KBA: E-Autos 36 Prozent im Plus – Verbrenner und Tesla rauschen ab

KBA: E-Autos 36 Prozent im Plus – Verbrenner und Tesla rauschen ab
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Michael Neißendorfer
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Im März 2025 verzeichneten die Neuzulassungen von Personenkraftwagen (Pkw) mit 253.497 Einheiten einen Rückgang von -3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. 66,7 Prozent (-6,0 Prozent) der Neuwagen wurden gewerblich und 33,3 Prozent (+0,5 Prozent) privat zugelassen, so das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in seiner aktuellen monatlichen Auswertung.

27,8 Prozent der Neuzulassungen waren Benzinern zuzurechnen, deren Anzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat um -29,4 Prozent abnahm. Die Neuzulassungen der Diesel-Pkw waren mit -21,7 Prozent ebenfalls stark rückläufig, ihr Anteil betrug 14,9 Prozent.

Autos mit alternativen Antrieben schlossen den März hingegen mit positiven Vorzeichen ab und wuchsen gegen den allgemein rückläufigen Trend, was schon seit längerer Zeit zu beobachten ist. Der größte Anteil an den Neuzulassungen entfiel auf Hybridautos (40 Prozent/+22,1 Prozent), darunter Plug in-Hybride (10,5 Prozent/+65,8 Prozent). Reine Elektroautos erreichten ein Plus von 35,5 Prozent. Ihr Anteil an den Neuzulassungen betrug 16,8 Prozent.

Flüssiggasbetriebene Pkw (+1,7 Prozent) waren mit einem Anteil von 0,5 Prozent und erdgasangetriebene Pkw mit 0,0 Prozent vertreten. Für die Antriebsart Wasserstoff wurden erneut keine Neuzulassungen registriert. Der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Pkw-Neuzulassungen sank um 11,7 Prozent und betrug 109,8 g/km.

Seat mit deutlichen Zugewinnen, Tesla kann sich nicht erholen

Unter den deutschen Marken konnten VW (+5,7 Prozent/20,1 Prozent), Audi (+2,4 Prozent/6,9 Prozent) und Mercedes (+1,6 Prozent/8,7 Prozent) leichte Zugewinne erzielen, wobei VW erneut anteilsstärkste deutsche Marke war. Rückläufige Neuzulassungszahlen verzeichneten hingegen die deutschen Marken Smart (-84,0 Prozent/0,1 Prozent), Opel (-26,1 Prozent/3,8 Prozent), Mini (-26,0 Prozent/1,0 Prozent), Porsche (-20,8 Prozent/1,3 Prozent), Ford (-17,5 Prozent/3,5 Prozent) und BMW (-2,4 Prozent/8,2 Prozent).

Bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen legte Seat mit +20,7 Prozent und einem Anteil von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat am deutlichsten zu, gefolgt von Skoda mit +13,6 Prozent. Skoda war zudem mit 7,3 Prozent anteilstärkste Importmarke. Mit mehr als 5000 Neuzulassungen konnten die volumenstärkeren Importmarken Renault (+45,7 Prozent/2,4 Prozent), Dacia (+13,7 Prozent/2,7 Prozent) und Peugeot (+12,6 Prozent/2,4 Prozent) ebenfalls einen Zuwachs bei den Neuzulassungen verbuchen.

Rückgänge verzeichneten dagegen die Importmarken Fiat (-21,6 Prozent/2,0 Prozent), Hyundai (-15,5 Prozent/3,1 Prozent), Toyota (-14,6 Prozent/2,9 Prozent), Volvo (-11,4 Prozent/2,0 Prozent) und Mazda (-5,5 Prozent/2,1 Prozent). Einen weiteren schlechten Monat muss Tesla hinnehmen: Der einstige E-Auto-Primus verzeichnete in Deutschland einen Rückgang von 42,5 Prozent.

Im Bezug auf Segmente und Bauform waren mit einem Anteil von 33,4 Prozent SUVs (+9,0 Prozent) erneut am gefragtesten, gefolgt von der Kompaktklasse, deren Anteil nach einem Rückgang von -16,6 Prozent 16,1 Prozent ausmachte. Zweistellige Anteile erreichten auch Kleinwagen (11,6 Prozent/-13,5 Prozent) und Geländewagen (10,4 Prozent/-5,2 Prozent). Die Obere Mittelklasse (5,5 Prozent) erzielte mit +82,8 Prozent wiederholt die deutlichste Steigerung, gefolgt von Utilities (+17,1 Prozent/4,7 Prozent) und Großraum-Vans (+10,0 Prozent/2,1 Prozent).

Den deutlichsten Rückgang verzeichneten erneut die Minis (2,0 Prozent) mit -44,8 Prozent, gefolgt von Sportwagen (-33,9 Prozent/1,0 Prozent) und Wohnmobilen (-21,4 Prozent/3,1 Prozent). Rückläufige Neuzulassungszahlen zeigten sich auch in der Mittelklasse (-15,1 Prozent/8,3 Prozent), in der Oberklasse (-9,5 Prozent/0,6 Prozent) sowie bei den Mini-Vans (-0,4 Prozent/0,8 Prozent).

Quelle: Kraftfahrt-Bundesamt– Pressemitteilung vom 03.04.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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