Losladen oder warten? Teslas Ladeplanung wird noch exakter

Losladen oder warten? Teslas Ladeplanung wird noch exakter
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Supercharger am Tesla-Werk Grünheide – Maurizio Fabbroni / Shutterstock / 2430250571

Daniel Krenzer
Daniel Krenzer
  —  Lesedauer 2 min

Schon jetzt berücksichtigt die Ladeplanung in Elektroautos des US-amerikanischen Herstellers Tesla, ob zum Ankunftszeitpunkt an einer Tesla-Ladestation – den sogenannten Superchargern – voraussichtlich ein Ladeplatz zur Verfügung stehen wird oder ob mit Wartezeit zu rechnen ist. Doch noch ist dieses System fehleranfällig, denn vor allem rund um Verweilmöglichkeiten wie Einkaufszentren oder Restaurants kommt es immer wieder vor, dass die Elektroautos länger an der Ladestation stehen als von der Software prognostiziert oder schon bei vergleichsweise hohen Restladeständen den Ladevorgang starten, weil das Auto ohnehin gerade steht. Ein neues Machine-Learning-Modell soll die Prognosen nun deutlich verbessern, berichtet Heise.

14,4 Millionen Kilometer anonymisierte Fahrzeugdaten von Tesla-Fahrern seien dafür als Lerninhalte in die künstliche Intelligenz als Zutaten geschüttet worden, um die Prognosen für die Ladedauer enger an die Realität zu koppeln. „Dadurch, dass Tesla zugleich Ladenetzbetreiber, Anbieter der Routenplanung als auch Autohersteller ist, hat Tesla hierbei einen Vorteil gegenüber anderen Anbietern von Ladesäulen“, stellt Heise zudem fest und verweist darauf, dass die Bundesregierung mit dem Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 die Situation an den öffentlichen Ladestationen des Landes transparenter und einfacher gestalten möchte.

Fehlerrate nur noch 20 Prozent

So soll das neue Modell nun auch losgelöst von der Navigation anhand des Ladestands und Standorts eines Fahrzeuges frühzeitig erkennen, ob es mit einer hohen Wahrscheinlichkeit in Kürze an einem nahegelegenen Supercharger laden wird. Laut Tesla wurde die Fehlerrate bei der Warteschlangeneinschätzung auf diese Weise demnach auf 20 Prozent gesenkt. Bei seltenen Extremsituationen mit mehr als zehn wartenden Fahrzeugen bedeute das eine Prognoseabweichung von nur ein bis zwei Elektroautos, heißt es bei Heise.

Aktuell komme es an stark frequentierten Ladestationen wie bei Einkaufszentren aus den genannten Problemen immer wieder vor, dass sich Staus von wartenden Tesla-Elektroautos bildeten, was mitunter auch Einfluss auf den allgemeinen Verkehrsfluss vor Ort habe – wie gesagt geht es hier um eine weltweite Betrachtung. In Deutschland sind solche Szenen, die hauptsächlich aus den USA bekannt sind, bislang äußerst selten.

Vielen Tesla-Fahrern geht dies laut entsprechenden Community-Diskussionen offenbar nicht weit genug. So wünschten sich viele eine feste Warteschlange-Regelung, bei der es nicht möglich sei, sich frech an eine frei werdende Ladestation vorzudrängeln. Zwar werde wohl mit einer solchen Möglichkeit getestet, doch durch die Öffnung der Ladestationen an alle Elektroautos auch ohne Tesla-Logo sei eine Umsetzung nur schwerlich möglich.

Quelle: Heise – Tesla verbessert Warteschlangenprognosen für Supercharger-Netzwerk

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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