Die Stellantis-Marke Peugeot erwägt, ihren neuen 308 mit einem komplett neuen Design herauszubringen. Da viele Kunden von Schrägheckmodellen zu SUVs gewechselt sind, hat der 308 Marktanteile verloren. Peugeot will sich laut einem Bericht des Magazins Auto Express jedoch nicht gänzlich von dem Segment verabschieden und plant stattdessen eine Fastback-Variante.
Als Vorbild soll dabei der 408 Fastback dienen, der das Flaggschiff der Marke darstellt und eine Mischung aus SUV und Limousine ist. Gegenüber dem 4,7 Meter langen 408 könnte der 308 nach Einschätzung von Auto Express auf 4,4 Meter verkürzt werden. Durch den verlängerten hinteren Überhang, der für die coupéartige Dachlinie nötig ist, wäre das Fastback etwas länger als das aktuelle Fließheckmodell.
Bis 2030 will die französische Marke sieben neue Modelle herausbringen. Dabei sollen unter anderem der 308, der 308 SW und der 408 erneuert werden. Peugeot-Chef Alain Favey wies darauf hin, dass man die Modelle nicht einfach nur ersetzen wolle. „Wir versuchen, andere Ansätze zu finden, die dazu beitragen, dass diese Modelle unsere Marktanteile ausweiten.“
„Alle versuchen, den Nachfolger der SUVs zu finden – und das tun wir natürlich auch“, sagte Favey gegenüber Auto Express. Auch Peugeot-Designchef Matthias Hossann erklärte, dass man bei der neuen Karosserieform immer kreativer werde. Sein Ziel sei es zudem, die emotionale Bindung zum Peugeot-Design zu stärken und sich dadurch von den neuen chinesischen Marktteilnehmern abzuheben.
Der 308 Fastback werde wie der 408 Peugeots Designsprache „Feline Future“ verkörpern, ergänzte Hossann. Gemeint ist damit eine Silhouette, die an eine zum Sprung bereite Katze erinnert. Basierend auf dem Konzeptauto Polygon aus dem Jahr 2025 sollen klare Linien modern wirken und die Schlichtheit des Autos unterstreichen. Inspiration habe sich der Designchef von den klaren Karosserieteilen der Peugeot-Modelle 205 und 405 aus den 1980er Jahren geholt.
Die Basis für den 308 Fastback sowie seine Schwestermodelle wird die neue STLA-One-Plattform von Stellantis. Ursprünglich für Elektroautos entwickelt, wurde sie so angepasst, dass sie nun auch Hybridantriebe mit Benzin- und Elektromotor aufnehmen kann. Dabei verwendet die französische Marke erstmals die Cell-to-Body-Architektur, bei der der Akku als Fahrzeugboden dient. Im Vergleich zu einem kantigen SUV werden die stärker geneigte Windschutzscheibe und die aerodynamische Dachlinie des Fastbacks dazu beitragen, die Reichweite der Elektrovariante zu maximieren.
„In den kommenden Monaten erwartet euch eine schöne Überraschung“, kommentierte der Designchef die gegenwärtige Entwicklungsarbeit der Marke. Auto Express hält es für möglich, dass Peugeot den Pariser Salon im Oktober dazu nutzen könnte, die Wirkung seines neuen Konzepts auf die Öffentlichkeit zu testen. CEO Favey erklärte aber zugleich, dass die Entwicklung sich noch in einer sehr frühen Phase befinde. Das erste Modell werde erst 2029 auf den Markt kommen, weitere Modelle folgten 2030.
Quelle: Auto Express – New Peugeot 308 to get radical fastback looks







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