Stellantis hat auf seinem Investor Day in Auburn Hills, Michigan, den neuen Strategieplan „FaSTLAne 2030″ vorgestellt. Das Programm umfasst Investitionen in Höhe von 60 Milliarden Euro über die kommenden fünf Jahre und soll das Wachstum des Konzerns beschleunigen sowie die Profitabilität steigern. CEO Antonio Filosa bezeichnete den Plan als „Ergebnis monatelanger disziplinierter Arbeit im gesamten Unternehmen“ und betonte, der Kunde stehe stets im Mittelpunkt des Handelns.
Der Plan gliedert sich in sechs Säulen: effizienteres Markenportfolio-Management, Investitionen in globale Plattformen und Technologien, strategische Partnerschaften, Optimierung der Produktionsstandorte, Exzellenz in der Ausführung sowie die Stärkung regionaler Teams. Bis 2030 sind mehr als 60 Neueinführungen und 50 signifikante Modellaktualisierungen geplant – darunter 29 batterieelektrische Fahrzeuge, 15 Plug-in-Hybrid- oder Modelle mit Range-Extender, 24 Hybride und 39 Fahrzeuge mit Verbrenner- beziehungsweise Mild-Hybrid-Antrieb.
Vier globale Marken im Fokus der Investitionen von Stellantis
Im Zentrum der Markenarchitektur stehen künftig vier globale Marken mit der größten Reichweite und dem höchsten Rentabilitätspotenzial: Jeep, Ram, Peugeot und Fiat. 70 Prozent der Marken- und Produktinvestitionen fließen in diese vier Marken sowie in Pro One, die Nutzfahrzeugsparte des Konzerns. Fünf regionale Marken – Chrysler, Dodge, Citroën, Opel und Alfa Romeo – sollen von denselben globalen Plattformen profitieren und ihre Markenidentität weiter schärfen.
DS Automobiles und Lancia werden als Spezialmarken unter dem Dach von Citroën beziehungsweise Fiat weiterentwickelt. Für Maserati kündigte Filosa zwei neue Fahrzeuge im E-Segment an; eine detaillierte Roadmap soll im Dezember 2026 in Modena folgen.
Vierzig Prozent des gesamten Forschungs- und Entwicklungsbudgets – rund 24 Milliarden Euro – fließen in globale Plattformen, Antriebssysteme und neue Technologien. Bis 2030 soll die Hälfte des weltweiten Jahresvolumens auf drei globalen Plattformen produziert werden, darunter die neue STLA One. Parallel dazu plant Stellantis drei Technologieplattformen einzuführen: STLA Brain für zentrale Software-Architektur, STLA SmartCockpit für die Fahrzeug-Kunden-Interaktion und STLA AutoDrive für autonomes Fahren. Alle drei sollen 2027 auf den Markt kommen; bis 2030 sollen 35 Prozent des Jahresvolumens mit mindestens einer dieser Technologien ausgestattet sein.
Partnerschaften mit Leapmotor, Dongfeng und anderen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Kooperationen. Über das Joint Venture Leapmotor International, an dem Stellantis zu 51 Prozent beteiligt ist, plant der Konzern eine vertiefte Zusammenarbeit im Einkauf sowie eine industrielle Kooperation in den Werken Madrid und Saragossa. Mit dem langjährigen Partner Dongfeng sollen je zwei Modelle von Peugeot und Jeep für den chinesischen und weitere Märkte produziert werden; zudem ist ein europäisches Joint Venture mit Stellantis-Mehrheit geplant, das zunächst im Werk Rennes produzieren soll. Darüber hinaus nennt der Konzern Partnerschaften mit Tata, Jaguar Land Rover sowie Technologieunternehmen wie Qualcomm, NVIDIA, Mistral AI und CATL.
Regional strebt Stellantis in Nordamerika ein Umsatzwachstum von 25 Prozent und eine operative Marge von 8 bis 10 Prozent an. Sechzig Prozent der 36 Milliarden Euro für Marken- und Produktinvestitionen sollen in diese Region fließen. Geplant sind elf komplett neue Modelle sowie sieben neue Fahrzeuge unter 34.000 Euro und zwei unter 25.500 Euro.
Für die Region Enlarged Europe, die auch Deutschland umfasst, liegt das Umsatzwachstumsziel bei 15 Prozent bei einer Marge von 3 bis 5 Prozent – unter anderem durch eine neue Generation erschwinglicher Stadtautos, die zunächst im italienischen Werk Pomigliano d’Arco gefertigt werden sollen. In der Region Naher Osten & Afrika peilt das Unternehmen mit 40 Prozent das höchste Umsatzwachstum aller Regionen an.
Quelle: Stellantis – Pressemitteilung









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