XPeng kündigt Produktoffensive für die nächsten Jahre an

Cover Image for XPeng kündigt Produktoffensive für die nächsten Jahre an
Copyright ©

Basel Al seoufi / Shutterstock.com

Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
  —  Lesedauer 2 min

XPeng, ein chinesischer Hersteller von Elektroautos, plant in diesem Jahr die Einführung von zwei neuen Modellen. Neben der bereits bekannten Einstiegsmarke Mona soll ein weiteres mittelgroßes Auto auf den Markt kommen. He Xiaopeng, CEO von XPeng, erläuterte in einer kürzlichen Telefonkonferenz die Pläne des Unternehmens für das laufende Jahr.

Die Marke Mona wird demnach nächsten Monat offiziell vorgestellt. Xpeng plant, mit dieser Marke den Massenmarkt im Segment von um die 20.000 US-Dollar (ca. 18.400 Euro) zu erschließen. Das erste Modell dieses Projekts soll ein Elektro-Kleinstwagen sein, der sich deutlich von den bisherigen Produkten von Xpeng unterscheiden soll. Ein kürzlich veröffentlichtes Teaser-Bild zeigt auffällige Licht-Cluster, versteckte Türgriffe und Seitenkameras. Nach der Enthüllung im kommenden Monat ist der Markteintritt für das dritte Quartal geplant, die Auslieferungen sollen im vierten Quartal beginnen.

Aber unter Mona wird nicht das einzige neue Auto enthüllt, das XPeng dieses Jahr einführt. Ein weiteres Elektroauto, eine mittelgroße E-Limousine, wird ebenfalls erwartet. Dieses Modell nutzt XPengs neueste Technologie, um die Produktionskosten zu senken, und ist mit dem XNGP-Intelligent-Driving-System ausgestattet. XPeng rechnet im dritten Quartal dieses Jahres mit einem signifikanten Anstieg der monatlichen Auslieferungen, dank der neuen Limousine und des Mona-Autos.

Der Oktober scheint ein entscheidender Monat für XPeng zu sein, da in dieser Zeit viele wichtige Entwicklungen erwartet werden. He Xiaopeng sagte, dass er auf Veränderungen in der zweiten Jahreshälfte, insbesondere ab Oktober, gespannt sei. In dieser Zeit sollten bedeutende Fortschritte in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Gewinnmargen, Cashflow und KI-Intelligent-Driving erzielt werden.

XPeng will ins Ausland expandieren

Ein weiterer wichtiger Bestandteil von XPengs Wachstumsstrategie ist die Expansion ins Ausland. Geplant sind Verkäufe in 20 Ländern, darunter auch Märkte mit Rechtslenkern. Noch in diesem Monat veröffentlicht XPeng die Preise und beginnt mit der Annahme von Vorbestellungen für den G6 in Europa. Eine Rechtslenkerversion des G6 soll im dritten Quartal auf den Markt kommen, wobei der Verkauf in bestimmten Rechtslenkermärkten wie Hongkong und Australien kurz darauf beginnt.

Mit diesen umfassenden Plänen zeigt XPeng deutlich, dass das Unternehmen seine Position im globalen Markt stärken und seine Innovationsführerschaft im Bereich der Elektroautos weiter ausbauen möchte. Die kommenden Monate werden entscheidend für den Erfolg dieser Strategien sein, und XPeng blickt mit Zuversicht in die Zukunft.

Quelle: CarNewsChina.com – XPeng sales to get big Q4 boost by new sedans and exports

worthy pixel img
Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

Artikel teilen:

Schreib einen Kommentar und misch dich ein! 🚗⚡👇


Spiritogre:

BYD verkauft 90 Prozent in China und über die Hälfte sind Hybride. Und bei 3 Millionen hätten sie theoretisch noch ziemlich wachstumspotenzial, wenn ihre Autos wenigstens entweder was taugen oder wenigstens super billig wäre. Aber billig sind sie eben nur in China…

Bei VW hast du mal kurz Corona und den ganzen Rattenschwanz vergessen. Und seither sind die Preise massiv gestiegen. Gab halt gerade irgendwo eine Meldung, dass das Durchschnittsalter der Autos steigt. Die Leute behalten lieber ihre alten Autos, weil die Preise so nach oben gingen.

