VW ID.Polo und Cupra Raval ab sofort in Serienproduktion

VW ID.Polo und Cupra Raval ab sofort in Serienproduktion
Copyright:

Volkswagen

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 4 min

Das Stammwerk von Seat / Cupra in Martorell hat die Produktion des Cupra Raval und des Volkswagen ID. Polo aufgenommen und damit eine neue Ära der Mobilität eingeläutet, um Europa von Spanien aus zu elektrifizieren. Die Einführung der urbanen Elektroautofamilie des VW-Konzerns soll die Elektromobilität auf dem gesamten Kontinent zugänglich machen. Zu diesem Projekt, das Seat / Cupra im Auftrag der Markengruppe Core des Konzerns leitet, gehören vier vollelektrische Modelle von drei verschiedenen Marken, die alle in Spanien hergestellt werden.

An der offiziellen Veranstaltung nahmen unter anderem Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez, Oliver Blume, Vorstandsvorsitzender des Volkswagen Konzerns, Thomas Schäfer und Markus Haupt teil. Thomas Schäfer ist Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG, CEO der Marke Volkswagen, verantwortlich für die Markengruppe Core und Vorsitzender des Aufsichtsrats von Seat / Cupra. Markus Haupt ist CEO von Seat / Cupra. Auch der Vorstand von Seat / Cupra war vor Ort.

„Der heutige Tag ist weit mehr als nur der Startschuss für die Produktion von zwei Fahrzeugen. Er ist ein Meilenstein für Seat / Cupra und ein klarer Beweis dafür, was wir durch Teamarbeit erreichen können“, sagte Markus Haupt anlässlich des Produktionsstarts. „Wir haben unsere Transformation abgeschlossen, mehr als drei Milliarden Euro in Martorell investiert und einen tiefgreifenden kulturellen Wandel vorangetrieben. Damit ist Martorell heute ein industrieller Schlüsselstandort.“

Die urbane Elektroautofamilie ist das erste Projekt dieser Größenordnung, das von Seat / Cupra im Auftrag der VW-Markengruppe Core geleitet wird, und stellt einen bedeutenden Schritt in der Rolle des Unternehmens innerhalb des Konzerns dar. Die auf einer gemeinsamen Plattform basierende urbane E-Auto-Familie hat die Komplexität und die Produktionskosten verringert und gleichzeitig vier unterschiedliche Modelle hervorgebracht, die jeweils unterschiedliche Kundenbedürfnisse erfüllen sollen. Im Einklang mit dem neuen markenübergreifenden Führungsmodell soll das Unternehmen nun die Elektrifizierung von der Iberischen Halbinsel aus weiter vorantreiben, indem es die Weiterentwicklung der MEB21-Plattform anführt.

„Die urbane Elektrofahrzeugfamilie zeigt, wie die Markengruppe Core Synergien nutzt und die Zusammenarbeit innerhalb des Konzerns fördert, um Elektromobilität in großem Maßstab zu realisieren“, sagte VW-Marken-CEO und Chef der Markengruppe Core Thomas Schäfer. „Der Erfolg von Seat / Cupra bei der erstmaligen Leitung eines markenübergreifenden Projekts zeigt die Stärke unseres Modells. Die gemeinsame Plattform stärkt die Wettbewerbsfähigkeit im Einstiegssegment. Zugleich ermöglicht sie Kosteneinsparungen in Höhe von 600 Millionen Euro und bildet die Basis für vier klar differenzierte Modelle.“

VW will Europa von Spanien aus elektrifizieren

Die Markteinführung des Cupra Raval und des Volkswagen ID. Polo bildet den Höhepunkt einer historischen Transformation, die die Position von Seat / Cupra als wichtigen Akteur der Automobilindustrie weiter festigen soll. Nach dem Produktionsstart der beiden vollelektrischen Fahrzeuge ist das hochmoderne Werk in Martorell bereit, mit einem flexiblen Produktionsansatz für Elektro-, Hybrid- und Verbrennungsfahrzeuge eine Vorreiterrolle in der Mobilität der Zukunft zu übernehmen.

