Sicherheitsrisiko: 1,85 Millionen Teslas brauchen ein Update

Sicherheitsrisiko: 1,85 Millionen Teslas brauchen ein Update
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Daniel Krenzer
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In den USA muss der Elektroautohersteller Tesla bei fast zwei Millionen seiner Elektroautos ein Sicherheitsrisiko ausmerzen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, könnte bei den betroffenen Teslas eine nicht vollständig geschlossene Motorhaube nicht erkannt werden. Dies könnte dazu führen, dass sie während der Fahrt aufspringt und die Sicht des Fahrers behindert. Da das Problem jedoch softwareseitig gelöst werden kann, müssen die E-Auto-Fahrer ihren Tesla nicht in die Werkstatt bringen.

Über ein Over-the-air-Update (OTA) werden die Fahrer aufgefordert, ein Software-Update herunterzuladen. Mit diesem werde das Problem gelöst. Über den dennoch Rückruf genannten Vorfall berichtete die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA). Betroffen sind demnach die Tesla-Modelle Model 3, Model S, Model X und Model Y der Jahre 2021 bis 2024. Laut Tesla seien Elektroautos mit einem Motorhaubenverschluss betroffen, der in China von Magna Closures hergestellt wurde. Im genannten Zeitraum waren dies aber offenbar fast alle verkauften Teslas.

Tesla habe im März mit entsprechenden Untersuchungen begonnen, nachdem es aus China wiederholt Berichte von sich während der Fahrt öffnenden Motorhauben gab. In den USA seien bislang nur drei solcher Vorfälle bekannt. Dies sei jedoch jedes Mal glimpflich ausgegangen. In Europa sei dieses Phänomen nicht in auffälliger Weise aufgetreten, obwohl auch dort in China gefertigte Tesla unterwegs sind. Auch wenn dies im Reuters-Text nicht explizit erwähnt wird, dürften auch die in China und Europa verkauften Teslas das Update erhalten.

Tesla ist solche großen Software-Updates gewohnt. Bereits im Dezember mussten mehr als zwei Millionen Elektroautos wegen Problemen mit dem Autopiloten ein Update erhalten. Da die Software im Tesla aber das zentrale Organ ist, sind die allermeisten Rückrufe der Vergangenheit für den Kunden komfortabel durch Software-Updates ohne Werkstattbesuch vonstatten gegangen.

Quelle: Reuters – „Tesla recalls 1.85 million US vehicles over unlatched hood issue“

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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