GWM-Importeur: „Die Bilanz kann nur positiv ausfallen“

GWM-Importeur: „Die Bilanz kann nur positiv ausfallen“
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Ora

Laura Horst
Laura Horst
  —  Lesedauer 3 min

Seit rund fünf Monaten ist Johannes Brandenburger Geschäftsführer von O! Automobile, die für die Vertriebs- und Distributionsgeschäfte von Great Wall Motors (GWM) in Deutschland zuständig ist. Brandenburger zieht im Interview mit dem Magazin Electricar ein positives Zwischenfazit mit gelungenen Markteinführungen und soliden Verkaufszahlen.

Mit dem GWM Ora 03, zunächst unter dem Namen „Funky Cat“ eingeführt, hat der chinesische Hersteller den Sprung auf den deutschen Markt gewagt. Mit rund 4600 verkauften Fahrzeugen sei der Start absolut gelungen. Für Brandenburger keine Überraschung, denn bei GWM sei man zuversichtlich gewesen, dass sich das erste Produkt der Marke durchsetzen könne. „Trotz eines nicht unbedingt günstigen Marktumfelds ist es uns gelungen, das Produkt und die Marke in dem schwierigen und anspruchsvollen deutschen Markt zu etablieren. Die Markenbekanntheit liegt nach rund einem Jahr bei 24 Prozent, was einen sehr guten Wert für eine komplett neue Marke darstellt“, erklärt der Geschäftsführer von O! Automobile.

Ausschlaggebend für den erfolgreichen Start des GWM Ora 03 war für Brandenburger das durchgehend überzeugende Fahrzeugkonzept. Das Elektroauto punkte demnach mit einem hohen Lifestyle, denn mit an Bord sind moderne Assistenz- und Komfortsysteme. In Hinblick auf Qualität, Verarbeitung und innovative Technologien stehe GWM der etablierten Konkurrenz auf den europäischen Märkten in nichts nach. Beim Green NCAP Test habe der GWM Ora 03 mit einer hohen Ladeeffizienz und einem geringen Verbrauch überzeugt. Hinzu komme ein ansprechendes Preis-Leistungs-Verhältnis, fährt Brandenburger fort. „Auch der Kunde hat erkannt, dass Produkte aus China seinen Ansprüchen an ein hochwertiges und zuverlässiges Fahrzeug entsprechen“, erklärt der Geschäftsführer von O! Automobile. Das gehe auch aus den weiterhin steigenden Absatzzahlen auf den europäischen Märkten hervor. Im Vergleich zum Vorjahr seien diese außerhalb des chinesischen Marktes um über 82 Prozent gestiegen.

Ein weiterer Erfolgsfaktor ist für Brandenburger die neue Markenstrategie von GWM. Seit Kurzem treten die Marken Ora und Wey gebündelt unter der Dachmarke Great Wall Motor auf. Das soll laut Brandenburger für eine stärkere Wahrnehmung weltweit sorgen, vor allem aber auf dem europäischen Markt. Das numerische Bezeichnungssystem bei der Produktbezeichnung schaffe bessere Orientierung für den Kunden, denn es stehe für die Größe des Fahrzeugs. Mit dem neuen Ansatz tritt GWM als eine Marke auf, die nicht nur reine Elektroautos anbietet, sondern mit der Produktlinie Wey auch Plug-in-Hybride mit hoher Reichweite.

„Der GWM Wey 03 bietet die Vorteile aus zwei Welten. Mit der rein elektrischen Reichweite von bis zu 139 Kilometern ist er nach dem Wey 05 der Plug-in-Hybrid mit der größten elektrischen Reichweite überhaupt – ein wichtiges Alleinstellungsmerkmal, das die Elektroexpertise von GWM eindrucksvoll unterstreicht“, führt Brandenburger aus. Dies ermögliche mehr Flexibilität auf Langstrecken, unabhängig von der Ladeinfrastruktur.

Nicht zuletzt profitiere die chinesische Marke von der langjährigen Expertise der Emil Frey Gruppe im Automobilhandel, deren Tochterfirma O! Automobile ist. Als Importeur ist die Emil Frey Gruppe beispielsweise zuständig für Marken wie Subaru und Mitsubishi. Für die Experten stehe dabei im Vordergrund, dem Kunden einen bestmöglichen Service zu bieten und Produkte einzuführen, die auf den Markt angepasst seien. Diesen Ansatz verfolge man auch bei O! Automobile, äußert Brandenburger.

Quelle: Electricar – „GWM setzt neue Standards“ – Interview mit Johannes Brandenburger, Chef von O! Automobile

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