E-Auto-Prämie: Knapp 52.500 Anträge bereits bewilligt

E-Auto-Prämie: Knapp 52.500 Anträge bereits bewilligt
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Daniel Krenzer
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  —  Lesedauer 2 min

Die neue E-Auto-Kaufprämie kommt zunehmend bei den Kunden an. Bis zum 1. September hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) 52.473 Förderanträge bewilligt. Wie die „Zeit“ berichtet, wurden dafür bislang rund 230 Millionen Euro an Fördermitteln zugesagt. Besonders häufig profitieren Käufer von Fahrzeugen des Volkswagen-Konzerns und von Tesla.

Von den bisherigen Bewilligungen entfallen 47.986 und damit gut 91 Prozent auf reine Elektroautos. Weitere 4487 geförderte Fahrzeuge sind Plug-in-Hybride. Bei den Konzernen liegt Volkswagen mit 11.680 bewilligten Fahrzeugen vorne, gefolgt von Tesla mit 8141, Stellantis mit 7482 und der Hyundai Motor Group mit 5705 Fahrzeugen.

Interessant ist der Vergleich mit dem gesamten E-Auto-Markt. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes wurden von Januar bis einschließlich August 2026 in Deutschland 515.545 reine Elektroautos neu zugelassen. Den bis dahin gut 48.000 bislang bewilligten BEV-Förderungen steht damit mehr als eine halbe Million neuer Stromer gegenüber. Rein rechnerisch wurde also bislang für rund 9,3 Prozent der in diesem Zeitraum neu zugelassenen Elektroautos eine Förderung bewilligt. Das zeigt, dass der aktuelle Hochlauf der Zulassungszahlen von E-Autos mitnichten vorrangig auf die Förderung zurückführbar ist.

Förderung bis 2029 vorgesehen

Dieser Vergleich ist allerdings nur als grobe Einordnung zu verstehen. Die Förderung richtet sich ausschließlich an Privatpersonen innerhalb bestimmter Einkommensgrenzen, während in den KBA-Zahlen auch sämtliche gewerblichen Neuzulassungen enthalten sind, die rund zwei Drittel aller Neuwagen ausmachen. Zudem können Förderanträge noch bis zu einem Jahr nach der Erstzulassung gestellt werden. Die Quote könnte deshalb mit der Zeit etwas steigen.

Auch lässt sich aus den hohen Elektro-Neuzulassungen seit Jahresbeginn nicht unmittelbar auf eine Wirkung der Kaufprämie schließen. Das Programm wurde erst am 19. Januar angekündigt, Anträge können seit dem 19. Mai gestellt werden. Förderfähig sind rückwirkend dennoch Fahrzeuge mit Erstzulassung ab dem 1. Januar 2026. Gerade zahlreiche in den ersten Monaten ausgelieferte Elektroautos dürften wegen der üblichen Lieferzeiten bereits vor Bekanntgabe der Förderung bestellt worden sein. Sie können trotzdem förderfähig sein, da ausdrücklich das Zulassungsdatum und nicht der Bestellzeitpunkt entscheidend ist. Auf deren ursprüngliche Kaufentscheidung kann die Prämie allerdings kaum Einfluss gehabt haben.

Je nach Einkommen, Haushaltsgröße und Antriebsart beträgt der Zuschuss zwischen 1500 und 6000 Euro. Bis 2029 stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, damit rund 800.000 Fahrzeuge fördern zu können.

Quelle: Zeit online – Bundesamt bewilligt rund 52.500 Anträge für E-Auto-Prämie

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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