Volkswagen

„Überzeugende Einstiegsmodelle, die für viele erschwinglich sind und Platz sowie Spitzentechnologie bieten, wie man sie aus höheren Segmenten kennt: Mit der urbanen Elektrofahrzeugfamilie treibt der Volkswagen Konzern die Elektrifizierung in Europa voran“, sagte Konzernchef Oliver Blume. „Wir investieren mehrere Milliarden, um Spanien zu einem zentralen Knotenpunkt der Elektromobilität zu machen. Und wir setzen ein klares Zeichen: Auch wenn sich der globale Wettbewerb verschärft, glauben wir an unseren Heimatmarkt Europa – unsere urbane Elektrofahrzeugfamilie wird aus Europa kommen, für Europa. Jetzt gilt es, diese Dynamik mit einer klaren ‚Made in Europe‘-Strategie zu nutzen. Sie muss gleiche Wettbewerbsbedingungen gewährleisten und die industrielle Basis Europas stärken.“

Viel mehr als nur ein Stadtauto: der ID. Polo und der Cupra Raval

Der neue Volkswagen ID. Polo ist die vollelektrische Version eines der erfolgreichsten Modelle in der Unternehmensgeschichte. Mit mehr als 20 Millionen verkauften Exemplaren schlägt der Polo nun ein neues Kapitel auf – komplett neu konzipiert und konsequent auf die Zukunft ausgerichtet. Das Modell kommt mit einer WLTP-Reichweite von bis zu 454 langstreckentauglichen Kilometern und dem neuen Connected Travel Assist, einschließlich automatischer Ampelerkennung, effizientem One-Pedal-Drive oder der Vehicle-to-Load-Funktion, die den ID. Polo zu einer mobilen Stromquelle für Geräte wie E-Bikes macht.

Volkswagen

Die Einführung des Cupra Raval läutet ein neues Kapitel in der Geschichte von Seat / Cupra ein und markiert die nächste Etappe im beachtlichen Wachstum von Cupra. Er kommt in drei Ausführungen auf den Markt und bietet ebenfalls eine Reichweite von rund 450 Kilometern.

Nach seiner Markteinführung im Sommer soll der Raval die Dynamik von Cupra weiter beschleunigen. Acht Jahre nach ihrem Launch ist die Challenger-Brand so erfolgreich ist wie nie zuvor: Seit der Markteinführung hat Cupra mehr als eine Million Fahrzeuge verkauft. Im Jahr 2026 erzielte die Marke ihr bisher bestes erstes Quartal; der März war zudem der umsatzstärkste Monat der Unternehmensgeschichte. Damit kommt Cupra seinem Ziel, einen Marktanteil von drei Prozent in Europa zu erreichen, immer näher.

Cupra

Quelle: Volkswagen – Pressemitteilung vom 03.06.2026

worthy pixel img

Dir gefällt Elektroauto-News?

Mache uns zu deiner bevorzugten Quelle bei Google. Dadurch werden dir unsere neuesten Artikel und Testberichte in deiner Google-Suche häufiger angezeigt.

Google Preferred Badge - Elektroauto-News
Kostenlos & jederzeit in deinen Google-Einstellungen änderbar.
Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

Artikel teilen:

Wird geladen...

Weiteres in Cupra Elektroautos

VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen

VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen

Daniel Krenzer  —  

Seat könnte entgegen früherer Pläne doch langfristig bestehen bleiben. Neue Modelle sind in Arbeit, perspektivisch sollen auch E-Autos folgen.

Cupra plant Serienproduktion des Tindaya-Showcars

Cupra plant Serienproduktion des Tindaya-Showcars

Laura Horst  —  

Cupra hat die Serienproduktion des Konzeptautos Tindaya angekündigt. Das Premium-SUV soll in den kommenden Jahren auf den Markt kommen.

Cupra Raval VZ: Rebel mit kleinen Schwächen

Cupra Raval VZ: Rebel mit kleinen Schwächen

Stefan Grundhoff  —  

Der Cupra Raval VZ fährt sich wie ein Sportler, kostet mehr als 43.000 Euro, liefert dabei in der Praxis weniger Reichweite als auf dem Papier versprochen.

EU-Deal zum Tavascan stützt Cupras Marge

EU-Deal zum Tavascan stützt Cupras Marge

Sebastian Henßler  —  

Seat und Cupra weisen für das erste Quartal ein Betriebsergebnis von 43 Millionen Euro aus. Der Umsatz sinkt zwar, das Ergebnis aber steigt.

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Cupra-Chef Haupt: Der Raval ist ein Gamechanger

Sebastian Henßler  —  

Cupra-Chef Markus Haupt erklärt, warum der Raval ab 26.000 Euro ein Gamechanger ist und sich Cupra an keinem Rabattkrieg beteiligen wird.

Cupra Raval: Was ihn vom ID. Polo unterscheidet

Cupra Raval: Was ihn vom ID. Polo unterscheidet

Wolfgang Gomoll  —  

Der Cupra Raval teilt sich die Plattform mit VW ID. Polo und Škoda Epiq, will aber mit mehr Sportlichkeit und emotionalem Design seinen eigenen Weg fahren.