Alpine könnte seine Modellpalette, die die französische Marke bewusst schlank hält, in Zukunft auf insgesamt sechs Fahrzeuge erweitern. Aktuell bietet Alpine drei Modelle an: den Sportwagen A110, den Hot Hatch A290 und den Crossover A390. Während der A390 erst kürzlich auf den Markt kam, wird der A110 nun als Elektro-Version folgen, nachdem das Modell zuvor als Benziner vom Programm gestrichen wurde. Die Modelle A290 und A390 basieren auf Plattformen des Mutterkonzerns Renault, während der A110 die hauseigene Alpine Performance Plattform (APP) nutzt. Weitere Modelle sollen nicht folgen – zumindest innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre. Dann will die Marke das Portfolio auf insgesamt bis zu sechs Modelle erweitern. Geplant sind Varianten des A110 als Coupé, Spider und 2+2-Sitzer.
Als Hersteller für Sport- und Rennautos bedient Alpine eher ein eher kleines, höherpreisiges Segment. Den jährlichen Absatz schätzt die Plattform Autocar auf zirka 15.000 Fahrzeuge. „Was das Volumen angeht, sind wir eher auf der Seite von Ferrari als auf der von Porsche“, sagte der CEO Philippe Krief. „Wir sind natürlich nicht Ferrari und wir streben auch nicht an, Porsche zu sein. Wir wollen im Vergleich zu Porsche eher eine Nische besetzen. Wir möchten die Exklusivität und die Rentabilität unserer Modelle bewahren“, so Krief weiter.
Der unmittelbare Fokus bei Alpine liegt derzeit auf der Expansion in neue europäische Märkte und anschließend nach Nordamerika. Gegen Ende des Jahrzehnts will die Marke in Kanada und danach in den USA an den Start gehen. Angesichts des Fahrzeugsegments eine folgerichtige Entscheidung: „Der Sportwagenmarkt lag in den letzten 30 Jahren bei 350.000 Fahrzeugen pro Jahr und die Hälfte davon entfällt auf die USA“, sagte Krief.
Außerdem hatte Alpine Pläne, einen großen SUV für den US-Markt zu entwerfen, der als Kernstück dienen sollte. Diese Pläne hat die Marke jedoch verworfen oder zumindest auf Eis gelegt. Krief zufolge sei ein solches Modell für die Zukunft zwar nicht ausgeschlossen, jedoch verfüge man derzeit nicht über die entsprechende Plattform innerhalb des Mutterkonzerns. Seit dem Jahr 2018, in dem der A110 auf den Markt kam, ist Alpine gewachsen. Im Jahr 2025 konnte die Marke schließlich sogar sein Vorjahresergebnis bei den Zulassungen verdoppeln. Auch weiterhin will Alpine seine Strategie der Kontinuität bewahren, um weiter zu wachsen.
Quelle: Autocar – Alpine aims to be „more niche than Porsche“ with six-car line-up








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