VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen

VW-Marke Seat lebt – und will bald auch E-Autos bauen
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Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Es war ein Paukenschlag, als Volkswagen Ende 2023 verkündete, dass die Marke Seat ab 2030 keine Autos mehr bauen soll, sondern zur Mobilitätsmarke wird. Seitdem wird in Spanien mit Blick auf die unterschiedliche Kundenbasis streng nach Verbrennern von Seat und sportlich-agilen Modellen mit verschiedenen Antrieben inklusive Elektroautos unter der Submarke Cupra getrennt. Lange ist nichts wirklich Neues bei Seat passiert, doch nun werden die Verbrenner Ibiza und Arona erneuert – und laut eines Berichts des britischen Fachmagazins Autocar stehen nun erstmals seit langem wieder neue Modelle an.

Dabei geht es offenbar zunächst erstmal um neue Verbrennermodelle, perspektivisch soll Seat aber ebenfalls Elektroautos bauen. Und das wiederum klingt überhaupt nicht mehr danach, als würde die Automarke Seat wirklich in absehbarer Zeit vom Markt verschwinden sollen. „Wir können uns unser Unternehmen ohne Seat nicht vorstellen. Seat ist das Erbe unseres Unternehmens und hat in Spanien und anderen Ländern Geschichte geschrieben“, wird Geschäftsführer Markus Haupt hierzu zitiert.

Keine „Cupra lights“ mit Seat-Logo

Doch ein nun offenbar wieder wahrscheinlicherer Fortbestand der Marke muss auch elektrisch sein, das ist alleine durch die immer strenger werdenden CO2-Flottengrenzwerte klar. „Wenn wir uns den Jahren 2029 und 2030 stellen und die CO2-Vorschriften strenger werden als heute, wird sicherlich ein Punkt kommen, an dem wir darüber diskutieren müssen, wie die Zukunft dieser Marke aussehen kann“, sagte Haupt. Er hoffe zudem, dass Seat auch nach 2035 weiterhin Autos verkaufen werde – vor allem mit Blick auf die Überseemärkte, die weniger schnell elektrifiziert werden.

Derzeit ist offenbar der Plan, noch für Seat noch ein wenig abzuwarten, bis die Produktionskosten für Elektroautos weiter sinken – und dann ebenfalls einzusteigen. Allerdings sei keinesfalls geplant, „abgespeckte“ Versionen von etablierten E-Autos von Cupra mit einem Seat-Logo zu versehen. Konkret auf eine mögliche Seat-Version des Cupra Raval angesprochen sagte der Geschäftsführer: „Das würden wir niemals tun, denn ich denke, wir müssen beide Marken differenziert halten. Der Raval wird immer ein Cupra sein, und Cupra-Fahrzeuge einfach nur auszublenden und daraus Seats zu machen, ist für uns sicher nicht die richtige Strategie.“

Quelle: Autocar – New Seat cars on horizon as brand diverges from Cupra

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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