Neues Gesicht, neuer Name: Der VW ID. Tiguan beerbt den ID.4

Neues Gesicht, neuer Name: Der VW ID. Tiguan beerbt den ID.4
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Volkswagen

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Volkswagen treibt die Neuausrichtung seiner elektrischen Modellpalette weiter voran und verabschiedet sich schrittweise von der rein technischen ID-Nummerierung. Nach dem bereits angekündigten ID.Polo steht nun ein weiteres Modell vor der Umbenennung: Der bisher als ID.4 bekannte Elektro-SUV soll künftig unter dem Namen ID.Tiguan angeboten werden. Öffentlich gemacht wurde dieser Schritt nicht vom Konzern selbst, sondern von der Arbeitnehmervertretung.

Bekannt gegeben hat die Umbenennung die IG Metall am Standort Emden im Rahmen einer Pressekonferenz. Dort wurde erläutert, dass Volkswagen den Namen ID.Tiguan im Zuge der anstehenden Modellpflege einführen will. Zuvor hatte die Ostfriesen Zeitung über entsprechende Aussagen berichtet. Auf Nachfrage wollte sich Volkswagen gegenüber der Automobilwoche nicht zu den Details äußern, was die Aufmerksamkeit für den ungewöhnlichen Kommunikationsweg zusätzlich erhöhte.

In der Branche ist die Abkehr von der bisherigen Nomenklatur bereits seit Längerem Thema. Viele Beobachter hatten erwartet, dass Volkswagen bekannte Modellnamen aus dem Verbrenner-Portfolio auch im Elektrobereich wieder stärker nutzen würde. Einen ersten sichtbaren Schritt ging der Konzern im Herbst 2025 auf der IAA Mobility. Dort wurde der elektrische Kleinwagen, der zuvor unter dem Projektnamen ID.2all bekannt war, als ID.Polo vorgestellt. Damit kehrte ein Name zurück, der seit Jahrzehnten fest mit der Marke verbunden ist.

E-Modelle sollen emotionaler aufgeladen werden

Nach internen Angaben soll dieser Ansatz weiter fortgeführt werden. Ziel ist es, die Elektromodelle klarer im bestehenden Portfolio zu verankern und die Wiedererkennbarkeit zu erhöhen. Während die ID-Bezeichnung weiterhin auf den elektrischen Antrieb hinweist, sollen vertraute Modellnamen emotionale Anknüpfungspunkte schaffen. Der Tiguan gehört seit Jahren zu den volumenstärksten Baureihen von Volkswagen, was die Wahl des Namens für das Elektro-SUV umso nachvollziehbarer macht.

Die Einführung des Namens ID.Tiguan ist zeitlich an das Facelift des Modells gekoppelt. Dieses Update, intern als „Reskin“ bezeichnet, soll im Laufe des Jahres erfolgen und geht über kleinere Anpassungen hinaus. Nach Angaben aus dem Umfeld der Arbeitnehmervertretung handelt es sich um eine umfassend überarbeitete Version, die sowohl technisch als auch gestalterisch näher an den konventionell angetriebenen Tiguan heranrücken soll. Damit reagiert Volkswagen offenbar auf Rückmeldungen aus dem Markt, wonach sich Kunden eine stärkere visuelle Nähe zwischen Elektro- und Verbrennermodellen wünschen.

Auch die Produktionsperspektive des künftigen ID.Tiguan wurde thematisiert. Laut IG Metall ist die Fertigung des Modells im Werk Emden derzeit bis Ende 2031 eingeplant. Ob es darüber hinaus ein direktes Nachfolgemodell geben wird, ist aktuell offen. Neben Emden wird der elektrische SUV bislang auch im sächsischen Zwickau gebaut, dort soll die Produktion jedoch auslaufen.

Quelle: Automobilwoche – Neuer Name steht fest: VW ID.4 wird zu ID.Tiguan

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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