Warum Opel den neuen Grandland als nachhaltig bezeichnet

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Michael Neißendorfer
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  —  Lesedauer 4 min

Der neue Grandland ist eines der Top-Modelle von Opel. Mit bis zu 700 Kilometer Reichweite wollen die Rüsselsheimer mit dem E-SUV den ein oder anderen Elektroauto-Skeptiker vom E-Antrieb überzeugen. Und auch in puncto Nachhaltigkeit soll der neue Grandland früheren Modellen überlegen sein, wie Opel in einer aktuellen Mitteilung erklärt.

Schon auf den ersten Blick setzt der neue Opel Grandland Zeichen: Er ist das erste Serienmodell, das den beleuchteten Opel-Blitz trägt und ihn sowie die innovative Edge Light-Technologie in den neuen 3D Vizor integriert. Wobei sich für manchen hier sicherlich die Frage stellt, inwiefern ein beleuchtetes Logo, das schließlich auch verkabelt und mit Strom versorgt werden muss, nachhaltiger sein soll als etwa eine klassische Blechplakette. Immerhin: Bei den Leuchteneinheiten kommen ausschließlich energiesparende LED-Scheinwerfer bis hin zum adaptiven Intelli-Lux HD Licht zum Einsatz.

In der Heckansicht will der Grandland ebenfalls Style mit Ressourcenschonung verbinden. So blicken die Kunden erstmals auf einen beleuchteten Opel-Schriftzug, während der Modellname Grandland nicht mehr in Chrombuchstaben erscheint, sondern mittig in die Heckklappe eingeprägt ist – nur ein Beispiel dafür, dass Opel bei der Karosseriegestaltung des Grandland auf Chromapplikationen verzichtet.

Die Designer und Ingenieure haben Opel zufolge schon bei der Entwicklung in vielen Details darauf geachtet, ressourcenschonende Lösungen zu finden, um den CO2-Fußabdruck zu senken, und zugleich ein zukunftsweisendes, attraktives und komfortables SUV auf die Straße zu bringen. Denn ebenso ressourcenschonend wie die Karosserie seien Cockpit und Kabine des neuen Grandland designt worden.

E-Auto-Opel-Grandland-Nachhaltigkeit
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So sollen etwa die serienmäßigen Intelli-Seats mit ihrer das Steißbein entlastenden, mittig in der Sitzfläche verlaufenden Vertiefung entspannten Fahrgenuss ohne Reue bieten: Denn sie seien nicht nur komfortabel ausgelegt, sondern auch nachhaltig produziert. Getreu dem Greenovation-Ansatz von Opel bestehen demnach alle Stoffe und Bezüge im Innenraum zu 100 Prozent aus Materialien mit Recyclinganteil. Das gelte für die Sitze genauso wie für Türverkleidungen, Armaturenträger und Mittelkonsole. Drei Trims sollen außerdem vollständig vegan sein, und selbst die Alcantara-Ausstattung soll zu 50 Prozent auf recycelten Materialien basieren.

Die Entwickler legten demnach zudem Wert darauf, nicht nur die sichtbaren Einrichtungen und Elemente aus recycelten oder recycelbaren Materialien zu fertigen, sondern auch die Teile, die dem Auge zunächst verborgen bleiben. So werde zur Konstruktion des Grandland aufbereitetes Aluminium genauso wie Stahl mit Recyclinganteil genutzt. Darüber hinaus seien im Grandland mehr als 40 Polymerelemente zu finden, die bis zu 80 Prozent aus nachhaltigen Materialien bestehen sollen. In Summe entfallen Opel zufolge mehr als 500 Kilogramm des Grandland-Gewichts auf recycelte und regenerative Rohstoffe.

CO2-Emissionen senken: Neuer Grandland in jeder Variante elektrifiziert

Natürlich trage Opel seinem nachhaltigen Ansatz auch auf Antriebsseite Rechnung: Jeder Grandland ist elektrifiziert – ob als Hybrid mit 48-Volt-Technologie, vollelektrisch oder als Plug-in-Hybrid – und reduziere so die CO2-Emissionen. Möglich macht dies die auf batterie-elektrische Autos ausgelegte STLA Medium-Plattform von Mutterkonzern Stellantis, die mit dem neuen Grandland erstmals bei einem Opel zum Einsatz kommt.

Die Architektur kann einen besonders flachen Batteriepack mit einem bis zu 98 kWh fassenden Akku integrieren. Auf diese Weise fährt der neue Grandland Electric ohne Ladestopp bis zu rund 700 Kilometer lokal emissionsfrei. Die serienmäßige Wärmepumpe wirke sich dabei positiv auf die Batteriereichweite bei Kälte aus.

Einen weiteren Faktor, um den CO2-Fußabdruck zu minimieren, stellen die Batterien selbst dar. Denn sie sind Teil der vom Unternehmen forcierten ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft, die auf den so genannten vier „R“ basiert: Repair, Remanufacture, Reuse und Recycle.

Um dies zu ermöglichen, wurde am Produktionsstandort des neuen Grandland in Eisenach ein Battery Shop eingerichtet. Und last, but not least, sorge der in Rüsselsheim designte sowie entwickelte und in Eisenach gebaute Grandland dafür, dass das Elektro-SUV „made in Germany“ die Produktions- und Transportwege kurz hält – und so auch mittelbar zur Verringerung von CO2 und weiteren Emissionen beiträgt.

Quelle: Opel – Pressemitteilung vom 11.09.2024

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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