E-SUV Ford Explorer verzögert sich

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Ford verschiebt die Produktion des Elektro-SUV Explorer in Köln um gut ein halbes Jahr nach hinten. Eigentlich war geplant, das auf der MEB-Plattform von VW basierende Modell ab Anfang 2024 produzieren. Nun ist von „Sommer 2024“ die Rede. Das Elektroauto soll umkonstruiert werden und eine neue Batterie erhalten, heißt es. Zwar sei weiterhin geplant, weitestgehend auf die Plattform von VW zu setzen. Offenbar will Ford aber eine andere Batterie einsetzen.

Der Hersteller soll vorhaben, alle künftigen Ford-Modelle auf einen neuen Batteriestandard zu bringen, der angepassten und ab 2024 gültigen Ansprüchen entspricht. Dazu heißt es in einer offiziellen Mitteilung des Unternehmens: „Ford unterstützt die kommende europäische Norm für Elektrofahrzeuge (UN Regulation 100.3 / ECE-R 100.3) weil sie im Einklang mit unserer internen Philosophie steht, unseren Kunden weltweit qualitativ hochwertige und sichere Fahrzeuge zu liefern“.

Für das Kölner Werk heißt das, dass Mitarbeiter womöglich in Kurzarbeit gehen müssen. Medienberichten zufolge könnte die Fabrik, in der erst vor wenigen Wochen der letzte Verbrenner-Fiesta vom Band gelaufen ist, ein halbes Jahr lang stillgelegt werden.

Die strategische Entscheidung für ein neues Batterielayout soll in der Konzernzentrale in Detroit getroffen worden sein. Unklar ist, warum die von VW gelieferten Batterien nicht mit der als Begründung für die Verzögerung aufgeführten EU-Norm in Einklang stehen sollen. Gut möglich ist, dass Ford verhindern will, den Explorer mit verschiedenen Batterietechnologien in den Verkauf zu bringen.

Ein kleines Plattform-Kuddelmuddel dürfte sich bei Ford aber dennoch nicht verhindern lassen. Denn ab Mitte des Jahrzehnts will Ford E-Autos auf einer dann selbst entwickelten Plattform aufbauen, die Partnerschaft mit VW scheint also ohnehin nur eine Übergangslösung zu sein.

Quelle: Electrive – Ford Explorer soll wohl neue Batterie erhalten / FAZ – Kölner Ford-Fabrik droht Stillstand und Kurzarbeit

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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