Sledge:

Viel interessanter wie die absoluten Verkaufszahlen sind mMn die Steigerungen/Veränderungen der verschiedenen Hersteller. BYD hat alleine im März 2024 46% mehr Fahrzeuge verkauft wie im März 2023. VW hingegen hat noch im Jahr 2019 weltweit fast 11 Mio. Fahrzeuge verkauft. 2023 waren es noch 9,24 Mio. Fahrzeuge. Das ist viel aussagekräftiger als die monatlichen Verkaufszahlen.

Gregor:

Also XPeng sollte man langsam mit Handschuhen anfassen. Den G9 finde.ich Technisch sehr spannend. Aber zu den angeblichen 20 Filialen/Händlern im Mai in DE findet man komplett gar nix auf der XPeng Website. Und wir haben den 22.5. Wenn die nicht mal das auf die Ketten bekommen, dann wie soll ich dann Wunder-Zauber-Automatisch-Fahren oder viele neue Modelle erwarten.

Marketing und Außenwirkung sollten schon durchdacht sein, wenn man parallel hochkomplexe Maschinen und Software ankündigt.

Spiritogre:

Der Witzt ist ja, das sind ja auch Großteils Winz-Firmen. Die stellen die Hälfte der Autos von Porsche her, wenn überhaupt. Das sind bei den Chinesen alles keine Massenmarkt-Produkte.

Selbst größere wie BYD krebsen bei 3 Millionen rum und davon verbleiben 90 Prozent in China.
Volvo alleine steht bei ca. 700.000 Autos im Jahr, Polestar ist bei 54.000, Smart bei 70.000, alle Geely Marken zusammen 2,8 Millionen, die meisten davon Verbrenner.

Zum Vergleich, VW verkauft über 780.000 Autos im Monat…

Peter Bigge von Berlin:

Es fällt mir bereits schwer alle bisher in Deutschland verfügbaren Marken aufzuzählen, welches nicht gerade wenige sind.
Bei der inflationären Flut an chinesischen Marken, die so mittlerweile täglich angekündigt werden, fällt mir nur der Vergleich mit den Handyanbietern ein:
Die etablierten Marken will jeder, der Rest wandert auf den Grabbeltisch oder wandert nach kurzem Gebrauch in die Tonne.

Ähnliche Artikel

Cover Image for China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

China-Experte: „Fehler sind Teil des Fortschritts“

Sebastian Henßler  —  

In der aktuellen Podcast-Folge hatte ich die Gelegenheit, mit Dr. Thomas Kiefer zu sprechen – Journalist, Asien-Experte und profunder Kenner der chinesischen Industriepolitik. Seit Ende der 1980er Jahre beobachtet er vor Ort in Shanghai die Entwicklungen, war unter anderem in Joint Ventures wie Shanghai Volkswagen unterwegs und hat über Jahrzehnte hinweg verschiedene Länder Asiens bereist […]

Cover Image for Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Alpitronic CEO: „Laden muss immer funktionieren“

Sebastian Henßler  —  

Im exklusiven Interview verrät Philipp Senoner, warum 400 kW für den Massenmarkt reichen, 850 kW und darüber hinaus aber als Sonderlösung kommen werden.

Cover Image for Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Diese 7 günstigen E-Autos unterstützen Plug & Charge

Daniel Krenzer  —  

Stecker rein und einfach losladen: Diese unkomplizierte Art des E-Auto-Ladens gibt es für immer mehr Modelle. Doch welche sind die günstigsten?

Cover Image for Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Volkswagen richtet Produktion auf KI-gestützte Zukunft aus

Michael Neißendorfer  —  

Effizienter, intelligenter und resilienter will Deutschlands größter Autohersteller werden: Dafür setzt der VW-Konzern in der Produktion verstärkt KI ein.

Cover Image for Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Neuer Volvo XC70: Der Plug-in-Hybrid für die Langstrecke

Michael Neißendorfer  —  

Im stadtnahen CLTC-Zyklus fährt der neueste Plug-in-Hybrid von Volvo 200 Kilometer weit. Ob er nach Europa kommt, ist noch offen.

Cover Image for Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Nio: 200.000 Akku-Wechsel in Europa, aber kaum neue Stationen

Daniel Krenzer  —  

Mit der Anzahl der getauschten Akkus geht es für Nio in Europa voran, doch von den 170 geplanten Standorten gibt es bislang nur 60.