Jaguar: Formel E als Startrampe für eigene E-Fahrzeuge

Jaguar: Formel E als Startrampe für eigene E-Fahrzeuge
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Jaguar

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 3 min

Jaguar zieht aus seinen Erfahrungen mit der Formel E Rückschlüsse für die eigenen Serienfahrzeuge. Alle voran dem Jaguar I-PACE, dem ersten reinen Elektroauto von Jaguar. Das Unternehmen investiert in den nächsten Jahren rund 15,3 Milliarden Euro, um künftig elektrifizierte Versionen für alle seine Modelle entwickeln und anbieten zu können. Geplant sei, bis zum Jahr 2025 für sämtliche JLR-Modelle drei Varianten anzubieten, darunter jeweils eine Hybrid- und eine reine Elektro-Version – letztere aber nur bei ausreichender Nachfrage.

Neben reinen Marketingeffekten erhoffen sich die Hersteller technische Erkenntnisse für die Serie. Vonseiten Jaguar sieht man die Formel E als Impulsgeber für die derzeitige Übergangsphase der Elektrifizierung im Pkw-Bereich. Gerade Erkenntnisse aus dem Batteriebereich werden für JLR relevant sein, wenn man in die Endmontage von Batterien für Elektroautos einsteigen und dafür eine Produktion aufbauen wird. So brauche man zwar keine eigene Zellfabrik, werde aber die Herstellung der Batteriemodulepakete nah an die Fahrzeugmontage bringen, wie Ralf Speth, CEO JLR, im Juni zu verstehen gab.

Für Jaguar kam die Formel E genau zur richtigen Zeit. Wie James Barclay, Chef des Teams Panasonic Jaguar Racing, zu bestätigen weiß. Aus seiner Sicht bietet das 2014 ins Leben gerufene Motorsport-Event eine „wertvolle Startrampe“ für die Promotion von modernen Batterie-Elektroautos. Das erste Serienauto, welches rein elektrifziert sein wird, geht ab diesem Jahr in den Verkauf. Weitere sollen folgen – auch bei der Konzernschwester Land Rover. Bei beiden Marken möchte man die Erfahrungen, die man in der Formel E gesammelt hat in Serienfahrzeuge einfließen lassen.

„Wir sehen bereits reale Daten von unseren Aktivitäten in der Formel E, die Relevanz für unsere Serienautos haben: die Konstruktion von einigen der Hardware-Komponenten wie dem E-Motor und dem Inverter, die eingesetzten Materialien und die Art, wie wir sie verwenden, das Gewicht, das wir mit dem Rennauto realisieren, wie wir die Effizienz durch Software und Kontrollsysteme maximieren, wie wir den ganzen Antriebsstrang optimieren – von dem Inverter bis zu den Motoren.“ – James Barclay, Chef des Teams Panasonic Jaguar Racing

Im Kern, so Barclay weiter, gehe es bei der Formel E darum, die Autos so schnell wie möglich für so lange wie möglich fahren zu lassen.

Mit der Jaguar I-PACE eTROPHY Rennserie, als auch der Teilnahme bei der Formel E, beweist Jaguar Land Rover somit, dass man sich dem Ausbau der Elektromobilität und der Entwicklung batterieelektrisch betriebener Fahrzeuge verpflichtet hat. So konnten eigener Aussage nach bereits wichtige Erkenntnisse aus den Formel E-Einsätzen in die Entwicklung zukünftiger Serienmodelle einfließen. Die Jaguar I-PACE eTROPHY wird diesen Lernprozess und den Technologietransfer sicherlich weiter beschleunigen.

Quelle: Ecomento.de – Was sich Jaguar von der Formel E für Serien-Elektroautos erhofft

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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