Ford-Trend-Report: Die größte Sorge gilt dem Klima

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Wolfgang Plank
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Ford hat den zehnten Jahrestag seines Trend-Reports „Looking Further with Ford“ zum Anlass genommen, den Blick des Unternehmens weit in die Zukunft zu richten. Während die jährlich veröffentlichten Berichte bisher eher aktuelle Mikrotrends aufzeichneten, untersucht der soeben erschienene Report diesmal die großen Themen der kommenden Jahrzehnte. Um die Vorstellungen der Menschen von der Zukunft zu erfassen, hat Ford weltweit Umfragen durchgeführt und ausgewertet. Schwerpunkte waren Themen wie Umwelt, Mobilität, Wirtschaft, Gesellschaft und Familie. Die Ergebnisse zeichnen das Bild einer Welt, die sich erheblich von der heutigen unterscheiden wird, heißt es in einer Mitteilung.

Laut Ford geben 81 Prozent der Erwachsenen weltweit an, dass der Klimawandel ihnen Sorgen um die Zukunft ihrer Kinder macht, wobei der Klimawandel mit 29 Prozent die größte Zukunftsangst der Bevölkerung widerspiegelt. Wegen der Corona-Pandemie sorgen sich aktuell 22 Prozent. Knapp 80 Prozent aus der Personengruppe der Generation Z möchte in Zukunft eigene Kinder haben und aufziehen, während in Deutschland ein Viertel aller befragten Frauen den Klimawandel als Grund dafür angab, keine Kinder haben zu wollen.

Weitere Ergebnisse des Trend-Reports: Rund 13 Prozent der Befragten weltweit glauben, dass sich die Arbeitswelt nach Corona nie wieder normalisieren wird, 68 Prozent sagen, dass sich Lehrer nicht durch vollständig digitalisierte Systeme oder gar Roboter ersetzen lassen, und 44 Prozent glauben, dass eindeutige Geschlechterzuweisungen noch im Laufe ihrer Lebenszeit verschwinden werden. Befragt wurden Erwachsene ab 18 Jahren in zahlreichen Ländern rund um den Globus.

Gestiegen ist das Vertrauen in autonome Fahrzeuge: 65 Prozent der Eltern sagen, dass ihre Kinder zukünftig lieber in selbstfahrenden Autos mitfahren sollen als mit Fremden am Steuer. Darüber hinaus stimmen 31 Prozent der Generation Z und der Millennials zu, dass junge Leute von heute das Autofahren nicht mehr unbedingt erlernen müssen.

Mit seiner Markenausrichtung „Bereit für Morgen“ signalisiere Ford, dass das Unternehmen in Zeiten des Wandels der Automobilindustrie eine Vorreiterrolle anstrebt, heißt es in der Mitteilung. Demnach sei geplant, dass bis 2030 rund 40 Prozent der weltweiten verkauften Ford-Fahrzeuge vollelektrisch sein werden. In Europa sollen 100 Prozent der verkauften Ford-Pkw bis 2030 vollelektrisch sein. Überdies sollen bis dahin zwei Drittel der Nutzfahrzeuge als vollelektrische oder Plug-in-Hybrid-Varianten angeboten werden. Offenbar tragen auch die Verbraucher eine Umstellung. 60 Prozent der Amerikaner und 68 Prozent der Briten geben laut Trend-Report schon heute an, dass ihnen die Umweltverträglichkeit der von Lieferdiensten verwendeten Fahrzeuge wichtig ist.

Quelle: Ford – Pressemitteilung vom 10. Dezember 2021

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Wolfgang Plank

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Wolfgang Plank ist freier Journalist und hat ein Faible für Autos, Politik und Motorsport. Tauscht deshalb den Platz am Schreibtisch gerne mal mit dem Schalensitz im Rallyeauto.

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David:

Ich glaube ausschließlich den Untersuchungen, die ich alleine gefälscht habe. Trotzdem ist es richtig, dass zunehmend ein Bewusstsein für die Umwelt in der Gesellschaft wahrzunehmen ist. Allerdings ist das nicht seit diesem Jahr der Fall, sondern ist ein stetiger Prozess. Ford hat erst in diesem Jahr verstanden, welche Chancen sie durch die Elektromobilität haben. Aber sie müssen jetzt nicht übertreiben.

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