Ford: Zweites E-Auto auf Basis MEB-Plattform von VW wird konkreter

Ford: Zweites E-Auto auf Basis MEB-Plattform von VW wird konkreter
Copyright:

shutterstock / Lizenzfreie Stockfotonummer: 562244602

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Die Gerüchte, dass Ford künftig den MEB-Baukasten von VW verwenden will haben sich im Juli 2019 bestätigt. Das Unternehmen will ein eigenes, rein batteriebetriebenes E-Auto auf Basis des Modularen E-Antriebsbaukastens von Volkswagen entwickeln. Dieses soll ab 2023 auf die Straße kommen, wird im deutschen Ford Entwicklungszentrum Köln-Merkenich entwickelt.

Ford rechnet mit mehr als 600.000 verkauften Fahrzeugen innerhalb von sechs Jahren in Europa. Darüber hinaus prüft Ford, ein zweites Modell auf MEB-Basis für den europäischen Markt anzubieten. Wie Ford-Europa-Chef Stuart Rowley dem Handelsblatt zu verstehen gab, spreche man darüber. So sei es aus wirtschaftlicher Sicht nicht sinnvoll, „nur ein einziges Auto auf MEB-Basis zu produzieren“.

Die Zusammenarbeit sei langfristig angelegt, in den nächsten Jahren könnten daher noch weitere Fahrzeuge dazukommen, so Rowley gegenüber dem Handelsblatt. Ford und Volkswagen entwickeln sich zu Anbietern nachhaltiger und erschwinglicher Mobilität, dabei hat Elektromobilität für beide gleichermaßen strategische Priorität.

Wobei es für Ford nicht nur E-Autos gibt, sondern jedes neue Ford-Modell zum herkömmlichen Verbrenner-Antrieb auch als teilelektrischer Hybrid oder nur batteriebetrieben angeboten wird. Europa-Chef Rowley prognostizierte: „Ende 2022 werden elektrifizierte Autos mehr als die Hälfte unserer Verkäufe ausmachen.“

VW profitiert durch die Zusammenarbeit auf diesem Gebiet durch Skaleneffekte in der Produktion sowie einem schnelleren Return on Investment für die eigenen Entwicklungsausgaben der MEB-Plattform. Zum ersten E-Fahrzeug aus der Zusammenarbeit hält man sich bedeckt. Rowley gibt lediglich zu verstehen, dass „das erste Modell ein fantastisches Auto sein“ wird. Dabei soll es sich um einen Elektro-Kleinwagen handeln.

Quelle: Handelsblatt – VW und Ford planen zweites gemeinsames Elektro-Modell

Worthy not set for this post
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Elektroauto Hersteller

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Bidirektionales Laden (V2G): Polestar arbeitet an virtuellem Kraftwerk

Felix Katz  —  

Polestar entwickelt für das bidirektionale Laden ein virtuelles Kraftwerk. So sehen die Potenziale und Herausforderungen der Vehicle-to-Grid-Technologie aus.

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Caterham Project V: bildschön und leicht, aber teuer

Felix Katz  —  

Caterhams Project V soll 2026 auf die Straßen kommen – für mindestens 90.000 Euro. Das Konzeptmodell kommt von einem bekannten Designer.

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

VW setzt auf lokale Kooperationen in China

Maria Glaser  —  

Um sich weiterhin erfolgreich auf dem chinesischen Markt für Elektroautos zu behaupten, arbeitet VW eng mit Unternehmen vor Ort zusammen.

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

EnBW feiert 1000 Schnellladestandorte für E-Autos

Michael Neißendorfer  —  

1000 Standorte in ganz Deutschland: EnBW betreibt eines der größten Schnellladenetze für Elektroautos bundesweit.

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Zeekr 001 und X: Bestellstart in Schweden und den Niederlanden

Felix Katz  —  

Die Zeekr-Modelle 001 und X können in Schweden und den Niederlanden vorbestellt werden. Der Auslieferungsstart ist im Herbst.

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

„Kaum erfüllbar und realitätsfern“: Widerstand gegen Euro 7 wächst

Felix Katz  —  

Die geplante Euro-7-Abgasnorm scheint auf der Kippe zu stehen. Mehrere EU-Staaten und Autohersteller wollen eine weitere Senkung der Grenzwerte verhindern.

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Batterieproduktion in Europa in Gefahr?

Hannes Dollinger  —  

Eine neue Studie besagt, dass bis zu 68 Prozent der bis 2030 in der EU geplanten Lithium-Ionen-Batterie-Produktionen gefährdet sind.