Charge&Fuel Card von VW Financial Services wird teurer

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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Die „Charge&Fuel Card“ ermöglicht es Fahrern eines Fahrzeugs des Volkswagen-Konzerns, bargeldlos Strom und herkömmlichen Kraftstoff zu tanken. Mit der Karte von Volkswagen Financial Services sollen Kunden von einer einfachen Abrechnung aus einer Hand und attraktiven, transparenten Tarifen profitieren. Vor allem Fahrer von Plug-in-Hybriden schätzen die Karte, da sie damit sowohl Strom laden als auch Kraftstoff bargeldlos bezahlen können.

Fahrern von reinen Elektroautos allerdings steht nun bei Charge&Fuel eine saftige Preiserhöhung ins Haus. Ein Leser machte uns darauf aufmerksam, dass sich die Tarife ab Oktober deutlich erhöhen, schon allein deshalb, da künftig eine monatliche Grundgebühr fällig wird. Besonders teuer wird künftig das Laden an Säulen des Schnellladeanbieters Ionity. Ist bislang für das Laden an den flotten Gleichstrom-Ladern ein Pauschaltarif von 8,19 Euro (mit der auf 16 Prozent gesenkten MWSt.) fällig, steigt der Preis an den High-Power-Chargern von Ionity ab Oktober auf 79 Cent je Kilowattstunde. Wer an einer Ionity-Säule 40 kWh Strom lädt, zahlt dafür künftig gut 32 Euro. Mehr als das Vierfache des bisherigen Tarifs. Hinzu kommt auch noch die neue monatliche Grundgebühr in Höhe von 4,10 Euro im Standard-Tarifmodell.

Für Vielfahrer allerdings bietet Charge&Fuel auch günstigere Ionity-Tarife an: Bei einer monatlichen Grundgebühr von 8,70 Euro im Tarif Ionity M kostet eine kWh 55 Cent. Im Tarif Ionity L zu 16,90 Euro im Monat werden pro kWh nur noch 30 Cent fällig. Die Preise orientieren sich somit an den We Charge Tarifen, welche VW für seine neuen ID-Modelle anbietet.

Auch das AC-Laden rechnet Charge&Fuel künftig nicht mehr pauschal ab. Kostete einmal Vollladen bislang 5,90 Euro, variieren die Preise nun je nach Ladesäulenbetreiber. Die konkreten Preise seien in der App ersichtlich. Gleiches gelte auch für die Ladetarife an Schnellladesäulen, die nicht von Ionity betrieben werden.

Charge&Fuel begründet die Preisanpassung mit den eichrechtlichen Vorgaben, die Tarifmodelle mit Pauschalpreisen nicht mehr zulassen und alle Anbieter von Ladekarten betreffen. Stattdessen stellt nun also auch der Charge&Fuel Service auf ein verbrauchsabhängiges Tarifmodell um.

Quelle: Infos per Mail // Volkswagen Financial Services – Website

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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