Ford: Schon vor 2030 in Europa nur noch elektrisch unterwegs?

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Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Das Ziel des amerikanischen Automobilherstellers Ford, bis 2030 ausschließlich elektrisch betriebene Fahrzeuge anzubieten, könnte schon früher erreicht werden. Zumindest in Europa scheint dies durchaus möglich. Stuart Rowley, CEO von Ford Europa, gab zu verstehen: „Es ist durchaus möglich, dass wir schneller vorankommen. Jedes Mal, wenn wir uns die Daten ansehen, beschleunigen wir unsere Prognose.“

Die Aussage tätigte er ihm Rahmen einer Online-Konferenz der Financial Times vergangene Woche Donnerstag. Gestützt wird diese auf der belegbaren, steigenden Nachfrage nach reinen Elektroautos in Europa. Die Verkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen machten im ersten Quartal 5,7 Prozent aller Neuzulassungen aus, so die Daten des Branchenverbandes ACEA.
Es wird erwartet, dass die Zahl der E-Auto-Verkäufe in der Region in diesem Jahr zum ersten Mal die Marke von eine Million überschreiten wird. Stark getrieben durch Förderungen und Anreize der Hersteller und Politik.

Ford bringt derzeit sein erstes reines Elektroauto, den Mustang Mach-E, in Europa auf den Markt und wird im Jahr 2023 ein zweites Elektromodell auf Basis der MEB-Plattform des Volkswagen-Konzerns einführen. Ford erwägt zudem ein zweites Modell auf MEB-Basis auf die Straße zu bringen. Insider-Berichten stehe die Entscheidung kurz bevor. Ford hat angekündigt, dass alle in Europa verkauften Pkw bis Mitte 2026 mit Batterie- oder Plug-in-Hybrid-Antrieben ausgestattet sein werden. Ob Ford vor 2030 auf vollelektrische Fahrzeuge umsteigt, hängt von der Modellpalette ab, so Rowley.

„Es wird Segmente geben, die [bis 2030] nicht vollelektrisch sein werden, aber vielleicht werden wir in diesen Segmenten nicht vertreten sein“, so der Ford-CEO auf der Online-Konferenz. Ford verlässt seine traditionellen Segmente, um sich mehr auf SUVs zu konzentrieren, und kündigte Anfang des Jahres an, die Produktion der Mittelklasse-Familie Mondeo bis 2022 zu beenden. Man werde die Ausrichtung der Marke schärfen.

Quelle: Automotive News Europe – Ford open to speeding up EV shift in Europe

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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Stefan:

Bisher registriere ich von Ford nur Ankündigungen. Das ist meiner Meinung nach eine Marke, die obsolet ist. Wie ehemals auch bei Opel, ist dort eine legacy US Mutter vorgeschaltet.Das macht die Transformation träge. Und auch die Kooperation mit VW ist unglücklich. Dabei wäre die Lösung in Aachen so nahe.

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