Share Now – ein Global Player entsteht

Share Now – ein Global Player entsteht
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Share Now

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 4 min

Was ist „Share Now“? Es handelt sich um ein gemeinsames Joint Venture-Projekt der BMW Group und der Daimler AG. Am 22. Februar 2019 fand die Vorstellung in Berlin statt.

Der CEO von Share Now, Olivier Rappert, bringt die dahinter stehende Vision auf den Punkt: Es handelt sich um die Verfügbarkeit nachhaltiger Mobilität und eine Verringerung der Emissionen. Ein Versprechen, welchem die Politik in den allermeisten Metropolen hinsichtlich messbarer Ergebnisse offensichtlich noch ratlos hinterher hinkt.

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Die Idee hinter Share Now

Die vier anderen Dienstleistungsunternehmen der beiden Mobilitätsriesen, bekannt unter REACH NOW, CHARGE NOW, PARK NOW und FREE NOW, werden noch als unabhängige Player weiter bestehen aber dennoch voneinander profitieren. Denn ihre Stoßrichtung ist dieselbe, worin die nunmehr gebündelten Ressourcen und Technologien aufgehen werden: die Erfüllung der Mobilitätsbedürfnisse von Millionen Menschen unter der Prämisse der Nachhaltigkeit. Share Now ist nun weltweiter Marktführer beim Car-Sharing.

Die Umsetzung

Die Zielsetzung von Car-Sharing sollte heute jedem klar sein: Abgesehen vom fast permanenten Parkplatzmangel in den Städten, der mittels Car-Sharing verringert wird, sind es einmal mehr die regionalen Umweltbelastungen durch den Individualverkehr, deren Reduktion dadurch sogar rechnerisch und klar erfassbar wurden. Eigentlich sind das sogar die einzigen für jedermann überprüfbare Maßnahmen, welche aktuell möglich sind.

BMW i3 im Auftrag von Share Now

Man kann nämlich gesichert sagen, dass ein Fahrzeug, welches auf diese Weise eingesetzt wird, zwischen drei und acht Autos ersetzt. Es wird sechs Mal häufiger benutzt. Das System etablierte sich nicht umsonst an seinen Standorten als individuelle Ergänzung des öffentlichen Nahverkehrs.

Wie profitiert der Einzelne?

Die persönlichen Vorteile der Kundschaft sind im Vergleich zu anderen Mobilitätsformen weitreichend: Völlige Flexibilität rund um die Uhr – man meldet ein Fahrzeug schlicht an oder ab. Die gesamten Abläufe, wie der Bezahl- und Buchungsvorgang, finden digital und damit maximal komfortabel statt. Es handelt sich freilich stets um attraktive Auto-Marken, welche man als Fahrer auf diese Weise näher kennenlernen und verwenden kann.

Die Abrechnungen sind übrigens minutengenau und es gibt auch reine Stundentarife. Wohlgemerkt ohne Bindung oder sonstige Knebelungsverträge wie hingegen beim Provider & Co. Sogar eine international ausgerichtete Nutzungsmöglichkeit ergibt sich durch den Zusammenschluss, ganz stress- und problemfrei. Natürlich beschränkt sie sich – zumindest jetzt – auf Europa und Nordamerika. Wer seine Reisen nur noch elektrisch betrieben tätigen möchte, kann diese Bestrebung nunmehr einfach selber realisieren.

Lebensqualität

Das Konzept dient der Erhöhung der Lebensqualität in den Städten. Es wird außerdem die Leistbarkeit der eigenen Mobilität einzelner Bürger begünstigt. Durch den Zusammenschluss erwartet sich die Geschäftsführung berechtigterweise die Möglichkeit, weitere wesentliche Aspekte umsetzen zu können, welche die Beliebtheit beim Kunden erhöhen und gleichermaßen die Nachteile des Individualverkehrs verringern.

Dabei ist der Geschäftsführung naturgemäß ein zentrales Anliegen, die Anzahl der elektrisch betriebenen Kilometer zu erhöhen und andere zu ersetzen.

Ressourcen gemeinsam nutzen – eine Idee, die hält

Nicht nur Car-Sharing an sich baut auf die Idee der gemeinsamen Ressourcen-Nutzung auf. Share Now ist nichts anderes als ein Ausdruck der dahinter stehenden Logik, selbst anhand des eigenen Portfolios.

Mini und smart gegenüber - Share Now

Da haben wir auf der einen Seite Car2go –  eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Daimler AG. Sie betreibt mittlerweile in 26 Metropolen das bewährte Car-Sharing-System, wovon es an 4 Standorten auf die Verwendung von fossilen Treibstoffen komplett verzichtet. Selbst in China konnte es sich etablieren.

Drive Now auf der anderen Seite kann als sein Pendant der BMW Group beschrieben werden, das in Europa 12 Standorte unterhält. Mit ihm kommt etwa der BMW i3 ins Spiel, dessen Leistbarkeit für viele seiner Fahrer ansonsten illusionär wäre. 20.000 Fahrzeuge bilden die Flotte der Marken BMW, MINI und Smart.

3 Millionen Kunden in Europa und 1 Million Kunden in Nordamerika werden nun durch die Kräftebündelung bereichert. Damit werden Dimensionen erreicht, welche den Zugang für weitere, neue Optionen eröffnen. Der Zusammenschluss darf daher als Startschuss für neue Wege gelten.

Zahlen und Fakten zu Share Now

Share Now unterhält insgesamt 20 Standorte in Europa und 10 in Übersee. 13 davon bieten teilelektrisch betriebene Autos, 4 Standorte inzwischen rein elektrisch betriebene Fahrzeuge an. Damit summieren sich die täglichen elektrisch betriebenen Fahrten auf 14.000 mit einer Gesamtstrecke von zumindest 120 Millionen Kilometern. Hierfür stehen 3.200 elektrische Autos zur Verfügung.

Die aktuellen Apps der beiden fusionierten Unternehmen zeigen die Flotten des jeweils anderen genauso an. Dabei sprechen wir von über 7.000 BMW-Modellen, Mercedes Benz-, Smart- und MINI-Modellen. Durch die Fusion verbessert sich die jeweilige Verfügbarkeit als auch die Palette der Auswahl rapide – ohne Zusatzkosten. In Zukunft wird aber eine gemeinsame App entstehen. Doch das ist noch das kleinste Vorhaben des neuen Giganten.

Quelle: BMW / Mercedes-Benz – Pressemitteilung vom 28. Februar 2019

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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