Rolls-Royce Luxus ab 2030 nur mehr elektrisch

Rolls-Royce Luxus ab 2030 nur mehr elektrisch
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Iris Martinz
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  —  Lesedauer 3 min

Gerade Luxuslimousinen scheinen als elektrische Versionen eine große Käuferschaft anzuziehen. Das hat auch die zu BMW gehörende Edelmarke Rolls-Royce erkannt und sich nun sehr weit aus dem Fenster gelehnt: alle Modelle wird es ab 2030 nur mehr elektrisch geben! Vor drei Jahren ging man noch von 2040 aus. Starten wird 2023 das Spectre Coupé, gefolgt von vollelektrischen Versionen des Phantom, Cullinan und Ghost.

Rolls Royce hat laut eigenen Angaben 2021 mehr Autos verkauft als je zuvor in seiner 117-jährigen Geschichte. CEO Torsten Müller-Ötvös hat nun angekündigt, dass die Luxusmarke bis 2030 nur mehr eine rein vollelektrische Modellpalette anbieten will. Der aktuelle Mk2 Ghost wird das letzte Modell mit Verbrennungsmotor sein. Die Ankündigung der britischen Regierung, ab 2030 keine Verbrenner mehr zulassen zu wollen, sei dabei aber nur ein Grund gewesen. „Wir reagieren nicht nur auf rechtliche Vorgaben, sondern auch auf den Umstand, dass unsere Klientel immer jünger wird und zunehmend aktiv nach elektrischen Modellen fragt„, erklärt Müller-Ötvös. Das Durchschnittsalter des Rolls-Royce-Käufers sei in den letzten Jahren auf etwa 43 Jahre gesunken und viele würden bereits ein E-Auto besitzen. Daher hätten sie schon Erfahrung mit dem E-Laden und dem Reichweitenmanagement. Zudem würden heute nur mehr 20 Prozent der Fahrzeuge von einem Chauffeur gesteuert, 2010 waren es noch etwa 80 Prozent. Der neue Rolls-Royce Fahrer setzt sich also gerne selber hinters Steuer.

Genaue Informationen zu den technischen Details der elektrischen Zukunft von Rolls-Royce wollte man noch nicht verraten, nur soviel: Die vollständige Elektrifizierung sei „für das relativ kleine Unternehmen eine riesige Herausforderung„, wie Müller-Ötvös betont. Der Strategiewechsel bedeute jedoch nicht automatisch, dass die Fahrzeuge teurer werden, basiert das Pricing für Rolls-Royce doch nur zu einem geringen Anteil auf den Kosten. Der für 2023 angekündigte Spectre wird daher ebenfalls nach seiner Positionierung bepreist, nicht nach seinem Antrieb. Auch der Phantom soll zukünftig nicht mehr kosten als das aktuelle V12-Modell, das man ab 374.400 Pfund sein Eigen nennen darf.

Damit der Abschied vom V12 nicht allzu schwer fällt, soll der elektrische Antrieb dem Ruf der Marke entsprechend alle Stücke spielen: hohes Drehmoment, überragendes Fahrverhalten, leises Dahingleiten wie auf einem fliegenden Teppich. Höchste Qualität sowieso. „Wir sind überhaupt nicht dafür bekannt, laute Motoren und Auspuffgeräusche brüllen zu lassen, und das ist ein großer Vorteil“, erklärt Müller-Ötvös. Daher passe „die Elektrifizierung perfekt zu Rolls-Royce – sie ist drehmomentstark und trotzdem super leise“.

Dennoch will man mit jedem Modell Gewinn machen. Dafür greift man auch auf das Know How und bestehende Komponenten der BMW Gruppe zurück. Autonomes Fahren will man hingegen erst integrieren, wenn es für die Kunden Sinn macht. Das wäre aktuell noch nicht der Fall.

Quelle: autocar.co.uk – All current Rolls-Royce models to go electric by 2030

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Iris Martinz

Iris Martinz

Iris Martinz ist Unternehmens- und E-Mobilitätsberaterin in Österreich, mit langjähriger Erfahrung im Recycling und Second Life von E-Mobilitätsbatterien. Fährt sowohl rein elektrisch, als auch V8, und möchte die beiden Welten etwas näher zusammenbringen. Nachzulesen unter www.mustangsontour.com.

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