Auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) Transportation, die Mitte September in Hannover stattfand, wurden zahlreiche Innovationen der Automobilindustrie präsentiert, unter anderem von Farizon, einem Newcomer auf dem deutschen Markt. Die Nutzfahrzeugmarke des chinesischen Konzerns Geely wurde 2016 gegründet und entwickelt elektrifizierte Nutzfahrzeuge für gewerbliche Anwendungen. Dazu gehören Transporter, leichte und schwere Nutzfahrzeuge sowie Busse. Den deutschen Markteintritt machte die Marke im vergangenen April mit dem Farizon SV und dem Farizon V7E. In Hannover zeigte Farizon neben diesen beiden E-Transporter-Modellen erstmals auch den schweren Elektro-Lkw Homtruck.
Diese Präsenz in Deutschland und Europa will Farizon nun weiter ausbauen und richtet seine Strategie auf Service, Verfügbarkeit und Betriebskosten aus. Diese seien, so die Pressemitteilung des Herstellers, inzwischen mitunter wichtiger für Flottenbetreiber, als die einzelnen technischen Leistungswerte wie Reichweite, Ladeleistung oder Batteriekapazität. Auf der IAA seien Service, Ersatzteile, Finanzierung, Fahrzeugverfügbarkeit und Betriebskosten in vielen Gesprächen mit Flottenentscheidern, Journalisten und potenziellen Partnern zentral gewesen.
Insbesondere bei gewerblich eingesetzten Fahrzeugen sei diese Frage relevant, so die Pressemitteilung. Ein Transporter oder Lkw müsse nicht nur die gewünschte Reichweite erreichen, sondern es sei auch entscheidend, was passiert, wenn die Wartung ansteht, ein Fahrzeug ausfällt, Ersatzteile benötigt werden oder eine Flotte finanziert werden muss. „Die Auslieferung eines neuen Fahrzeugs ist nur der Anfang, keineswegs das Ende“, sagte Mike Fan, CEO der Geely Farizon New Energy Commercial Vehicle Group.
Um diese Ziele zu erreichen, gab Farizon während der Messe Kooperationen mit AMF, Allianz, BNP Paribas, CATL, Bosch sowie ZF bekannt und kündigte an, Unternehmens- und Service-Strukturen sowie das europäische Fahrzeugangebot auszubauen. Damit solle schrittweise eine Struktur entstehen, die den Einsatz der Fahrzeuge im europäischen Markt absichert, so die Pressemitteilung.
Auszeichnung für Elektro-Van V7E
Das elektrische Modell V7E von Farizon belegte bei der Preisverleihung des „International Van of the Year“ Platz drei, gemeinsam mit dem Volkswagen Caddy Cargo. Damit lagen die beiden Modelle hinter dem Stellantis ProOne Compact Van auf Platz 2 und dem Renault Trafic E-Tech Electric auf Platz 1.
Bereits im Jahr 2026 konnte der größere Farizon SV beim gleichen Auszeichnungsformat den zweiten Platz erreichen. „Die Platzierung zeigt, dass der V7E von europäischen Nutzfahrzeugjournalisten als relevantes Produkt für den gewerblichen Einsatz wahrgenommen wird. Dieses Ergebnis ist für uns Bestätigung und Ansporn zugleich“, sagte Cook Xue, General Manager of Geely Farizon Auto International.
China Day auf der IAA
China hat sich in den letzten Jahren in vielerlei Hinsicht zum Vorreiter in Sachen Elektromobilität entwickelt. Die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, Fern- und Güterverkehr ist davon nicht ausgenommen und auch im Bereich Batterieentwicklung und -produktion haben chinesische Hersteller die Nase vorn. Um den Dialog zwischen Vertreter:innen der deutschen und chinesischen Autoindustrie zu fördern, wurde daher auf der IAA ein China Day organisiert.
Da Europa über langjährige Erfahrung bei Engineering, Homologation, Sicherheit, Service und Flottenbetrieb verfüge, wolle Farizon diese unterschiedlichen Erfahrungen miteinander verbinden und Technologien so anzupassen, dass sie unter europäischen Bedingungen dauerhaft funktionieren. „Globalisierung ist kein 100-Meter-Sprint, sondern eine langfristige Aufgabe, die Ausdauer, Verlässlichkeit und echtes Commitment zum Markt verlangt“, sagte Dr. Zhaohuan Song, Vice President und Chief Brand Officer der Geely Farizon Group.
Quelle: Farizon – Pressemitteilung vom 22. September 2026









Wird geladen...