Renault erwägt zusätzliche Schichten für E-Auto-Produktion

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Maria Glaser
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  —  Lesedauer 2 min

Der Verkauf von Elektroautos ist bei dem französischen Konzern Renault sprunghaft angestiegen. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs sind die Diesel-und Benzinpreise in vielen Ländern deutlich höher, weshalb Elektroautos vergleichsweise bedeutend günstiger geworden sind. Um 50 Prozent, so der Renault-CEO François Provost, sei der Absatz von Elektroautos auf einigen Märkten, wie Frankreich und Deutschland, gestiegen. In den ersten vier Monaten des Jahres ist der Absatz von vollelektrischen Autos in Europa um 29 Prozent auf fast 1 Million Einheiten gewachsen.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage erwäge Renault sogar die Einführung zusätzlicher Schichten in einigen Werken in der zweiten Jahreshälfte. Konkret sind von diesen Überlegungen die Standorte Douai und Maubeuge in Frankreich sowie Novo Mesto in Slowenien betroffen. Die Angebote chinesischer Autohersteller, Renaults europäische Fabriken für die eigene Produktion zu nutzen, lehnte Provost ab. Viele Hersteller mit europäischen Produktionsstätten, wie Stellantis oder Nissan, verhandeln derzeit Kooperationen, um Überkapazitäten effizienter zu nutzen. „Jeder kontaktiert Renault, und das schon seit langer Zeit“, sagte Provost. Renault versuche jedoch nicht, Probleme mit Personalüberhang oder Überkapazitäten zu lösen. „Wir haben keine“, so der CEO.

Mittelfristig strebe Renault allerdings an, dass der chinesische Batteriehersteller Envision AESC in seinem Werk in Douai mit der Produktion von Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) beginnt. LFP-Batterien sind deutlich günstiger als herkömmliche Elektroautobatterien und dominieren mittlerweile den Markt in China. Da Batterien oft sogar die Hälfte der Kosten eines Elektroautos ausmachen, würde es die Umstellung auf LFP-Batterien für Renault ermöglichen, erschwinglichere Elektroautos anzubieten.

Die Kapazitäten der Zulieferer seien aufgrund des Krieges im Iran überschritten, jedoch habe Renault Provost zufolge keine Probleme bei der Beschaffung von Batterien. Das Unternehmen müsse hart arbeiten, um mit der Nachfrage nach Elektroautos Schritt zu halten. Man werde ein Task Force einrichten, um dieses Problem anzugehen. Provost rechnet zugleich jedoch damit, dass das große Interesse an Elektroautos nachlassen werde, sobald der Iran-Krieg beendet ist und die Kraftstoffpreise sinken.

Quelle: Reuters – Renault EV orders have surged in Europe since Iran war began, says CEO

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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