Fahrbericht: Skoda Enyaq 85x L&K

Fahrbericht: Skoda Enyaq 85x L&K
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Stefan Grundhoff
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Der Skoda Enyaq ist eines der bekanntesten Elektromodelle des Volkswagen Konzerns und gerade durch sein schickes Design bei vielen deutlich beliebter als das Doppelpack aus VW ID.4 und ID.5. Die Modellpflege tut dem Enyaq dabei richtig gut – gerade in der Topversion 85x L&K.

Schick ist er und gefällig ohnehin – der Skoda Enyaq. Überraschend nur, dass der Allradanteil aktuell bei gerade einmal einem Viertel aller Verkäufe liegt, denn die interessanteste Motorisierung ist der Skoda Enyaq 85x in der Edelausstattung Laurent & Klement. Dann gibt es Dreingaben wie klimatisierte Ledersitze, eine mit Kunstleder bespannte Instrumententafel und weitere Annehmlichkeiten, die die Fahrt in dem Elektro-SUV entspannter denn je werden lassen.

Und schneller. Denn Skoda hat seinen Fehler erkannt, die Enyaq-Modelle unterhalb der RS-Sportversion bereits allzu früh bei 160 km/h einzubremsen. Damit ist nunmehr Schluss und zumindest die beliebten 85er-Versionen dürfen nun 180 km/h schnell fahren.

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Die Leistung des Allradler stieg durch einen stärkeren Heckmotor von 195 kW / 265 PS auf 210 kW / 286 PS. Bleibt zu hoffen, dass Skoda auch bei den anderen Versionen nachzieht und die RS-Modelle zusammen mit dem Leistungsnachschlag auf 250 kW / 340 PS vielleicht noch etwas schneller fahren dürfen. Der Leistungszuwachs ist abgesehen von der höheren Maximalgeschwindigkeit kaum zu spüren – trotz mehr als 650 Nm Drehmoment. Komfortniveau, Langstreckenqualitäten und Kraft in allen Lebenslagen passen – der Skoda Enyaq ist hinter dem Steuer unverändert eine exzellente Wahl. Praktisch bei flotter Fahrt: die Schaltpedale am Lenkrad steuern die variable Bremsrekuperation.

Das Akkupaket ist mit 82 kWh zwar das gleiche geblieben, doch eine neue Steuerelektronik sorgt dafür, dass der Skoda Enyaq 85x zukünftig mit einer Akkuladung bis zu 520 Kilometer weit kommt, ehe er an die Ladesäule muss. Und auch hier geht es künftig spürbar schneller, denn die müde Laderei mit gerade einmal 135 Kilowatt gehört der Vergangenheit an.

Ab sofort liegt das maximale Ladetempo bei 175 kW, was das Batteriepaket im Unterboden von 10 auf 80 Prozent in knapp 30 Minuten erstarken lässt – eine Verbesserung um mehr als 20 Prozent. Zugegeben noch immer in weiter Ferne: die Hochgeschwindigkeitslader von Tesla, Kia oder Hyundai, die mit bis zu 250 Kilowatt nachladen können. Der Normverbrauch: 16,5 kWh / 100 km.

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„Mit unserer Enyaq-Familie haben wir einen gelungenen Start in die Elektromobilität hingelegt – allein in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 verzeichneten wir weltweit rund 55.000 Auslieferungen, ein Plus von mehr als 47 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“, sagt Skoda-Marketingvorstand Martin Jahn, „dieser Erfolg motiviert uns auch, das Modell konsequent weiter zu verbessern. Wir haben unseren Kunden genau zugehört: Im neuen Modelljahr führen wir die neue Ausstattungslinie Enyaq L&K, noch leistungsstärkere und effizientere Antriebe und die neue Softwareversion mit einer noch funktionaleren und intuitiveren Infotainmentoberfläche ein.“

Die allermeisten Enyaq-Kunden entscheiden sich für die Standardversion, denn der Verkaufsanteil des betont dynamisch positionierten Enyaq Coupés mit identischen Antrieben und weitgehend gleichem Platzangebot bei abfallendem Heck liegt bei gerade einmal zehn Prozent.

Außen unterscheidet sich die 4,65 Meter lange Topversion L&K durch Details wie 20-Zoll-Radsatz, LED-Matrixscheinwerfer, Chromkühlergrill und Details in den Schürzen von den günstigeren Brüdern. Auf Wunsch kann der sportliche Fahrer die Optik sogar mit 21-Zöllern nachschärfen. Am Steuer spürt der Fahrer von dem technischen Nachschlag nur wenig – außer er blickt auf den zentralen Touchscreen, denn der ist übersichtlicher und lässt sich auch deutlich leichter bedienen als bislang.

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Dazu gibt es wahlweise schwarze oder hellgraue Ledersitze, die sich beheizen oder kühlen lassen und mit ihrer Massagefunktion gerade auf längeren Strecken Entspannung bringen. Nicht verbessert zeigt sich dagegen die unverändert die deutlich zu kleine Instrumenteneinheit hinter der Steuer. Die vielen Informationen auf viel zu kleinem Raum kann auch das große Head-Up-Display kaum ausgleichen, das die wichtigsten Mitteilungen ins Blickfeld des Fahrers projiziert.

Der Basispreis des 132 kW / 180 PS starken Skoda Enyaq 60 liegt bei 44.200 Euro. Der edle Enyaq 85x Laurent & Klement als Allradler startet mit seiner kompletten Ausstattung bei 61.250 Euro.

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Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff

Stefan Grundhoff ist seit frühester Kindheit ausgemachter Autofan. Die Begeisterung für den Journalismus kam etwas später, ist mittlerweile aber genau so tief verwurzelt. Nach Jahren des freien Journalismus gründete der Jurist 1994 das Pressebüro press-inform und 1998 die Beratungsfirma press-inform consult.

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