Omoda 9 SHS Plug-in-Hybrid mit erfolgreichem Europa-Debüt

Omoda 9 SHS Plug-in-Hybrid mit erfolgreichem Europa-Debüt
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Omoda

Michael Neißendorfer
Michael Neißendorfer
  —  Lesedauer 2 min

Der Omoda 9 aus China ist seit einiger Zeit auch in Europa auf den Markt. Im deutschen Straßenverkehr zeigt sich der Mittelklasse-Crossover des chinesischen Volumenherstellers Chery bisher jedoch nicht. In anderen europäischen Nationen sieht das ganz anders aus.

Denn während es für den Autohersteller aus Wuhu in Deutschland eher zögerlich voran geht, muss man den Omoda 9 in Großbritannien, Polen, Spanien oder Italien nicht lange im Straßenbild suchen. Im Mai landete der Omoda 9 SHS mit seinem leistungsstarken Plug-in-Hybridantrieb in Italien auf Anhieb auf Platz drei in seiner Fahrzeugklasse, knapp hinter dem etablierten Volvo XC60. In England reichte es für Platz vier – noch vor dem Mercedes GLC.

Omoda gehört als eigenständige Marke zum Chery-Konzern mit Hauptsitz im chinesischen Wuhu. 1997 gegründet, ist Chery aktuell mit 450.000 Fahrzeugen nicht nur der größte Automobilexporteur Chinas, sondern auch der erste Automobilhersteller aus China, der neben kompletten Fahrzeugen auch CKD-Teile, Motoren, Fertigungstechnologie und Ausrüstung in andere Länder exportiert.

Angetrieben wird der 4,78 Meter lange Omoda 9 SHS mit seinem Allradantrieb von vier Elektromotoren und einem 1,5 Liter großen Verbrenner mit insgesamt 395 kW / 537 PS und einem maximalen Drehmoment von 650 Nm. Rein elektrisch schafft der Chinese Dank eines 34 kWh großen Batteriepaketes im Unterboden nach dem europäischen Verbrauchszyklus 145 Kilometer. Zusammen mit dem Verbrenner, der von einem 70-Liter-Benzintank versorgt wird, bedeutet das eine Gesamtreichweite von über 1300 Kilometern.

Ein DC-Schnelllader mit 65 kW an Bord sorgt dafür, dass das für einen Plug-in-Hybriden stattliche Akkupaket in knapp einer halben Stunde auf bis zu 80 Prozent seiner Kapazität erstarkt. Der 2,2 Tonnen schwere Omoda 9 basiert auf Cherys T2X-Plattform, die modular ausgelegt ist, und startet bei knapp 45.000 Euro. Eine McPherson-Vorderachse und eine Mehrlenker-Hinterachse sollen gemeinsam mit adaptiven Magnet-Dämpfern, die den Härtegrad kontinuierlich anpassen (Continuous Damping Control), für ein sportliches Fahrverhalten, wenn nötig sorgen, und ein komfortables, wenn möglich, zulassen.

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Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer

Michael Neißendorfer ist E-Mobility-Journalist und hat stets das große Ganze im Blick: Darum schreibt er nicht nur über E-Autos, sondern auch andere Arten fossilfreier Mobilität sowie über Stromnetze, erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit im Allgemeinen.

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