven Akzenten, schwarzem Dach und 20-Zoll-Rädern – limitiert verfügbar.

Škoda zeigt erste Innenraumskizzen des Epiq

Škoda zeigt erste Innenraumskizzen des Epiq

Maria Glaser  —  

Škoda hat in dieser Woche weitere Details zu dem elektrischen Modell Epiq bekanntgegeben, darunter Innenraumskizzen sowie den Termin zur Weltpremiere.