Tesla bietet 546 Gratis-Ladepunkte in Grünheide

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Tesla | Symbolbild

Sebastian Henßler
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  —  Lesedauer 2 min

Wer am Werkstor der Tesla-Fabrik in Grünheide eintrifft, sieht sofort: Hier stehen auffällig viele Ladesäulen. Besonders in den Bereichen rund um den Haupteingang reiht sich eine Ladestation an die nächste. Tatsächlich sind es laut Tesla exakt 546 Ladepunkte auf dem gesamten Gelände – verteilt auf mehrere Parkflächen. Der Großteil davon befindet sich auf dem südlichen Teil des Parkplatzes: 527 Ladepunkte stehen dort bereit. Weitere 19 sind auf der Nordseite installiert. Ein Teil dieser Ladeplätze ist überdacht, genauer gesagt 226 Stück. Diese überdachten Stellflächen wurden in direkter Nähe zum Eingang eingerichtet. Die dort installierten Lader bieten eine Leistung von 11 Kilowatt.

Besonders auffällig: Die Ladesäulen stehen nicht nur Tesla-Mitarbeitenden zur Verfügung, wie MOZ.de berichtet. Auch externe Besucher:innen sowie Durchreisende können ihre Elektroautos dort aufladen – und das kostenlos. Lediglich die Nutzung der separaten Supercharger-Station (auf dem Titelfoto zu sehen) ist kostenpflichtig. Dieser Bereich umfasst 19 Schnellladesäulen der vierten Generation. Sie liefern jeweils bis zu 250 Kilowatt Ladeleistung. Fremdfabrikate können dort ebenfalls laden, müssen aber mit einem Preis von 53 Cent pro Kilowattstunde rechnen.

Im Gegensatz dazu ist der Strom an den regulären Ladepunkten kostenfrei. Wer hier sein Elektroauto anschließt, zahlt keinen Cent. Damit hebt sich die Tesla-Fabrik deutlich von anderen Ladeparks ab. Zum Vergleich: In Merklingen, einer kleinen Gemeinde in Baden-Württemberg, gibt es einen ebenfalls großen Ladepark mit 259 Ladepunkten. Dort zahlen Nutzer aktuell 39 Cent pro Kilowattstunde. Der Ladepark in Merklingen liegt direkt an der Autobahn A8 zwischen Stuttgart und Ulm, in einer Region mit rund 3000 Einwohnern. Auch dort wird Strom aus erneuerbaren Quellen genutzt.

Der Vergleich greift hier teilweise ein wenig kurz, da für Tesla das kostenfreie Laden positiv aufs Image einzahlt. Etwa 11.000 Menschen arbeiten derzeit in der Gigafactory. Für sie ist die Ladeinfrastruktur ein praktisches Extra im Alltag. Gleichzeitig signalisiert das Unternehmen, dass Elektromobilität nicht nur im Produkt, sondern auch im Umfeld mitgedacht wird.

Eine Besonderheit ist, dass Tesla in Grünheide auf Solarstrom setzt: Auf den Dächern der überdachten Ladezonen wurden zahlreiche Solarpanels installiert. Die Anlage soll laut Angaben des Unternehmens eine Spitzenleistung von bis zu einem Megawatt erreichen. Wer mit einem Verbrenner auf einem Ladeplatz parkt, sollte mit Konsequenzen rechnen. Schilder machen deutlich, dass diese Bereiche ausschließlich Elektroautos vorbehalten sind. Verstöße können zu Bußgeldern führen.

Quelle: MOZ.de – Größter Ladepark der Welt – kostenlos laden an Gigafactory

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Sebastian Henßler

Sebastian Henßler

Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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