Stellantis: „Made in Europe“ als strategischer Faktor

Stellantis: „Made in Europe“ als strategischer Faktor
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Laura Horst
Laura Horst
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Im Rahmen der Jahresauftaktpressekonferenz von Stellantis Austria blickte Managing Director Markus Wildeis in der italienischen Botschaft in Wien nicht nur auf die Geschäftszahlen für 2025, sondern thematisierte auch die gegenwärtige Marktlage, vor allem geopolitische Herausforderungen und Handelsbarrieren. Um die Resilienz zu erhöhen und die Lieferketten zu stärken, setzt Stellantis zunehmend auf die Produktion in Europa.

„Die Automobilbranche in Österreich steht vor mehreren gleichzeitigen Herausforderungen: Eine anhaltende wirtschaftliche Flaute, besonders im Bereich der Industrie, und die damit verbundene Verunsicherung bremsen weiter den Markt, während der Fahrzeugbestand kontinuierlich altert“, sagte Wildeis auf der Pressekonferenz. Das betreffe den gesamten europäischen Markt, wo in den vergangenen fünf Jahren etwa 20 Millionen Autos weniger als vor der Pandemie verkauft worden seien.

Neben der uneinheitlichen Elektrifizierung in Europa und den geplanten Anpassungen der CO₂-Regulierung seitens der Europäischen Kommission war die europäische Wertschöpfungskette ein zentrales Thema der Pressekonferenz. Um sich gegen die geopolitischen Schwankungen zu schützen, gehe Stellantis nach dem Prinzip „from the region, for the region“ vor.

Auch für immer mehr Kunden gewinne „Made in Europe“ an Bedeutung, wie der Managing Director von Stellantis Austria gegenüber der Plattform Leadersnet.tv sagte. Vor allem bei sicherheitsrelevanten Produkten spiele das Vertrauen in Umwelt-, Sicherheits- und demokratische Standards eine entscheidende Rolle. „Wenn Sie heute ein Produkt haben, mit dem Sie auch sicherheitsrelevante Themen verbinden, ist es essenziell, dass Sie sich darauf verlassen können, dass es politisch neutral ist“, erklärte Wildeis und ergänzte, dass dies besonders auf Fahrzeuge zutrifft.

„‘Made in Europe‘ ist ein Wert, der noch nie so wichtig war wie heute“, merkte Wildeis an. Die Produktionsstätten in Europa unterlägen strengen Umwelt- und Sozialstandards, während durch kürzere Transportwege die CO₂-Bilanz verbessern würde. Zudem sichere die Automobilbranche in Europa etwa 13,8 Millionen Arbeitsplätze.

Teil der Stellantis-Strategie sind laut Wildeis außerdem Kooperationen, etwa mit dem Batterie-Weltmarktführer CATL und mit Leapmotor. Dadurch wolle man Synergien nutzen, ohne die industrielle Basis in Europa zu schwächen. Daneben verfolgt der Konzern eine Multi-Energy-Plattformstrategie, die auf Basis einer Architektur verschiedene Antriebsarten ermöglicht, vom Elektroauto über den Plug-in-Hybrid bis hin zum Verbrenner.

Quelle: Leadersnet – „Elektromobilität kann nur marktnah und gemeinsam erfolgreich sein“

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