Der globale Markt für E-Auto-Batterien ist im ersten Quartal um 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gewachsen. Insgesamt wurden zwischen Januar und März weltweit Batterien mit einer Kapazität von 244,6 Gigawattstunden (GWh) verbaut – das geht aus Daten des südkoreanischen Marktforschungsunternehmens SNE Research hervor. Während der chinesische Hersteller CATL seine Führungsposition weiter ausbaute, gerieten die drei großen südkoreanischen Batteriehersteller zunehmend unter Druck.
CATL verzeichnete im ersten Quartal Installationen von 99,5 GWh – ein Plus von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Marktanteil stieg damit auf 40,7 Prozent, nach 38,5 Prozent im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Treiber dieses Wachstums waren vor allem steigende Absatzzahlen bei chinesischen Automobilherstellern wie Seres, Nio und Li Auto. Darüber hinaus diversifiziert CATL sein Kundenportfolio zunehmend in Richtung globaler Hersteller wie Toyota, Kia und Škoda.
BYD hingegen musste im gleichen Zeitraum einen Rückgang verzeichnen. Mit 33,5 GWh sanken die Installationen um 8,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr; der Marktanteil fiel von 16,2 auf 13,7 Prozent. Ursache war vor allem der schwache Absatz eigener Fahrzeuge im chinesischen Heimatmarkt. Zuwächse bei Kunden wie Xiaomi und Fangchengbao konnten diesen Rückgang nicht vollständig ausgleichen. BYD hält damit zwar den zweiten Platz im globalen Ranking, zeigt aber eine wachsende Abhängigkeit von den Schwankungen des eigenen Fahrzeuggeschäfts.
Südkoreanische Hersteller verlieren gemeinsam an Boden
LG Energy Solution verteidigte mit 23,7 GWh und einem Marktanteil von 9,7 Prozent Rang drei. Das entspricht einem Wachstum von 6,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum – getragen unter anderem durch steigende Tesla-Installationen infolge des Model-Y-Absatzes sowie durch neue Kia-Modelle wie den EV4. Dennoch meldete das Unternehmen für das erste Quartal einen operativen Verlust, was den Profitabilitätsdruck verdeutlicht.

Schlechter schnitten SK On und Samsung SDI ab. SK On verzeichnete mit 9,0 GWh einen Rückgang von 10,4 Prozent; Samsung SDI verlor mit 5,3 GWh sogar 27,7 Prozent und fiel damit aus den Top Ten des globalen Rankings heraus. Als zentraler Belastungsfaktor gilt ein Einbruch der E-Auto-Verkäufe im US-Markt um 28,4 Prozent. Bei Samsung SDI wirkten sich zusätzlich schwache Absatzzahlen bei BMW, Audi und Rivian aus. Die Produktionsunterbrechung des Ford F-150 Lightning belastete wiederum SK On spürbar. Zusammengenommen kamen die drei koreanischen Hersteller im ersten Quartal auf einen kombinierten Marktanteil von 15,6 Prozent – ein Rückgang um 2,1 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr.
Dahinter positionierten sich vier weitere chinesische Hersteller. CALB erreichte mit 11,6 GWh und einem Wachstum von 31,7 Prozent Rang vier. Gotion High-tech folgte mit 10,2 GWh auf Platz fünf, während Eve Energy, Svolt Energy und Sunwoda mit 7,5, 6,5 und 5,5 GWh die Plätze acht bis zehn belegten. Japans Panasonic kam mit 9,1 GWh auf Rang sechs – ein moderates Plus von 4,0 Prozent, das vor allem durch das starke Model-Y-Geschäft mit Tesla gestützt wurde.
Marktstruktur verschiebt sich regional
Das erste Quartal 2026 zeigt eine zunehmende Divergenz zwischen den Regionen. Während der nordamerikanische und der chinesische Heimatmarkt Schwäche signalisierten, verzeichneten Europa sowie Märkte in Asien außerhalb Chinas weiterhin Wachstum.
Für die koreanischen Hersteller bedeutet das eine strategische Neuausrichtung: LG Energy Solution, SK On und Samsung SDI bauen ihr Engagement in Bereichen wie stationäre Energiespeicher, Rechenzentrum-Infrastruktur und Batterie-Backup-Systeme aus – mit dem Ziel, die Abhängigkeit vom schwankenden E-Auto-Geschäft zu verringern.
Quelle: SNE Research – Global Monthly EV and Battery Monthly Tracker, April 2026 / CnEVPost – Global EV battery market share in January-March 2026: CATL 40.7%, BYD 13.7%









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