Polestar und Luminar erweitern ihre Partnerschaft auf den Polestar 5

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Polestar

Felix Katz
Felix Katz
  —  Lesedauer 3 min

Der Autohersteller Polestar und Luminar Technologies setzen ihre Zusammenarbeit fort und integrieren die reichweitenstarke LiDAR-Technologie in den Polestar 3 sowie in zukünftige Modelle wie den Polestar 5.

LiDAR (Abkürzung für „Light Detection And Ranging“)  ist eine hochauflösende Methode zur Umfelderfassung. Dabei wird Licht in Form eines gepulsten Lasers eingesetzt, um Objekte zu erkennen und zu kategorisieren. LiDAR-Sensoren erzeugen präzise, dreidimensionale Informationen über die Form und Oberflächeneigenschaften der umgebenden Objekte. Ein typischer LiDAR-Sensor folgt einem einfachen Prinzip: Er sendet gepulste Lichtwellen in die Umgebung aus, die von umgebenden Objekten reflektiert werden und zum Detektor des Sensors zurückkehren. Die Zeit, die jeder Impuls bis zur Rückkehr benötigt, wird zur Berechnung der zurückgelegten Strecke verwendet.

Die Nutzung der LiDAR-Technologie gewinnt weiter an Dynamik, da der globale Fokus auf Sicherheit und Autonomie der nächsten Generation zunimmt. Die erweiterte Partnerschaft bildet die Grundlage für die Zusammenarbeit beim Industriedesign und der Integration der 3D-Laserscanning-Technologie von Luminar, die in den künftigen Fahrzeugen von Polestar zum Einsatz kommen soll. Dazu gehört nun auch der Polestar 5 – der viertürige Elektro-GT, der voraussichtlich 2024 auf der Basis des Konzeptfahrzeugs Polestar Precept lanciert wird.

Polestar und Luminar erweitern ihre Partnerschaft auf den Polestar 5
Bild: Polestar

Auslieferung des Polestar 3 mit LiDAR ab Ende 2024

Die beiden Unternehmen pflegen über Volvo Cars eine bestehende Partnerschaft, in deren Rahmen Luminar die LiDAR-Technologie für den Polestar 3 liefert. Dieser erste SUV von Polestar, der im Oktober 2022 gelauncht wurde, geht nun mit der LiDAR-Technologie von Luminar auf den ersten Märkten in den Verkauf. Zeitgleich mit der Ankündigung wurde der Verkauf des Polestar 3 mit LiDAR-Technologie von Luminar vorgezogen, sodass Kundinnen und Kunden bereits jetzt Bestellungen aufgeben können. Die Bestellungen in europäischen und nordamerikanischen Polestar-Märkten startete am 2. Februar 2023. „Bestellungen in Australien folgen etwas später im Februar und der Start in China ist für Mitte April geplant“, so das Unternehmen weiter.

Die Bestellmöglichkeiten für alle anderen Märkte beginnen voraussichtlich zu einem späteren Zeitpunkt. Die ersten Auslieferungen des Polestar 3 mit LiDAR sind für Ende 2024 geplant. „Auslieferungen der Bestellungen für den Polestar 3 ohne LiDAR, die ab dem Tag der Weltpremiere (12. Oktober 2022) möglich waren, werden ab dem vierten Quartal 2023 erwartet„, heißt es in einer Pressemitteilung. Generell gäbe es auch keine Änderung bezüglich des erwarteten Liefertermins für den Polestar 3 oder die von Polestar unabhängige Serienproduktion der LiDAR-Technologie von Luminar, versichert der Autobauer.

Polestar und Luminar erweitern ihre Partnerschaft auf den Polestar 5
Polestar 3 (2023) | Bild: Polestar

„Luminar ist führend in der reichweitenstarken LiDAR-Technologie und diese engere Zusammenarbeit wird noch mehr Innovationen in unseren zukünftigen Fahrzeugen ermöglichen. Wir freuen uns darauf, unsere Expertise in Forschung und Entwicklung sowie im Produktdesign zu kombinieren, um so eine wirklich beeindruckende LiDAR-Integration und -Funktionalität für die Marke Polestar bieten zu können“, so Polestar-CEO Thomas Ingenlath. „Die erfolgreiche Zusammenarbeit hat Polestars Wertschätzung von Luminar und unserer Technologie weiter gestärkt. Mit der neuen erweiterten Partnerschaft und dem Pioniergeist, der beide Unternehmen auszeichnet, werden wir die Grenzen der Automobiltechnologie und des Designs für die nächste Generation in neue Gebiete verschieben“, ergänzt Austin Russell, Gründer und CEO von Luminar.

Quellen: Polestar – Pressemitteilung

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Felix Katz

Felix Katz liebt alles, was vier Räder und einen oder gleich mehrere Motoren hat. Nicht nur Verbrenner, sondern vor allem Elektroautos haben es ihm angetan. Als freiberuflicher Autojournalist stromert er nicht nur fast jeden Tag umher, sondern arbeitet seit über zehn Jahren für viele renommierte (Fach-)Medien und begleitet den Mobilitätswandel seit Tag eins mit.

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