„Besser als das Model Y“: Fords Europachef glaubt an Mustang Mach-E

„Besser als das Model Y“: Fords Europachef glaubt an Mustang Mach-E
Copyright:
Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Ford gilt mit seiner Elektrostrategie bislang als Nachzügler. Zumal sich Fords Deutschlandchef erst vor wenigen Wochen als E-Auto-Skeptiker geoutet hat. Von Fords Europachef Stuart Rowley kommen nun deutlich positiv gestimmtere Töne: Demnach glaubt Ford Europa an einen Erfolg seiner Elektrostrategie. „Die Signale sind ziemlich eindeutig: E-Autos legen kräftig zu, und das nicht nur wegen staatlicher Subventionen“, sagte Fords Europachef im Gespräch mit dem Handelsblatt.

Rowley ist sehr optimistisch, was Leistung und Qualität von Fords Elektroautos betrifft: „Ich glaube, dass das Auto besser ist als der Tesla Y, definitiv“, sagte Rowley über den Elektro-Crossover Mustang Mach-E, der ab 2021 in Deutschland erstmals ausgeliefert werden soll. „Es wird viele neue Elektroautos im nächsten Jahr geben. Aber wir haben einen Mustang und werden uns damit abheben können“, meint Rowley. Er geht sogar davon aus, dass sich der rein elektrische Mustang in Europa deutlich besser verkaufen werde als die herkömmlich angetriebenen Benziner-Modelle, von denen Ford gut 10.000 pro Jahr absetzen kann. In Unternehmenskreisen hoffe man auf eine mittelgroße fünfstellige Zahl, so das Handelsblatt.

Das nach dem Mustang Mach-E zweite Elektroauto von Ford soll 2023 debütieren und ein, zwei Segmente tiefer angesetzt sein als der obere Mittelklasse Crossover. Wie bereits bekannt wird dieses Modell auf VWs Elektroauto-Baukasten MEB aufsitzen. Ford und VW haben dafür bereits im vergangenen Jahr eine Vereinbarung über die Lieferung von zunächst 600.000 MEB-Plattformen getroffen. Das Auto soll aber, so Rowley, „kein VW“ sein und sich „deutlich abheben“ von den Wolfsburger Stromern. Es soll das typische Ford-Design bekommen und auch bei der Fahrdynamik anders ausgelegt sein als Volkswagens MEB-Elektroautos.

Das Fahrzeug befinde sich im Moment in seiner letzten Designphase. Wo das neue Elektroauto produziert werden soll, sei noch nicht entschieden. Die besten Karten habe aktuell das Stammwerk in Köln, wo 2023 die Produktion des Fiesta auslaufen soll. Nach Fords erstem MEB-Stromer sei auch ein zweites Modell auf dem VW-Baukasten denkbar, womöglich schon für das Jahr 2024 so Rowley: „Unsere Vereinbarung mit Volkswagen lässt zu, dass wir möglicherweise auch ein weiteres reines Elektroauto produzieren können“, so Fords Europachef. Dies sei auch „aus produktionstechnischer Sicht“ sinnvoll, um „eine Fabrik ausreichend auslasten zu können“.

Über weitere Elektrofahrzeuge, ob rein elektrisch oder als Plug-in-Hybrid, werde aktuell intern diskutiert. Fest stehe aber, dass in den kommenden Jahren die Elektrifizierung von Fords Fahrzeugflotte deutlich zunehmen soll.

Quelle: Handelsblatt – „Besser als der Tesla Y“: Ford setzt bei der Elektrostrategie auf den E-Mustang

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Automobilindustrie

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

T&E-Chef Bock: Krise der deutschen Autoindustrie ist hausgemacht

Tobias Stahl  —  

Nicht die Belegschaft und auch nicht die EU-Vorgaben sind Schuld an der Misere der europäischen Autoindustrie, meint T&E-Chef Bock – sondern die Chefetagen.

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Schaeffler kappt E-Auto-Ziele nach US-Förderstopp

Sebastian Henßler  —  

Schaeffler senkt seine Umsatzziele bis 2028 deutlich, weil der Wegfall der E-Auto-Förderung in den USA das Geschäft rund um Vitesco stärker bremst als erwartet.

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Batterieabhängigkeit kostet Europa bis 150 Milliarden Euro

Sebastian Henßler  —  

Eine neue Deloitte-Studie zeigt, dass Europas Automobilindustrie bis 2030 bis zu 150 Milliarden Euro an Wertschöpfung verlieren könnte.

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Hankooks Reifen der Zukunft: luftlos, farbig, abbaubar

Sebastian Henßler  —  

Luftlos, transparent, biologisch abbaubar: Hankooks Konzeptreifen bricht mit allen Konventionen. Was heute schon geht und was fehlt, bis er serienreif ist.

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Automobilindustrie vor Tabubruch: Müssen deutsche Werke bald China-Autos bauen?

Daniel Krenzer  —  

VDA-Präsidentin Hildegard Müller warnt vor gefährdeten Werken in Deutschland. Kooperationen mit chinesischen Herstellern könnten helfen, Jobs zu sichern.

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Bosch-Betriebsrat fordert Taskforce für Autoindustrie

Sebastian Henßler  —  

Nach den Protesten bei Mercedes-Benz fordert Bosch eine Taskforce. Auch beim Volkswagen-Konzern sollen laut IG Metall Beschäftigtenaktionen folgen.

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Krankenstand bei Automobilzulieferern auf Rekordniveau

Daniel Krenzer  —  

Bei Automobilzulieferern steigt der Krankenstand laut AOK auf 8,94 Prozent. Besonders psychische Fehlzeiten nehmen demnach zu.