Klimaschutz: Regierungsberater fordern deutlich mehr E-Autos

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Wolfgang Plank
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Die Arbeitsgruppe der Nationalen Plattform „Zukunft der Mobilität“ (NPM) hält einen deutlich schnelleren Durchbruch bei der E-Mobilität in Deutschland für nötig, um die vereinbarten Klimaschutzziele noch zu erreichen. Das berichtet „automobilwoche.de“ unter Berufung auf die Deutsche Presse Agentur. Dazu müsste die Regierung allerdings noch bestimmte Voraussetzungen schaffen. Gegenüber ihren ursprünglichen Ankündigungen hinkt die Politik weit hinterher.

Berater der Bundesregierung erwarten demnach, dass im Jahr 2030 schon mehr als 80 Prozent aller neu zugelassenen Autos in Deutschland reine Elektroautos sein müssen. Die von der EU-Kommission vorbereitete Verschärfung der Grenzwerte „kann einen nochmals deutlich schnelleren Hochlauf erforderlich machen„, heißt es im Berichtsentwurf der Arbeitsgruppe der Nationalen Plattform Zukunft der Mobilität. Statt der bisher geplanten sieben bis zehn Millionen E-Autos könne „ein Bestand von circa 14 Millionen E-Pkw in 2030 für die Erreichung der Klimaziele erforderlich werden„. Der Entwurf liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Anfang dieses Jahres fuhren erst rund 490.000 Plug-in-Hybride oder vollelektrische Batterieautos auf deutschen Straßen. Um das Ziel von 14 Millionen elektrifizierten Autos bis 2030 zu erreichen, sollten den Experten zufolge bereits 2025 gut zwei Millionen Elektro- und Hybrid-Autos neu zugelassen werden. „Das heißt, bereits zu diesem Zeitpunkt würden mit zwei Dritteln der Neuzulassungen die E-Pkw den deutschen Markt dominieren. Dafür fehlen derzeit in Deutschland und Europa noch die notwendigen Maßnahmen„, so der NPM-Entwurf. Zu Beginn der Mobilitätswende hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stets verkündet, bis 2020 würden bereits eine Million E-Autos auf deutschen Straßen fahren.

Der Anstieg der E-Auto-Zahl werde auch von den Kosten und von einem flächendeckenden, europaweiten Ladesäulennetz abhängen, heißt es bei NPM. Dies umso mehr, als die aktuelle Förderung an großen Teilen der Bevölkerung vorbeigehe. Von den heutigen Kaufprämien in Deutschland „profitieren obere Einkommensgruppen stärker„, ebenso von der Senkung der Dienstwagensteuer bei E-Autos, „denn Geringverdienende haben nur selten einen Dienstwagen„. In diesem Jahr würden 45 E- und Hybridmodelle angeboten. E-Autos müssten aber für alle Einkommensgruppen erschwinglich sein, mahnten die Experten.

Quelle: automobilwoche.de – Regierungsberater halten 2030 schon 14 Millionen E-Autos für nötig

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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