MG bereitet den Einstieg in ein neues Kapitel im Segment der elektrischen Kleinwagen vor. Mit dem geplanten MG2 will die Marke wohl noch im zweiten Halbjahr 2026 ein Modell vorstellen, das preislich attraktiv positioniert ist und zugleich stärker auf britische Designelemente setzt. Damit richtet sich der Hersteller gegen eine wachsende Zahl kompakter Stromer, die in den vergangenen zwei Jahren auf den Markt gekommen sind oder kurz davorstehen.
Als erster Hinweis auf das Projekt galt bereits vor rund zwei Jahren die Ankündigung eines rein elektrischen Pendants zum MG3. Inzwischen hat sich das Umfeld deutlich verändert. Modelle wie der Renault 5, der Citroën e-C3 oder der Fiat Grande Panda haben das Angebot im Bereich der erschwinglichen Elektroautos erweitert. Hinzu kommen Ankündigungen wie der Volkswagen ID. Polo, der Cupra Raval und der Kia EV2, die den Wettbewerb weiter verschärfen werden.
Mehr britischer Charakter als strategisches Signal
Vor diesem Hintergrund setzt MG nach eigenen Angaben auf eine eigenständige Gestaltung. Jozef Kaban, Vizepräsident für globales Design, betonte im Gespräch mit Auto Express, dass das britische Designteam bei diesem Projekt eine besonders prägende Rolle einnehme. Zwar arbeiteten internationale Teams an allen Modellen der Marke mit, doch hier sei der Einfluss aus Großbritannien „noch stärker, sogar führend“. Ziel sei es, ein Auto zu entwickeln, das nicht nur global funktioniere, sondern „vielleicht ein wenig britischer“ wirke.
Kaban beschrieb das künftige Einstiegsmodell als eine Art „süßes Baby in der Familie“ und als „kleines Spielzeug“. Damit verweist er auf die Positionierung innerhalb der Modellpalette: Der MG2 soll das günstigste Elektroauto der Marke werden und neue Kundengruppen ansprechen. Konkrete Details zum Erscheinungsbild nannte er nicht. Klar ist jedoch, dass es sich nicht um eine verkleinerte Ausgabe des MG4 handeln soll. Stattdessen kündigte er eine eigenständige Richtung an, auch wenn einzelne Designelemente an bestehende Modelle erinnern könnten.
David Allison, in Großbritannien für Produktplanung verantwortlich, sieht im Segment der elektrischen Superminis ein Feld, in dem „viele Marken aktiv geworden sind“ und in dem MG vertreten sein müsse. Das neue Modell eröffne aus gestalterischer Sicht und für die Weiterentwicklung der Marke eine Möglichkeit, ein weiteres Statement zu setzen und wieder Präsenz in einem Bereich zu zeigen, der aktuell nicht vollständig abgedeckt werde.
Neue Plattform als Basis für Effizienz und Raum
Technisch dürfte der MG2 auf einer neuen Architektur basieren. Ursprünglich war spekuliert worden, das Auto könne die bekannte „Modular Scalable Platform“ nutzen, die bereits beim MG4 zum Einsatz kommt. Inzwischen hat der Hersteller jedoch die E3-Plattform eingeführt, die stärker auf Effizienz, Innenraumoptimierung und Kostensenkung ausgerichtet ist. Erstmals kam sie beim MG4 Urban zum Einsatz. Die verfügbaren Batterien im MG4 Urban – mit nutzbaren Kapazitäten von 41,9 und 52,8 Kilowattstunden – liegen in einer Größenordnung, die auch im neuen Kleinwagen denkbar erscheint.
Im Innenraum wird erwartet, dass sich der MG2 am aktuellen Markendesign orientiert. Das jüngste Update des MG4 brachte unter anderem einen zentralen 12,8-Zoll-Touchscreen sowie ein digitales 7-Zoll-Instrumentendisplay. Preislich wird in Großbritannien ein Einstieg bei rund 23.000 Euro erwartet.
Quelle: Auto Express – New MG2 due in 2027: £20k EV aims to deliver ‚British‘ style to the supermini clas








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