Die neue E-Auto-Förderung des Bundes hat nur wenige Monate nach dem Start die Marke von 100.000 bewilligten Anträgen erreicht. Nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wurde die Schwelle am 2. Oktober überschritten. Der jüngste detaillierte Zwischenbericht weist zum Stichtag 1. Oktober, 0 Uhr, 97.790 Bewilligungen aus. Bis dahin waren 432 Millionen Euro an Fördermitteln ausgezahlt worden.
Die Förderung kann seit dem 19. Mai 2026 beantragt werden und gilt rückwirkend für förderfähige Fahrzeuge, die seit Jahresbeginn erstmals zugelassen wurden. Unterstützt werden private Haushalte beim Kauf oder Leasing von reinen Elektroautos sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch von Plug-in-Hybriden und Fahrzeugen mit Range Extender. Je nach Einkommen, Fahrzeug und Zahl der Kinder sind bis zu 6000 Euro Zuschuss möglich.
Die nun vorliegenden Zahlen zeigen dabei eine klare Dominanz rein elektrischer Modelle. Von den bis zum 1. Oktober bewilligten Anträgen entfielen 89.594 beziehungsweise 91,6 Prozent auf reine Elektroautos. Lediglich 8196 oder 8,4 Prozent betrafen Plug-in-Hybride. Kauf und Leasing halten sich nahezu exakt die Waage: 49.328 Fahrzeuge wurden gekauft, 48.462 geleast.
Auch die soziale Staffelung der Förderung wird in den Zahlen sichtbar. 51.209 Bewilligungen und damit gut die Hälfte entfielen auf Haushalte mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen von höchstens 45.000 Euro. Weitere 21.337 Bewilligungen gingen an Haushalte mit einem Einkommen zwischen 45.001 und 60.000 Euro. Insgesamt liegen damit rund drei Viertel der bisherigen Förderfälle bei einem Haushaltseinkommen von maximal 60.000 Euro. Rund zwei Drittel der Geförderten haben kein förderrelevantes Kind im Haushalt.
Tesla führt bei den Marken deutlich
Bei den einzelnen Marken liegt Tesla mit deutlichem Abstand vorne. Bis zum 1. Oktober wurden 12.155 Fahrzeuge des US-Herstellers gefördert. Dahinter folgen Škoda mit 7224 und Cupra mit 6229 Bewilligungen. Auffällig stark vertreten sind zudem die chinesischen Marken Leapmotor und BYD auf den Plätzen vier und fünf.
- Tesla 12.155
- Škoda 7224
- Cupra 6229
- Leapmotor 5816
- BYD 5814
- Renault 5721
- Volkswagen 5464
- Kia 5424
- Hyundai 4988
- BMW 4679
Auf Konzernebene ergibt sich allerdings ein anderes Bild. Dort liegt die Volkswagen Group mit 20.624 geförderten Fahrzeugen vorne. Stellantis kommt auf 13.670 Bewilligungen, gefolgt von Tesla mit 12.155, der Hyundai Motor Group mit 10.415 und der Renault Group mit 8396.
Model Y und Elroq besonders häufig gefördert
Noch deutlicher wird die Konzentration beim Blick auf einzelne Modelle. Das Tesla Model Y führt die BAFA-Auswertung mit 8297 Bewilligungen an. Es folgt der Škoda Elroq mit 5478 Exemplaren. Auf Rang drei liegt das Tesla Model 3 mit 3845 Förderfällen. Damit entfallen allein auf Model Y und Model 3 fast sämtliche bislang geförderten Tesla.
- Tesla Model Y 8297
- Škoda Elroq 5478
- Tesla Model 3 3845
- Citroën ë-C3 3583
- Leapmotor T03 3561
- Volkswagen ID.3 3541
- Hyundai Inster 3337
- BMW iX1 2939
- Cupra Born 2806
- Dacia Spring 2402
Die Rangliste zeigt zugleich, dass bislang vor allem vergleichsweise kompakte und günstigere Elektroautos stark von der Förderung profitieren. Neben Elroq und ID.3 finden sich mit ë-C3, T03, Inster und Spring mehrere Modelle im vorderen Feld, die preislich deutlich unter klassischen Premium-Elektroautos liegen.
Renault verteilt seine Förderfälle dagegen auf mehrere Baureihen. Für den Renault 5 weist die Statistik 1963 Bewilligungen aus, für den elektrischen Twingo 1257, für den Renault 4 weitere 1241 und für den Scenic 951. Bei den Plug-in-Hybriden sticht der BYD Seal U DM-i mit 1436 Bewilligungen hervor und ist damit das bislang am häufigsten geförderte Modell dieser Antriebsart.
Für das Förderprogramm stehen insgesamt drei Milliarden Euro bereit. Nach Einschätzung der Bundesregierung soll dies für etwa 800.000 geförderte Fahrzeuge zwischen 2026 und 2029 reichen. Nach dem schnellen Anstieg auf inzwischen mehr als 100.000 Bewilligungen innerhalb weniger Monate wird entscheidend sein, wie sich Antragseingang und durchschnittliche Förderhöhe in den kommenden Monaten entwickeln.
Quelle: BMUKN – Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026; BAFA – Report zum Stichtag 1. Oktober 2026









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