Ikea bietet in Deutschland dynamischen Stromtarif für zuhause an

Ikea bietet in Deutschland dynamischen Stromtarif für zuhause an
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Daniel Krenzer
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Ikea Deutschland baut sein Engagement rund um Elektromobilität und erneuerbare Energien konsequent aus und geht dabei den nächsten Schritt: Mit dem neuen dynamischen Stromtarif „Svea Strom“ erweitert der Möbelkonzern laut Pressemitteilung sein Angebot erstmals auf die Stromversorgung von Privathaushalten. Somit kann zukünftig das Elektroauto nicht nur beim Möbelriesen selbst, sondern zuhause mit Ikea-Strom geladen werden. Damit positioniert sich das schwedische Unternehmen nicht nur als Anbieter von Ladeinfrastruktur, sondern zunehmend auch als Akteur im Energiemarkt.

Der neue Tarif basiert auf den Preisen der Strombörse und passt sich viertelstündlich an Angebot und Nachfrage an. Kundinnen und Kunden zahlen somit keinen festen Arbeitspreis, sondern profitieren dann von günstigen Konditionen, wenn viel erneuerbarer Strom im Netz ist – etwa bei starkem Wind oder hoher Solarstromerzeugung. Solche Tarife gibt es bereits von anderen Anbietern, der bekannteste darunter ist wohl Tibber.

Gerade Haushalte mit steuerbaren Verbrauchern wie Wärmepumpen oder Wallboxen können davon profitieren, indem sie ihren Stromverbrauch gezielt in preisgünstige Zeitfenster verlagern. Geliefert wird ausschließlich TÜV-zertifizierter Ökostrom, hinzu kommen eine monatliche Grundgebühr sowie die üblichen Netzentgelte und Steuern. Voraussetzung für die exakte Abrechnung ist ein intelligenter Stromzähler, der bei entsprechender Eignung installiert wird.

Mehr als 1000 neue Ladepunkte

Dass Ikea ausgerechnet jetzt mit einem dynamischen Stromtarif in den Markt einsteigt, ist kein Zufall. Das Angebot fügt sich nahtlos in die bestehende Strategie des Unternehmens ein, Elektromobilität, Energieerzeugung und Stromverbrauch stärker miteinander zu verzahnen. Bereits seit einiger Zeit treibt Ikea Deutschland gemeinsam mit dem Ladeinfrastruktur-Anbieter Mer den Ausbau von Ladepunkten an seinen Einrichtungshäusern voran. Bis 2028 sollen an allen 54 Standorten in Deutschland neue Ladeparks entstehen, insgesamt sind mehr als 1000 zusätzliche Ladepunkte geplant – darunter auch Schnell- und High-Power-Charger. An vielen Standorten profitieren Mitglieder des Family-Programms zudem von vergünstigten Ladetarifen.

Parallel dazu bietet Ikea bereits Photovoltaik-Anlagen, Stromspeicher und Wallboxen für den Heimgebrauch an. Mit „Svea Strom“ schließt sich nun eine weitere Lücke im Gesamtkonzept. Kundinnen und Kunden können ihren Strom selbst erzeugen, speichern, flexibel nutzen und ihr Elektroauto sowohl zu Hause als auch unterwegs laden – idealerweise dann, wenn der Strom besonders günstig und klimafreundlich ist. Für E-Auto-Fahrer entsteht so ein Gesamtpaket, das nicht nur den Geldbeutel entlasten, sondern auch den Anteil erneuerbarer Energien im Alltag erhöhen kann.

Ikea entwickelt sich damit Schritt für Schritt vom klassischen Möbelhändler zu einem Anbieter integrierter Energie- und Mobilitätslösungen. Der dynamische Stromtarif ist weniger als isoliertes Produkt zu verstehen, sondern vielmehr als weiterer Baustein einer langfristigen Strategie, die Energie- und Mobilitätswende zusammen denkt. Für die Elektromobilität könnte genau dieser Ansatz zunehmend entscheidend sein: Laden wird dann besonders attraktiv, wenn Infrastruktur, Stromtarif und erneuerbare Erzeugung sinnvoll zusammenspielen.

Quelle: Ikea – Pressemitteilung vom 21. Januar 2026; Frankfurter Rundschau – Ikea steigt ins Strom-Geschäft ein: Dynamischer Tarif soll „mehrere Hundert Euro im Jahr“ sparen

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Daniel Krenzer

Daniel Krenzer

Daniel Krenzer ist als studierter Verkehrsgeograf und gelernter Redakteur seit mehr als zehn Jahren auch als journalistischer Autotester mit Fokus auf alternative Antriebe aktiv und hat sich zudem 2022 zum IHK-zertifizierten Berater für E-Mobilität und alternative Antriebe ausbilden lassen.

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