Zwei große chinesische Autohersteller werden wohl fusioniert

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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die beiden chinesischen in staatlicher Hand befindlichen Automobilhersteller Changan und Dongfeng könnten kurz vor einer Fusion stehen. Wie die FAZ unter Berufung auf lokale chinesische Medien berichtet, verfassten beide Unternehmen entsprechende Pflichtmeldungen an der Börse. Zwar wurden dabei keine Namen der anderen Unternehmen genannt, mit denen sie zusammengeführt werden sollen, da aber beide Unternehmen sehr ähnliche Meldungen abgaben, liege ein bevorstehender Zusammenschluss auf der Hand.

Laut FAZ schlug sich diese Meldung direkt positiv auf die Börsenkurse der beiden Unternehmen durch. Im Artikel heißt es dazu: „Der Aktienkurs von Dongfeng in Hongkong legte um mehr als ein Viertel zu, die Titel von Changan gewannen in Shenzhen knapp fünf Prozent.“ In Europa spielen beide Hersteller bislang kaum eine Rolle, doch durch ihren Zusammenschluss könnten sie BYD als größten chinesischen Autobauer überholen. Zusammen verkauften beide im vergangenen Jahr etwas mehr als fünf Millionen Autos, Changan nur etwa 200.000 mehr als Dongfeng. Allerdings sind vor allem bei Dongfeng darunter viele Joint-Venture-Marken mit anderen weltweiten Automobilherstellern.

Elektromobilität ein Stück weit verschlafen

Sollte die Fusion zustande kommen, würde der neue chinesische Staatskonzern auf Platz sechs der weltweit größten Hersteller emporschießen und sich hinter Stellantis und vor Ford einreihen. Der Schritt ist offenbar nötig geworden, weil die beiden chinesischen Hersteller den Umstieg auf Elektroautos ein Stück weit verschlafen haben – so wie manch westliche Hersteller. „Im vergangenen Jahr übte Zhang Yuzhou, Chef der Kommission zur Kontrolle und Verwaltung von Staatsvermögen, die für Dongfeng und Changan zuständig ist, daran öffentlich Kritik. Die staatseigenen Unternehmen seien in der Entwicklung von Elektroautos nicht schnell genug, mahnte Zhang und kündigte eine Überprüfung an“, heißt es im Artikel.

Zumindest Changan ist in Sachen Elektroautos aber kein unbeschriebenes Blatt. Die Marken Deepal und Avatr sind in Europa zumindest branchenintern bekannt. Dongfeng ist hier am ehesten durch seine Elektromarke Voyah bekannt, konzentriert sich bislang aber noch auf die Produktion von Verbrennern. Dieser Schwerpunkt soll aber nun offenbar zugunsten mehr Elektromobilität verschoben werden.

In China sind in den vergangenen Jahren eine Vielzahl von neuen Herstellern entstanden, sodass eine Konsolidierungsphase erwartet wird. Die Volksrepublik China will offenbar mit allen Mitteln versuchen, dass nicht ausgerechnet die größten staatlichen Autohersteller diesen Konkurrenzkampf am Ende nicht überleben.

Quelle: FAZ – Größer als BYD: Peking formt wohl neuen Autoriesen

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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