Volvo will mit kleinem E-SUV EX30 „eine ganz andere Zielgruppe ansprechen“

Volvo will mit kleinem E-SUV EX30 „eine ganz andere Zielgruppe ansprechen“
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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 3 min

Das neue Modell von Volvo, der Volvo EX30, der das Einstiegsmodell in die Welt der schwedisch-chinesischen Marke sein wird, sei „aus vielen verschiedenen Gründen ein wirklich wichtiges Auto für“ Volvo werden. So Jim Rowan, CEO von Volvo, gegenüber Automotive News Europe. So erreiche der Hersteller mit dem günstigeren Modell eine breitere Kundenschicht und kann „eine ganz andere Zielgruppe ansprechen“, wie Rowan verlauten lässt.

Volvos neuer kleiner Elektro-SUV mit dem Namen EX30 wird laut Jim Rowan, dem globalen Chef des Unternehmens, am 15. Juni offiziell vorgestellt. Das neue Modell, das in Bezug auf Größe und Preis unterhalb des XC40 angesiedelt sein wird, soll in Australien im Jahr 2023 auf den Markt kommen, da die Marke ihr Versprechen einlösen will, bis 2026 vollständig auf Elektroantrieb umzustellen. Eine Markteinführung analog hierzu in Europa ist vorstellbar.

Rowan geht immer noch davon aus, dass Volvo bis 2025 die Preisparität für vollelektrische und Verbrennerautos erreichen kann. Zwar seien momentan die Lithium-Preise sehr hoch, dürften aber angesichts der gesteigerten Abbau-Mengen bald wieder sinken. Hierdurch dürfte es dann auch möglich sein den Stromer preislich interessant am Markt zu positionieren. Mit seinem niedrigeren Preis, seiner geringeren Größe und seinem kühnen Außendesign, das vor allem jüngere Käufer anspricht, wird der EX30 für Volvo eine wichtige Rolle spielen.

„Als nächstes bringen wir einen kleineren SUV heraus“, sagte Rowan bei einem Besuch in Australien gegenüber Wheels. „Wir haben euch das schon im November angedeutet, also werden wir am 15. Juni einen kleineren SUV auf den Markt bringen, also irgendwann Mitte Juni dieses Jahres.“ Während offizielle Details zum EX30 noch nicht bestätigt sind, hat Rowan einige Informationen zur Positionierung und zum Zielmarkt gegeben.

„Der neue kleinere [SUV] ist eine neue Ergänzung der Produktpalette“, sagte er. „Die Altersdemografie bei Volvo ist etwas älter, als wir es gerne hätten. Wir würden gerne mehr jüngere Leute für die Marke begeistern. Ich denke, das ist ein wirklich gutes Preisniveau für ein Einstiegsmodell. Sehr sicher, gute Reichweite, gute Größe, kleiner als ein 40er, wir werden eine ganz andere Zielgruppe ansprechen, wahrscheinlich zum ersten Mal. Und diese jüngere Zielgruppe werden wahrscheinlich diejenigen sein, die online einkaufen.“

So werde die Möglichkeit den SUV online zu kaufen, beziehungsweise diesen über kurz- oder langfristige Abonnements zu leasen, ein wesentlicher Bestandteil des Erfolgs des neuen Modells sein. Für Europa geht man beispielsweise davon aus, dass das Durchschnittsalter der Interessenten um rund 9,5 Jahre sinkt, wenn man ein dreimonatiges Mindestabonnement anbietet

„Wenn wir das [EX30] also als Abonnementmodell zu diesem frühen Preispunkt anbieten, bei dem man wirklich gute monatliche Kosten hat, werden die jüngeren Leute, die zum ersten Mal auf den Markt kommen, online kaufen“, so Rowan weiter. Der EX30 wird auf der SEA-Architektur von Geely gebaut, die derzeit vom Zeekr 001 verwendet wird und auch dem kommenden Polestar 4 zugrunde liegen wird.

Er stellt für den Kompakten-Elektro-SUV eine „Top-Sicherheitsausrüstung, ein fantastisches Fahrgefühl und hohe Qualität“ in Aussicht zu erschwinglicheren Preisen, als es derzeit beim elektrischen XC40 der Fall ist, der ab gut 45.000 Euro zu haben ist. Den EX30 soll es daher auch mit verschiedenen Batteriegrößen geben, damit ein Kunde jene Variante wählen kann, die am besten zu seinem Lebensstil und seinem Budget passt.

Quelle: whichcar.com.au – Volvo EX30 set for June 15 reveal; will “talk to a completely different demographic”

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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