Polestar legt flexible Strompreise und V2G in die Spur

Polestar legt flexible Strompreise und V2G in die Spur
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Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Eine neue Energieinitiative von Polestar, die Strompreis-flexibles Laden und perspektivisch Vehicle-to-Grid (V2G) ermöglicht, ist jetzt in Deutschland verfügbar. Das Polestar Energy genannte Produkt, das eine App fürs Smartphone umfasst, biete intelligenteres, effizienteres und günstigeres Laden zu Hause, so der Hersteller in einer aktuellen Mitteilung. Es ergänzt Polestar Charge, mit 151.000 öffentliches Ladestationen in Deutschland und über 875.000 Ladepunkten in ganz Europa, um ein komplettes Lade-Ökosystem anzubieten.

Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in Großbritannien und den Niederlanden können nun in Summe elf Märkte, darunter Deutschland und Österreich, die Vorteile von Smart Charging und Solarenergie mit Polestar Energy nutzen. Weitere Angebote und Märkte sollen im Laufe des Jahres hinzukommen.

„Es ist uns wichtig, unseren Kundinnen und Kunden ein überzeugendes Ladeangebot zu bieten, das die Nutzung ihrer Autos einfacher und kostengünstiger macht. Eine Einsparung von 30 Prozent bei den Ladekosten zu Hause kann einen großen Unterschied machen“, erklärt Michael Lohscheller, CEO von Polestar. „Deshalb führen wir dieses Angebot in großem Maßstab ein. Weitere Märkte werden im Laufe dieses Jahres folgen. Sobald wir die Vehicle-to-Grid-Funktionen in die Produktpalette von Polestar aufnehmen, wird dies unseren Kundinnen und Kunden einen noch größeren Mehrwert bringen.“

Über die Polestar Energy App können die Kundinnen und Kunden entscheiden, wann sie ihr Elektroauto nutzen wollen und wie hoch der Ladestand sein soll. Die intelligente Ladestation kümmert sich um den Rest – das Auto wird immer dann aufgeladen, wenn die Preise am niedrigsten sind. Durch den Ausgleich des Bedarfs und das Laden bei geringerer Nachfrage ergeben sich niedrigere Energiekosten, entweder an der Quelle in Form einer Netzprämie oder in Form von niedrigeren Kosten in der Stromrechnung.

Die Ladekosten können laut Polestar um bis zu 30 Prozent gesenkt werden, wobei dank zusätzlicher Netzprämien Einsparungen von bis zu 300 Euro pro Jahr möglich seien. Das Nettoergebnis ist eine erhebliche Verringerung der Gesamtbetriebskosten für Kundinnen und Kunden von Polestar. Positiver Nebeneffekt: Er wird auch der CO2-Ausstoß des E-Autos verringert, da in Zeiten geringerer Netznachfrage und niedriger Strompreise der Anteil an erneuerbaren Energien meist höher ist.

Im Laufe dieses Jahres soll zunächst beim Polestar 3 auch bidirektionales Laden mit Vehicle-to-Grid- und Vehicle-to-Home-Funktionen angeboten werden. Kundinnen und Kunden können so ihr E-Auto als Energiespeicher nutzen und überschüssige Energie in das Netz einspeisen oder ihr Haus versorgen.

Wer dieses Angebot nutzen möchte, benötigt eine kompatible Ladestation für zu Hause. Eine Wallbox von Zaptec mit intelligenter Ladefunktion kann derzeit direkt von Polestar im Rahmen eines exklusiven Angebots, das auch die Installationskosten umfasst, erworben werden.

Quelle: Polestar – Pressemitteilung vom 20.01.2025

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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