Die deutsche Spedition Pflaum nimmt 30 neue Elektro-Lkw des Typs Mercedes eActros 600 in Betrieb. Die Geschäftsführung mit Ruth Pflaum und Matthias Schellenberger sowie die Speditionsleitung waren dafür selbst in Wörth am Rhein im Werk von Daimler Truck. Pflaum pflegt nach eigenen Angaben bereits eine längere Kooperation mit dem Lkw-Hersteller.
Das Modell eActros 600, das es seit wenigen Monaten auch als Autotransporter gibt, ist mit einer Reichweite von rund 550 Kilometern sehr beliebt. So setzt beispielsweise auch der niederländische Logistikdienstleister Simon Loos auf das Modell, während der Elektrotrucker Tobias Wagner den Lkw zum elektrischen Expeditionsmobil modifiziert hat.
Für viele sind Elektro-Lkw inzwischen viel mehr als nur eine nachhaltige Alternative. Dank der vergleichsweise niedrigen Betriebskosten sowie Bequemlichkeiten wie der geräuscharmen Fahrweise ist die Technologie oft wirtschaftlicher und komfortabler. Ähnlich empfindet Matthias Schellenberger von Pflaum: „Wer einmal elektrisch gefahren ist, will selten zurück zum Verbrenner.“
Für das Unternehmen mit Hauptsitz bei Bamberg handelt es sich um eine der bislang größten Investitionen in die Elektromobilität. Pflaum verfolge nach eigenen Angaben eine Nachhaltigkeitsstrategie mit dem Ziel, eine weitgehend emissionsfreie Flotte aufzubauen. Genau genommen sollen bis 2030 drei Viertel der Flotte schadstofffrei betrieben werden. Bei Pflaum können die neuen Elektro-Lkw überwiegend mit erneuerbaren Energien geladen werden.
Nachhaltiger Güterverkehr mit Antriebsmix
Derzeit liegt die Nachhaltigkeitsquote der Spedition Pflaum bei etwa 60 Prozent, wobei verschiedene Antriebsarten einbezogen werden, darunter Fahrzeuge mit HVO100. Sie nutzen nicht-fossilen Dieselkraftstoff, der aus Abfallprodukten gewonnen wird und die Umweltbilanz eines Diesel-Lkw verbessern kann. Die Kosten pro Liter liegen dabei in der Regel einige Cent über dem regulären Dieselpreis.
Auch Lkw, die mit Bio-LNG und Bio-CNG betrieben werden, rechnet Pflaum in die Nachhaltigkeitsquote ein. Dieses verflüssigte bzw. komprimierte Gas stößt deutlich weniger Treibhausgase aus, sofern es sich um Biogas handelt, das ebenfalls aus Abfällen gewonnen wird. Dieser Treibstoff ist relativ günstig im Vergleich zu Diesel, was ihn auch wirtschaftlich attraktiv macht.
Bei mehr als 1000 Lkw, die die Spedition nach eigenen Angaben insgesamt betreibt, wurde die Lücke in der Flotte bei batteriebetriebenen Lkw nun mit den 30 neuen Mercedes eActros zumindest ein Stück weit geschlossen – ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Verkehrswende.
Quelle: Pflaum – Pressemitteilung vom 17. Juli 2026









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