Hyundai Inster im Vergleich: Einstiegsversion und Höchstausstattung

Hyundai Inster im Vergleich: Einstiegsversion und Höchstausstattung
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Daniel Krenzer

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  —  Lesedauer 4 min

Der südkoreanische Autohersteller Hyundai hat mit dem Hyundai Inster einen spannenden Elektro-Kleinstwagen auf den Markt gebracht. Nachdem EAN-Herausgeber Sebastian Henßler die Einstiegsvariante im Februar in Frankfurt näher unter die Lupe nehmen konnte, durfte nun unser Redakteur die Einstiegsversion sowie den Inster in Höchstausstattung im direkten Vergleich durch den Taunus navigieren. Für wen ist welche Ausstattungslinie interessant?

Zunächst ein paar Basisdaten zum Modell: Der Inster ist gerade einmal 3,83 Meter lang und sehr schlanke 1,61 Meter „breit“. Mit 1,58 Metern ist er aber für seine Größe relativ hoch, sodass er wie ein kleines, zu heiß gewaschenes SUV erscheint. Das knuffige Lichtdesign sorgt dabei vor allem am Heck dafür, dass der Inster noch einmal schmaler wirkt, als er es tatsächlich ist.

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Angeboten wird er mit zwei Antriebssträngen: Die Basisversion liefert 71 kW (97 PS) und ist mit einem brutto 42 kWh fassenden Akku bestückt, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 140 Stundenkilometern, der „Sprint“ bis 100 Stundenkilometer dauert 11,7 Sekunden.

Die stärkere Version des Inster ist indes mit einem 85 kW (116 PS) starken Elektromotor und einem etwas größeren 49 kWh fassenden Akku versehen. Hier sind 150 Stundenkilometer drin, Tempo 100 ist nach 10,6 Sekunden erreicht. Im Test zur Verfügung stand die Einstiegs-Ausstattungslinie Select mit dem schwächeren Motor sowie die höchste Ausstattungslinie Prime mit dem stärkeren Motor.

Der wahre Elektro-Panda?

Beiden Inster-Varianten gemein ist der für die Größe des Fahrzeugs wirklich sehr ordentliche Stauraum. 280 Liter passen im Normalzustand mindestens in den Kofferraum, bei umgeklappten Sitzen steigt das Ladevolumen auf mehr als 1000 Liter. Das erinnert ein wenig an den klassischen Fiat Panda (nicht an den Grande Panda!), der als winziger, aber geräumiger Hochdachkombi schon lange sehr beliebt ist. Im Inster lassen sich ab der Ausstattungslinie Trend sogar alle Sitze umlegen, sodass theoretisch im Kleinstwagen auch auf beinahe ebener Fläche übernachtet werden kann.

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Schon die Basisvariante kommt mit umfangreicher Ausstattung daher. So gehören unter anderem eine Rückfahrkamera, das Navigationssystem mit Ladeplanung, Einparkhilfe hinten und der Autobahnassistent zur Serienausstattung. Laden mussten wir bei unserem Test nicht, mit dem kleineren Akku sollen laut Hersteller bis zu 73 kW am DC-Lader drin sein, AC zieht der Inster 11 kW – ist also selbst da in weniger als vier Stunden komplett aufgeladen. Der WLTP-Verbrauch liegt bei 14,3 kWh, womit sich laut Hersteller eine Reichweite von 327 Kilometern ergibt. Bei unserer Testrunde innerorts und auf Landstraßen kamen wir auf einen Durchschnittsverbrauch von 15,2 kWh, was in der Tat gut 300 Kilometer Reichweite bedeuten würde.

Die Topvariante Premium mit größerem Motor haben wir etwas intensiver getestet. Nach teils sportlicher Fahrt über den Großen Feldberg und einige kurvige und steile Landstraßen standen am Ende 18,5 kWh als Verbrauch zu Buche. Laut WLTP sollen es hier 14,9 kWh sein, was 370 Kilometern Reichweite entspräche. Mit unserem Schnitt hätte man das nicht geschafft, allerdings wollten wir herausfinden, wie gut der Motor die steilen und kurvigen Straßen im Taunus absolviert.

Und das macht er mit Bravour. Als bergauf am Ortsausgang hinter uns ein Verbrenner-BMW schon zum Überholen ansetzen wollte, musste der Fahrer schnell einsehen, dass er beim Herausbeschleunigen erst einmal gar nicht mithalten kann.

Aufpreis lohnt sich nicht für jeden

Mit dem größeren Akku sind bis zu 85 kW an Schnellladesäulen möglich, zudem beherrschen beide Varianten V2L, um elektrische Geräte mit Strom versorgen zu können. Beide liegen satt auf der Straße, mit dem stärkeren Motor ist der Inster gefühlt ein wenig agiler, verstecken muss sich aber auch die Variante mit knapp 100 PS nicht.

An Ausstattung fehlt es der Topversion indes nahezu an nichts. Die Sitze und das Lenkrad sind beheizbar, es gibt LED-Scheinwerfer (und nicht nur LED-Tagfahrlicht), eine 360-Grad-Kamera, Wärmepumpe und Batterievorkonditionierung, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Gelungen ist zudem die flexible Gestaltung des Kofferraums mit unterschiedlichen Ablagen und Staufächern. Sogar eine Dachreeling steht zur Auswahl, 75 Kilo zusätzliches Gepäck können so transportiert werden.

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Die Preise starten für den Select mit kleinem Akku bei 23.900 Euro – eine echte Ansage. Die von uns zudem getestete Höchstausstattung mit stärkerem Motor schlägt dann mit immerhin 31.170 Euro zu Buche, dafür gibt es einen vollwertig ausgestatteten Kleinstwagen, mit dem man sich getrost auch mal etwas weiter weg von zuhause per Autobahn wagen kann. Am wohlsten fühlt sich der kleine Inster aber freilich im wuseligen Stadtverkehr. Doch auch auf den engen und kurvigen Straßen im Taunus bereitete er durch seine Agilität und sorglos navigierbare geringe Breite viel Freude.

Wer den Inster vor allem als Stadtauto und tendenziell für kürzere Strecken vorsieht, wird von der Basisvariante nicht enttäuscht sein. Wen es auch im Kleinstwagen mal ein wenig mehr in die Ferne zieht oder täglich längere Pendelstrecken absolviert, für den lohnt sich indes die höhere Ausstattung.

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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