Xpeng macht Tempo: 30 neue Modelle in nur drei Jahren

Xpeng macht Tempo: 30 neue Modelle in nur drei Jahren
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 3 min

Dass viele Hersteller die Taktung der neu vorgestellten Elektroautos erhöhen, ist nichts Neues. Doch was der chinesische Elektroauto-Bauer Xpeng ankündigt und vorhat, macht es selbst Automobil-Journalisten schwer, den Überblick zu behalten: Innerhalb von nur drei Jahren will Xpeng insgesamt 30 neue Modelle präsentieren – darunter ein paar Facelifts, aber auch einige komplett neue Modelle. Das berichtet nun CnEVpost unter Bezug auf ein vorliegendes internes Schreiben.

„Dieses Jahr wird das erste Jahr sein, in dem Xpengs Produkt- und Technologieplattform auf- und ausbrechen wird“, schreibt das Fachportal. Xpengs Geschäftsführer He Xiaopeng kündigt demnach in dem Schreiben an, dass in diesem Jahr die ersten neuen Modelle auf den beiden neuen Elektroplattformen präsentiert werden sollen. Die größere, technisch anspruchsvollere Plattform soll Modelle mit einem Preis von mehr als 300.000 Renminbi Yuan (38.700 Euro) tragen, eine günstigere und kleinere Plattform soll etwa den halben Preis ermöglichen. „Diese beiden Modelle werden wichtige Eckpfeiler sein, die Xpeng helfen werden, das Preisband zwischen 100.000 und 400.000 RMB (12.900 und 51.600 Euro, Anm. d. Red.) zu füllen“, heißt es seitens Xpeng.

Der Geschäftsführer gehe davon aus, dass in diesem Jahr der Wettbewerb bei den Elektroautos deutlich härter als zuletzt werden dürfte. Bei Xpeng geht man offenbar davon aus, in eine Konsolidierungsphase eingetreten zu sein, an deren Ende manche Hersteller wieder aufgeben müssen. Im Schreiben ist von einem bevorstehenden „Blutbad„-Wettstreit die Rede. Man sehe sich dafür aber gut gerüstet, habe bereits viele Erfahrungen gesammelt und gehe davon aus, dank Beharrlichkeit siegreich daraus hervorzugehen.

Allein in diesem Jahr will Xpeng – das Unternehmen wurde erst vor zehn Jahren gegründet – 4000 neue Arbeitsplätze schaffen und spätestens zum Jahresende in einen neuen „Hochgeschwindigkeitszyklus“ eintreten. In dem internen Schreiben habe He Xiaopeng zudem Xpengs den Fokus auf die Technologie des intelligenten Fahrens gelegt. Dieses Jahr werde demnach das erste sein, in dem Xpeng sich auf diesem Kurs auf höherem Niveau bewegt und „intelligentes Fahren auf höherem Niveau von China in die Welt bringt“. Allein in diesem Jahr sollen 3,5 Milliarden Renminbi Yuan (450 Millionen Euro) in Techniken rund um künstliche Intelligenz und autonomes Fahren investiert werden.

Expansion auch in Deutschland geplant

„Unabhängig davon, wie groß die Herausforderungen sind und wie viel Investitionen erforderlich sind, müssen wir Xpengs Marke und Marketing in kürzester Zeit zu einem der unbestrittenen Spitzenreiter in der Branche machen“, schrieb der Geschäftsführer zudem an seine Mitarbeiter:innen. Auch im Designbereich soll es zu deutlichen Verbesserungen kommen, lautet eine weitere Vorgabe. Insgesamt sei eine stärkere Globalisierung das Ziel, unter anderem die europäischen Märkte sollen nun stärker verfolgt werden als bislang. Für Deutschland ist ein Händlernetz mit bis zu 130 Standorten geplant.

Quelle: CnEVpost – „Xpeng has about 30 new and facelifted models planned for next 3 years, CEO says in internal letter“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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