Aston Martin erklärt Lagonda-Projekt offiziell für beendet

Aston Martin erklärt Lagonda-Projekt offiziell für beendet
Copyright:

Aston Martin Lagonda

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

Aston Martin, eine renommierte britische Automarke, hat sich entschieden, ihre Ambitionen im Luxusautomobilsektor neu zu definieren. Unter der Leitung des ehemaligen CEO Andy Palmer zielte das Unternehmen darauf ab, mit der Wiederbelebung der Marke Lagonda in direkte Konkurrenz zu Bentley zu treten, indem es ausschließlich auf Elektroautos setzte. Der Vorstandsvorsitzende Lawrence Stroll bestätigte gegenüber Autocar, dass Aston Martin vier Elektroautos entwickelt hat, wollte jedoch nicht bestätigen, ob diese als direkter Ersatz für die aktuelle Modellreihe gedacht sind, die aus drei Sportwagen und dem SUV DBX besteht. Die Antwort steht weiterhin aus. Was allerdings feststeht: Die Marke Lagonda wird nicht mehr aufleben.

Nach Palmers Weggang im Jahr 2020 wurde es still um das Lagonda-Projekt. Es wurde vermutet, dass die Pläne zugunsten von Investitionen in die bestehenden Sportwagen von Aston Martin, die Einführung des DBX SUV und die Entwicklung des Valkyrie Hypercars auf Eis gelegt wurden. Der jetzige Vorsitzende, Lawrence Stroll bezeichnet das Lagonda-Projekt gegenüber Autocar als „völlig tot“ und nicht relevant für die Elektroautostrategie des Unternehmens. Trotzdem bleibt Aston Martin auf dem Weg der Innovation und plant, ab 2026 eine Reihe von Elektroautos einzuführen, beginnend mit einem GT mit hohem Fahrwerk und vier Motoren.

Um den Übergang von einer reinen Verbrenner-Palette zu einer reinen Elektroauto-Linie zu unterstützen, plane Aston Martin, Plug-in-Hybrid-Antriebe als Brückentechnologie für seine Kunden einzusetzen. Der erste Plug-in-Hybrid der britischen Marke soll der Mittelmotor-Supersportwagen Valhalla werden.

In der Vergangenheit bekam Aston Martin Unterstützung vom chinesischen Autohersteller Geely, der mittlerweile 17 Prozent der Anteile hält. Ferner wolle man mit US-Elektrohersteller Lucid Motors zusammenarbeiten, der im Sommer 2023 rund vier Prozent von Aston Martin übernommen hatte. Zudem wurde der britischen Nobelmarke im vergangenen Jahr eine staatliche Förderung in Höhe von 9 Millionen Pfund zugesichert, um die Forschung und Entwicklung ihrer modularen batterieelektrischen Fahrzeugplattform weiter voranzutreiben.

Quelle: Autocar – Lagonda „completely dead“ as Aston Martin focuses on sports cars

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in News

FastBat: Maßgeschneiderte Batterien für Europas Zukunft

FastBat: Maßgeschneiderte Batterien für Europas Zukunft

Sebastian Henßler  —  

Prof. Kampker forscht nicht an Problemen, die keiner hat – sondern baut ein komplettes Batterieökosystem für Nischen, Drohnen und kritische Infrastruktur.

Renault 4 JP4x4 Concept: Strandbuggy mit Allradantrieb

Renault 4 JP4x4 Concept: Strandbuggy mit Allradantrieb

Sebastian Henßler  —  

Renault enthüllt bei den French Open 2026 den JP4x4 Concept – ein elektrisches Showcar, das Strandbuggy und Pick-up vereint und Allradantrieb demonstriert.

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

„Jede Ölpreiskrise ist ein Turbo für die Elektromobilität“

Michael Neißendorfer  —  

Und das „nicht aus Ideologie, sondern aus rein wirtschaftlichem Denken“, so Guillaume Dejean, Branchenexperte bei Allianz Trade.

Sachsens Wirtschaftsminister will Chinesen ins VW-Werk holen

Sachsens Wirtschaftsminister will Chinesen ins VW-Werk holen

Sebastian Henßler  —  

Das VW-Werk Zwickau steht vor einer ungewissen Zukunft – Sachsens Wirtschaftsminister sieht chinesische Partner als möglichen Ausweg für 8000 Beschäftigte.

Diese zwei EU-Länder schaffen bald 100 Prozent Ökostrom

Diese zwei EU-Länder schaffen bald 100 Prozent Ökostrom

Daniel Krenzer  —  

Eine Studie zeigt, welche zwei europäische Länder kurz davor stehen, 100 Prozent und mehr des Strombedarfs mit Erneuerbaren abzudecken. Und Deutschland?

E-Transporter: Chinesische Konkurrenz in Europa nimmt zu

E-Transporter: Chinesische Konkurrenz in Europa nimmt zu

Laura Horst  —  

Chinesische Hersteller von Elektrotransportern haben den europäischen Markt im Visier und machen etablierten Herstellern zunehmend Konkurrenz.

Togg und CATL-Tochter CAIT entwickeln B-Segment-Plattform

Togg und CATL-Tochter CAIT entwickeln B-Segment-Plattform

Sebastian Henßler  —  

CATL-Tochter CAIT und Togg entwickeln gemeinsam eine Fahrgestellplattform für drei B-Segment-Modelle – das erste davon soll 2027 in Serienproduktion gehen.