Peugeot E-408 kombiniert Fastback-Form mit Elektroantrieb

Peugeot E-408 kombiniert Fastback-Form mit Elektroantrieb
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Sebastian Henßler
Sebastian Henßler
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Peugeot erweitert seine Modellpalette im C-Segment um eine konsequent auf Elektromobilität ausgelegte Variante des 408. Mit dem Peugeot E-408 erhält die Fastback-Baureihe erstmals einen reinen Elektroantrieb, der sich klar von den Hybrid- und Plug-in-Hybrid-Versionen abgrenzt und gleichzeitig deren gestalterische und konzeptionelle Linie fortführt. Das Modell bleibt dem eigenständigen Karosseriekonzept treu, setzt aber in Technik und Nutzungsschwerpunkt neue Akzente.

Seit seiner Einführung steht der 408 für ein Format zwischen klassischer Limousine und SUV, das vor allem durch seine flache Silhouette, die erhöhte Sitzposition und markante Proportionen auffällt. Diese Grundidee überträgt Peugeot nun auf eine vollelektrische Auslegung. Optisch unterscheidet sich der E-408 nur in Details von den übrigen Varianten. Die Front wurde weiter geschärft, der Kühlergrill neu interpretiert und stärker geschlossen ausgeführt, um den Luftstrom gezielt zu lenken. Ein beleuchtetes Markenemblem und ein durchgehender, ebenfalls illuminierter Schriftzug am Heck sind erstmals in dieser Form bei Peugeot zu sehen und unterstreichen den Anspruch, den 408 auch als technologisches Aushängeschild zu positionieren.

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Im Mittelpunkt des E-408 steht der elektrische Antrieb. Der eingesetzte Elektromotor leistet 157 kW und stellt ein Drehmoment von 343 Nm bereit. Die Kraft wird ausschließlich an die Vorderräder übertragen. Peugeot setzt dabei auf eine Hochvolt-Batterie mit 58,2 kWh nutzbarer Kapazität auf NMC-Basis. In Verbindung mit der aerodynamisch optimierten Karosserie ergibt sich nach WLTP ein kombinierter Energieverbrauch von 14,7 kWh pro 100 Kilometer sowie eine Reichweite von bis zu 456 Kilometern. Diese Werte sind noch vorbehaltlich der finalen Homologation angegeben, markieren aber die Zielsetzung des Herstellers.

Eine zentrale Rolle spielt die Ladefähigkeit. Der Peugeot E-408 kann an Gleichstrom-Ladepunkten mit bis zu 120 kW geladen werden. Unter optimalen Bedingungen soll der Ladezustand zwischen 20 und 80 Prozent in rund 30 Minuten erreicht werden. Für das Laden zu Hause oder an öffentlichen Wechselstromsäulen ist ein dreiphasiger Anschluss vorgesehen, der im privaten Umfeld in der Regel auf 11 kW begrenzt ist. Ergänzend dazu führt Peugeot mehrere Funktionen ein, die speziell auf den elektrischen Betrieb zugeschnitten sind. Dazu gehört eine Batterievorwärmung, die insbesondere bei niedrigen Temperaturen die Ladeleistung stabilisieren soll.

Vernetzung, Routenplanung und bidirektionale Nutzung

Auch das Thema Vernetzung wurde weiter ausgebaut. Der E-408 ist mit einem integrierten Routenplaner ausgestattet, der Ladehalte entlang der Strecke berücksichtigt und den Energiebedarf anhand von Geschwindigkeit, Topografie und Verkehr berechnet. Ab dem kommenden Sommer soll zudem die Plug-and-Charge-Funktion verfügbar sein. In diesem Fall identifiziert sich das Auto automatisch an kompatiblen Ladesäulen, sodass der Ladevorgang ohne separate Authentifizierung startet und abgerechnet wird. Zusätzlich unterstützt der E-408 Vehicle-to-Load. Über einen optionalen Adapter lassen sich externe elektrische Geräte mit bis zu 3,5 kW versorgen, etwa E-Bikes oder mobile Arbeitsgeräte.

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Im Innenraum bleibt Peugeot dem bekannten i-Cockpit-Konzept treu, das auf ein kompaktes Lenkrad, ein hoch positioniertes digitales Kombiinstrument und einen zentralen Touchscreen setzt. Für den E-408 wurde die Anzeige um EV-spezifische Informationen erweitert, darunter Energiefluss, Ladezustand und Verbrauchsdaten. Je nach Ausstattung kommt ein digitales Kombiinstrument mit dreidimensionaler Darstellung zum Einsatz. Ergänzt wird das System durch konfigurierbare i-Toggles, die als frei belegbare Schnellzugriffe dienen. Sie lassen sich etwa für Klimafunktionen, Navigation oder bevorzugte Medienquellen nutzen.

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Beim Raumangebot orientiert sich die Elektroversion an den bekannten Stärken der Baureihe. Der Radstand von 2,79 Metern sorgt für großzügige Kniefreiheit im Fond. Auch der Kofferraum bleibt mit bis zu 536 Litern Volumen auf dem Niveau der Verbrennervarianten, da die Batterie im Unterboden integriert ist und keine Einschränkungen im Ladeabteil verursacht. Mit umgeklappter Rücksitzlehne stehen bis zu 1611 Liter zur Verfügung, zudem lassen sich längere Gegenstände transportieren.

Hinsichtlich Komfort und Assistenzsystemen greift der Peugeot E-408 auf das umfangreiche Angebot der Baureihe zurück. Dazu zählen ergonomisch zertifizierte Vordersitze mit optionaler Massagefunktion, eine mehrfarbige Ambientebeleuchtung sowie Systeme zur Luftreinigung im Innenraum. Serienmäßig ist eine Fahrerüberwachung an Bord, die über eine Kamera an der A-Säule die Aufmerksamkeit kontrolliert und bei Anzeichen von Müdigkeit warnt. Die akustische und thermische Dämmung wurde durch dickere Scheiben und laminierte Seitengläser weiter verbessert. Produziert wird der E-408 im französischen Werk Mulhouse. Auch der Elektromotor stammt aus Frankreich und wird im Stellantis-Nidec-Joint-Venture gefertigt.

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Quelle: Peugeot – Pressemitteilung

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Sebastian Henßler

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Sebastian Henßler hat Elektroauto-News.net im Juni 2016 übernommen und veröffentlicht seitdem interessante Nachrichten und Hintergrundberichte rund um die Elektromobilität. Vor allem stehen hierbei batterieelektrische PKW im Fokus, aber auch andere alternative Antriebe werden betrachtet.

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