Alpine: Modellpalette mit sechs Fahrzeugen geplant

Alpine: Modellpalette mit sechs Fahrzeugen geplant
Copyright:

Alpine

Maria Glaser
Maria Glaser
  —  Lesedauer 2 min

Alpine könnte seine Modellpalette, die die französische Marke bewusst schlank hält, in Zukunft auf insgesamt sechs Fahrzeuge erweitern. Aktuell bietet Alpine drei Modelle an: den Sportwagen A110, den Hot Hatch A290 und den Crossover A390. Während der A390 erst kürzlich auf den Markt kam, wird der A110 nun als Elektro-Version folgen, nachdem das Modell zuvor als Benziner vom Programm gestrichen wurde. Die Modelle A290 und A390 basieren auf Plattformen des Mutterkonzerns Renault, während der A110 die hauseigene Alpine Performance Plattform (APP) nutzt. Weitere Modelle sollen nicht folgen – zumindest innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre. Dann will die Marke das Portfolio auf insgesamt bis zu sechs Modelle erweitern. Geplant sind Varianten des A110 als Coupé, Spider und 2+2-Sitzer.

Als Hersteller für Sport- und Rennautos bedient Alpine eher ein eher kleines, höherpreisiges Segment. Den jährlichen Absatz schätzt die Plattform Autocar auf zirka 15.000 Fahrzeuge. „Was das Volumen angeht, sind wir eher auf der Seite von Ferrari als auf der von Porsche“, sagte der CEO Philippe Krief. „Wir sind natürlich nicht Ferrari und wir streben auch nicht an, Porsche zu sein. Wir wollen im Vergleich zu Porsche eher eine Nische besetzen. Wir möchten die Exklusivität und die Rentabilität unserer Modelle bewahren“, so Krief weiter.

Der unmittelbare Fokus bei Alpine liegt derzeit auf der Expansion in neue europäische Märkte und anschließend nach Nordamerika. Gegen Ende des Jahrzehnts will die Marke in Kanada und danach in den USA an den Start gehen. Angesichts des Fahrzeugsegments eine folgerichtige Entscheidung: „Der Sportwagenmarkt lag in den letzten 30 Jahren bei 350.000 Fahrzeugen pro Jahr und die Hälfte davon entfällt auf die USA“, sagte Krief.

Außerdem hatte Alpine Pläne, einen großen SUV für den US-Markt zu entwerfen, der als Kernstück dienen sollte. Diese Pläne hat die Marke jedoch verworfen oder zumindest auf Eis gelegt. Krief zufolge sei ein solches Modell für die Zukunft zwar nicht ausgeschlossen, jedoch verfüge man derzeit nicht über die entsprechende Plattform innerhalb des Mutterkonzerns. Seit dem Jahr 2018, in dem der A110 auf den Markt kam, ist Alpine gewachsen. Im Jahr 2025 konnte die Marke schließlich sogar sein Vorjahresergebnis bei den Zulassungen verdoppeln. Auch weiterhin will Alpine seine Strategie der Kontinuität bewahren, um weiter zu wachsen.

Quelle: Autocar – Alpine aims to be „more niche than Porsche“ with six-car line-up

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Maria Glaser

Maria Glaser

Aus dem geisteswissenschaftlichen Bereich kommend, verbindet Maria Glaser bei Elektroauto-News.net seit 2023 ihre Liebe zum Text mit fachlichen Inhalten. Seit ihrem Studium in Berlin und Wien arbeitet sie im Bereich Lektorat, Korrektorat und Content Writing, vor allem zu Mobilität.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Alpine

Alpine A110 Future: Erlkönig zeigt Elektro-Zukunft

Alpine A110 Future: Erlkönig zeigt Elektro-Zukunft

Sebastian Henßler  —  

Alpine zeigt den Erlkönig A110 Future und testet damit die Technik der dritten A110-Generation, die als erster echter Elektro-Sportwagen der Welt gilt.

Alpine A390 GTS: Crossover mit Nordschleifen-Ambitionen

Alpine A390 GTS: Crossover mit Nordschleifen-Ambitionen

Wolfgang Plank  —  

Alpine A390 GTS: 345 kW, 3,9 Sekunden auf 100 km/h und ein Track-Mode, der das Heck tanzen lässt. Wir haben den bisher teuersten Alpine auf die Probe gestellt.

Sieben Modelle, eine DNA: Alpines Weg bis 2030

Sieben Modelle, eine DNA: Alpines Weg bis 2030

Sebastian Henßler  —  

Alpine will bis 2030 sieben neue E-Modelle auf den Markt bringen. Direktor Amaury Marzloff erklärt, warum die A390 dabei der erste entscheidende Schritt ist.

Renault-Tochter Alpine wächst in Kernmärkten dreistellig

Renault-Tochter Alpine wächst in Kernmärkten dreistellig

Sebastian Henßler  —  

Alpine verkauft im ersten Quartal weltweit knapp 3250 Fahrzeuge. Allein der vollelektrische Hot Hatch A290 sorgt für den Großteil des Plus von 54,7 Prozent.

Wie Renaults Sportwagenmarke Alpine weiter wachsen will

Wie Renaults Sportwagenmarke Alpine weiter wachsen will

Michael Neißendorfer  —  

Alpine verzeichnete zuletzt in dreistelliges Wachstum und übertraf erstmals in seiner Geschichte 10.000 Zulassungen. Nun soll es weiter aufwärts gehen.

„futuREady“: Renault-Konzern plant 36 neue Modelle bis 2030

„futuREady“: Renault-Konzern plant 36 neue Modelle bis 2030

Michael Neißendorfer  —  

Renault hat eine neue Strategie festgelegt: Sie umfasst eine breite Elektrifizierung des Portfolios – auch für Dacia und Alpine – und 36 neue Modelle.