Milence eröffnet viertes Ladezentrum in den Niederlanden

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Milence

Maria Glaser
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Milence hat vor wenigen Tagen sein viertes Ladezentrum in den Niederlanden am Standort Deurningen-Hengelo mit fünf Ladestationen und 400-Kilowatt-CCS-Ladegeräten eröffnet. Das europäische Joint Venture der Unternehmen Volvo, Traton und Daimler baut damit sein wachsendes europäisches Ladenetzwerk weiter aus. Für den Ausbau der Ladeinfrastruktur erhielt Milence erst im Mai Finanzierungen in Höhe von 120 Millionen Euro.

Der neue Standort liegt an der Autobahn A1 am TEN-T-Korridor Nordsee–Ostsee und verbindet wichtige Logistikrouten zwischen Deutschland, den Niederlanden und Belgien. Davon soll grenzüberschreitender elektrischer Güterverkehr profitieren. Es ist Teil der sogenannten Corridor-First-Strategie von Milence, die darauf abzielt, öffentliche Ladeinfrastruktur entlang der verkehrsreichsten Güterverkehrskorridore in Europa zu priorisieren. Der Standort Deurningen-Hengelo kann in Zukunft mit steigender Nachfrage auch erweitert werden.

Nachhaltigkeit bereits im Bauprozess

Bei dem Ladeknotenpunkt handelt es sich um den ersten Standort von Milence, der mit emissionsfreien Baumaschinen errichtet wurde. Damit wolle das Unternehmen nach eigenen Angaben zeigen, wie Ladeinfrastruktur für elektrische Schwerlastfahrzeuge noch nachhaltiger realisiert werden kann. Der Übergang zu einem fossilfreien Straßenverkehr beginne nicht erst, wenn ein Elektro-Lkw zum ersten Mal an die Ladestation angeschlossen wird, sondern bereits beim Bau der Infrastruktur selbst, so die Pressemitteilung.

Der Einsatz elektrischer Baumaschinen beim Aufbau des Ladezentrums Deurningen-Hengelo gilt als Testfall für zukünftige Projekte, wobei die gesammelten Erfahrungen bei der Planung, Logistik und dem Laden in kommende Projekte einfließen. Insgesamt erfordere der Einsatz elektrischer Baumaschinen eine sorgfältige Planung der Bauarbeiten, der Ladepläne und der Logistik vor Ort, so das Unternehmen. „Die aus diesem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden uns dabei helfen, künftige Ladezentren zu entwickeln, die noch effizienter, einheitlicher und zukunftssicherer sind“, sagt Maarten Jaspers, COO von Milence.

Auch bei der Auswahl von Baumaterialien für die Ladestationen habe Milence besonders auf Nachhaltigkeit geachtet. Die Bögen und Vordächer bestehen aus PEFC-zertifiziertem Holz und das Fundament besteht aus faserverstärktem Beton und Glasfaserdübeln, was den Stahlbedarf reduziert. „Von Anfang an haben wir uns mit den von uns verwendeten Materialien auseinandergesetzt und überlegt, wie wir den Bauprozess intelligenter, effizienter und mit einem möglichst geringen CO2-Fußabdruck gestalten können“, erklärt Jaspers.

Die Ladesäulen wurden auf dem Rastplatz Frans op den Bult errichtet. Zur Versorgung vor Ort gehören daher auch ein Restaurant sowie Sanitäranlagen. „Seit zweihundert Jahren ist Frans op den Bult ein Treffpunkt für Fahrende auf der Straße“, so Pauline Scholten-Hellegers, Inhaberin von Frans op den Bult. „Fahrende finden hier alles, was sie brauchen, um sich selbst und ihre Fahrzeuge wieder aufzuladen, damit sie ihre Reise sicher und komfortabel fortsetzen können“, sagte Scholten-Hellegers weiter.

Quelle: Milence – Pressemitteilung vom 15. Juli 2026

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Maria Glaser

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Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

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