„Fast obszön“: Vergleichstest zwischen BMW i7 M70 und Mercedes-AMG EQS

„Fast obszön“: Vergleichstest zwischen BMW i7 M70 und Mercedes-AMG EQS
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BMW | BMW i7

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Was für ein Duell in der letzten Ausgabe der „Auto Bild“ im Jahr 2023 (Erscheinungstag: 28. Dezember): Der knapp 174.000 Euro teure Mercedes-AMG EQS 4Matic tritt gegen den gut 10.000 Euro teureren BMW i7 M70 xDrive an (Preise jeweils inklusive Sonderausstattung). „Fast obszön“ nennen die Tester es selbst, dass zwei Autos zum Vergleich vorgefahren sind, die zusammen den Wert eines Einfamilienhauses haben – wenn auch weder in München noch in Stuttgart.

Der Mercedes ist mit 5,22 Metern kürzer als der BMW mit seinen 5,39 Metern, beide gehören damit aber eindeutig zur Oberklasse der Limousinen. Mit Blick auf die Leistungsdaten sind beide sogar Spitzenklasse: Der AMG leistet 560 kW (761 PS), der M70 immerhin 485 kW (659 PS). Beide werden mit mehr als 1000 Newtonmeter maximales Drehmoment nach vorne gepeitscht, beide schaffen 250 Stundenkilometer in der Spitze, beide haben einen mehr als 100 kWh fassenden Akku verbaut, der WLTP-Reichweiten von 559 (BMW) und 570 (Mercedes) Kilometern ermöglicht. Und beide laden mit maximal bis zu (knapp) 200 kW.

Weniger als 400 Kilometer reale Reichweite

Wer in solch einem solch leistungsstarken Elektroauto unterwegs ist, wird aber selten WLTP-konform fahren. Das haben auch die Tester festgestellt, die auf Testverbräuche von 30,8 kWh beim BMW und sogar 34,5 kWh beim Mercedes kamen, womit die Reichweiten jeweils auf etwas weniger als 400 Kilometer zusammenschrumpften – was aber freilich immer noch aller Ehren wert ist.

amg-eqs-mercedes-benz
Mercedes-Benz

In den Kategorien „Konnektivität“, „Antrieb“ und „Umwelt“ liegen laut Testern beide Fahrzeuge quasi gleichauf. Beim „Komfort“ schneidet hingegen der BMW ein gutes Stück besser ab, was unter anderem an der angenehmeren Federung sowie dem etwas bequemeren Einstieg und Sitzen festgemacht wird. Bei „Antrieb“ und „Fahrdynamik“ macht der AMG allerdings etwas an Boden gut. Dass der Mercedes den Vergleichstest am Ende mit 603 zu 595 von 800 möglichen Punkten gewinnt, liegt vor allem am Kostenfaktor. So sei neben der „günstigeren“ Anschaffung auch die Wartung etwas weniger kostenintensiv als beim BMW.

Kleinigkeiten entscheiden am Ende

Am Ende seien es Kleinigkeiten wie Kofferraum, Variabilität und Funktionalität, die zugunsten des Mercedes-AMG entscheiden, stellen die Tester in ihrem Fazit fest. „Was den puren Luxus betrifft, liegt der i7 aber klar vorne“, führen sie jedoch aus. Dafür sei er jedoch auch „sündhaft teuer“.

Quelle: Auto Bild (28. Dezember 2023, S. 20 bis 29) – „Strompreissteigerung“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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